Startseite - Kontakt - Forum - Gästebuch - Buchhinweis - Geschichte des EK - Impressum

__________________________
Die Biographien unterliegen dem Urheberrecht.
Jegliche Weiterverbreitung ohne Zustimmung des Autors ist untersagt

Ritterkreuzträger Ritter Gustav Fritz Julius von Vaerst
General der Panzertruppe

08.11.1938

24.12.191625.09.1914

Gustav von Vaerst wurde am 19.04.1894 in Meiningen im Herzogtum Sachsen-Meiningen, als Sohn Gustavs und Emmeline (geb. Hack) von Vaerst, geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums Meiningen ab Ostern 1903 bis 1907, kommt er im Juni 1907 an das Realgymnasium Meiningen und wechselt im Juli 1908 an das Realgymnasium München das er im Juli 1912 beendet.
Am 15.07.1912 tritt er als Fahnenjunker dem 2. Kurhessischen Husaren-Regiment "Landgraf Friedrich III von Hessen-Homburg" Nr. 14 bei, wo er am 17.02.1914 seine Beförderung zum Leutnant entgegennimmt.
Am 03.08.1914 verlegt das Regiment an die Front und nimmt an den ersten Kämpfen des 1. Weltkrieges teil. Von Vaerst wird hier zum Ordonnanz Offizier der 22. Kavallerie-Brigade kommandiert. Nach kurzer Rückkehr zum Regiment und erneuter Kommandierung zur 22. Kavallerie-Brigade, kommt er am 26.05.1916 zu seinem Regiment zurück und übernimmt hier am 08.06.1916 den Posten des stellvertretenden Regimentsadjutanten.
Vom 18.02.1917 bis zum 25.02.1917 nimmt er an einem Kurs beim Sturm-Bataillon 4 teil und wird in seinem Regiment am 18.04.1917 zum Oberleutnant befördert. Bereits am 05.08.1918 kommt erneut als stellvertretender Adjutant zur 22. Kavallerie-Brigade und übernimmt nach seiner Rückkehr zum Regiment, am 11.11.1918, die Führung der 3. Schwadron.
Nach Friedensschluss übernimmt er am 28.02.1919 das Kommando über die 2. Schwadron des Freiwilligen-Husaren-Regiments "Hessen-Homburg".
Am 01.11.1919 tritt er zur Reichswehr über und kommt dort zum Kavallerie-Regiment 11, bzw. am 01.04.1920 zum 16. Reiter (Gebirgs)-Regiment. Mit Beginn des neuen Jahres wird er zum Wehrkreiskommando VII nach München kommandiert und wird hier zum Offizier für Spezialaufgaben ausgebildet.
Vom 20.06.1922 bis zum 31.07.1922 wird von Vaerst zum II. Bataillon des 21. (bayr.) Infanterie-Regiments kommandiert und kommt dann am 01.10.1922 in den Stab der 7. Division, wo er am 01.06.1924 zum Rittmeister befördert wird.
Am 01.10.1924 wird er Führer des MG-Zuges des 16. Reiter-Regiments und nimmt vom 30.09.1924 bis zum 23.10.1924 an einem MG-Kurs im Sennelager teil. Einen knappen Monat später übernimmt er am 01.10.1925 das Kommando über die 6. Schwadron des Regiments. Kurz vorher, am 30.08.1925 heiratete von Vaerst Astor Freiin von Swaine, die ihm einen Sohn und drei Töchter gebar.
Nach dem Besuch zweier Kurse in Hannover und in Wünsdorf, wird er am 01.10.1929 Chef der 3. Schwadron seines 16. Reiter-Regiments und erhält am 06.12.1929 einen Säbel für beste Schiessergebnisse mit dem Karabiner.
Nach kurzer Kommandierung zur Ungarischen Armee vom 05.09. bis zum 19.09.1929, nimmt er vom 01.10. bis zum 07.10.1930 an einem Kavallerie-Kurs in Neuhammer teil und kommt daraufhin, am 01.11.1930, in den Stab der 1. Kavallerie-Division. Am 03.12.1930 hatte von Vaerst ein Grußschreiben des Reichswehrchefs General der Infanterie Kurt Freiherr von Hammerstein-Equord, für seine erneut besten Ergebnisse im Karabiner-Schießen erhalten.
Nachdem von Vaerst am 01.07.1933 an die Kavallerie-Schule Hannover kommandiert wird, erhält er dort am 01.02.1934 die Beförderung zum Major. Es folgte am 01.01.1935 die Versetzung zur Kriegsschule Hannover, wo er am 01.08.1936 zum Oberstleutnant befördert wurde.
Am 20.01.1938 wird Gustav von Vaerst zum Kommandeur des Schützen-Regiments 2, der 2. Panzerdivision ernannt und in dieser Dienststellung am 01.03.1939 zum Obersten befördert.
Am 11.04.1939 ist von Vaerst Kommandeur der 2. Schützen-Brigade der 2. Panzerdivision und nimmt so am Feldzug gegen Polen, unter dem Divisionskommandeur Generalleutnant Rudolf Veiel, teil. Auch gegen die Benelux-Länder wird von Vaersts Brigade eingesetzt und stößt nach Frankreich vor.
Für seine bisherigen Erfolge in der Truppenführung seiner Brigade erhielt Gustav von Vaerst am 30.07.1940 das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz.
Nach kurzer Besatzungs- und Ausbildungszeit in Polen, geht die Division, im Rahmen des XVIII. Gebirgskorps unter General der Infanterie Franz Böhme,  gegen Jugoslawien und Griechenland vor.
Vor dem beginn des Feldzuges gegen Russland wird von Vaerst durch Oberst Arno von Lenski abgelöst. General Veiel über von Vaerst:

"Großartiger Mann mit hohen persönlichen Standards. Praktisch, klar, ruhig und entschlossen in seiner Führung und seiner Befehlsausgabe. Er hat sich bestens bewährt! Ritterkreuzträger. Seine Eignung zum Brigadekommandeur oder als Kommandeur einer gemischten Kampfgruppe sind bestens."

Die Zeit zwischen dem 01.06.1941 und dem 08.12.1941 ist unklar. Man geht jedoch davon aus, daß der am 01.09.1941 zum Generalmajor beförderte von Vaerst, sich für zumindest einen Teil der Zeit an der Schule für Mot-Truppen in Krampnitz befand.
Am 09.12.1941 übernimmt von Vaerst anfangs die Führung und ab dem 12.12.1941 das Kommando über die 15. Panzerdivision in Afrika. Dort wird er am 26.05.1942 in der Schlacht um Gazala verwundet und kommt ins Lazarett. Die Führung der Division übernimmt bis zu von Vaersts Rückkehr, am 08.07.1942,  Oberst Eduard Crasemann, der Kommandeur des Artillerie-Regiments (mot.) 33.
Am 31.08.1942 übernimmt von Vaerst die Führung des Deutschen Afrikakorps, nachdem General der Panzertruppe Nehring während der Schlacht um Alam Halfa durch einen Bombenangriff verwundet wurde. Am 17.09.1942 wird er durch Generalleutnant Wilhelm Ritter von Thoma abgelöst und übernimmt bis zum 10.11.1942 wieder das Kommando über die 15. Panzerdivision.
Nach einer Erkrankung übernimmt er am 28.02.1943 den Oberbefehl über die 5. Panzerarmee in Nordafrika und geht, seit dem 01.03.1943 General der Panzertruppe,  mit dieser am 09.05.1943 in britische Kriegsgefangenschaft, nachdem er im Raum Bizerta durch alliierte Truppen eingekesselt wurde und mit seiner Armee vor Generalleutnant Omar N. Bradley kapitulierte.
Gustav von Vaerst wird schließlich im Jahre 1947 aus der Gefangenschaft entlassen und stirbt am 10.10.1975.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:

                   

Free counter and web stats