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Ritterkreuzträger Hans Wagner
Generalleutnant

Hans Wagner wurde am 11.03.1896 in Saarbrücken als Sohn des Studienrates Peter Wagner und seiner Frau Johanna, geborene Rupp, geboren.
In seiner Geburtsstadt Saarbrücken besuchte Wagner zunächst die Volksschule und legte dann sein Abitur am Gymnasium ab. Als frischgebackener Abiturient meldete er sich am 02.08.1914 kriegsfreiwillig zum 1. (Rhein.) Artillerie-Regiment Nr. 8 "von Holtzendorff" und kommt, nach einer militärischen Grundausbildung, am 03.10.1914 mit der 3. Batterie im Rahmen der 42. Infanterie-Division an die Westfront. Dort nahm Wagner unter anderem an den Kämpfen in Lothringen und an der Somme teil.
Im Januar 1915 verlegte die Division an die Ostfront, wo sie bis zum Waffenstillstand an der Ostfront im November 1917 unter anderem in den Masuren zum Einsatz kam. Mit Ende der Kampfhandlungen im Osten verlegte die Division im Jahre 1918 wieder an die Westfront. Während seines Einsatzes im 1. Weltkrieg wurde Wagner zunächst als Batterie-Offizier eingesetzt, wechselte dann als Ordonnanz-Offizier zum ArKo 150 und wurde später zum Adjutanten beim StoArt 58 ernannt. Mit Kriegsende arbeitete er als 01 beim General-Kommando 58.
Nach dem krieg fand er als Regimentsadjutant des Artillerie-Regiments 17 beim Grenzschutz Ost eine Verwendung, wonach er am 30.04.1920 aus der Reichswehr verabschiedet wurde und am 01.05.1920 der Sicherheitspolizei Rheinland-Westfalen beitrat. Dort fungierte er zunächst als Adjutant, dann als Hundertschaftsführer und schließlich als Ia in der Polizei-Inspektion Nord-Stettin.
Am 01.04.1935 trat Wagner im Range eines Hauptmannes dem Artillerie-Regiment 25 der neuen Wehrmacht bei, wo er zunächst im Stab Verwendung fand und dann zum Chef der 9. Batterie ernannt wurde. Bereits am 06.10.1936 übernimmt er das Kommando über die II. Abteilung des Regiments, die am 24.11.1938 in II. Abteilung des Artillerie-Regiments 114 umbenannt wurde. Mit seiner Abteilung nimmt Wagner im Rahmen der 46. Infanterie-Division an den Kämpfen in Polen und Frankreich teil, bis er am 20.08.1940 das Kommando über das Artillerie-Regiment 5 der 5. Infanterie-Division übernahm. Nach Einmarsch in die Sowjetunion am 01.12.1941 in 5. leichte Infanterie-Division und am 06.07.1942 in 5. Jäger-Division umbenannt, nimmt Wagner mit seinem Regiment an den Kämpfen bei Wjasma und Staraja Russa teil, wo sie unter anderem an der Öffnung des Kessel Demjansk im bereich der Heeresgruppe Nord maßgeblich beteiligt war. Für die weiteren Kämpfe im Raum Staraja Russa erheilt Wagner am 18.04.1943, als Oberst und Kommandeur des Artillerie-Regiments das Ritterkreuz. In der Begründung dazu hiess es:

"Oberst Wagner hat bei den Abwehrkämpfen südlich des Ilmensees starke feindliche Kräfte, die im Abschnitt einer Nachbardivision durchgebrochen waren, in einer aus Kanonieren und Fahrern seines Regiments gebildeten Kampfgruppe aufgefangen und abgeriegelt."

Außerdem wird damit die wichtige Unterstützung für die Jäger-Regimenter in den zurückliegenden Kämpfen entsprechend gewürdigt.
Am 14.03.1943 gibt Wagner sein Regiment ab und übernimmt zunächst die Führung der 225. Infanterie-Division, für den erkrankten Divisionskommandeur Generalleutnant Ernst Risse. Dort erhält er am 09.04.1943 Besuch vom Oberbefehlshaber, des Kommandierenden Generals, des Armee-Pi-Führers und des Korps-Pi-Führers, die sich den nach Plänen von Oberst Wagner erbauten Betonbunker aus Betonsteinen ansehen. Dieses verfahren hatte den Vorteil, daß aus einzeln nach vorn gebrachten Steinen in vorderster Linie binnen einer Nacht ein Bunker gebaut werden konnte. Beschussversuche mit der 3,7-cm-Pak ergaben eine gute Schussfestigkeit. Weiterhin stellte der OB eine Einführung dieses Systems im gesamten Armeebereich in Aussicht.
Wagner kehrte dann wieder zu seinem alten Regiment zurück und wurde am 15.05.1943 in die Führer-Reserve versetzt. Von dort erfolgte vom 01.06. bis zum 11.08.1943 die Ernennung zum Führer  des Grenadier-Regiments 411 der 122. Infanterie-Division, die südlich von Staraja Russa m Einsatz stand.
Am 12.08.1943 übernahm Wagner die Führung der 32. Infanterie-Division, für die Zeit der Beurlaubung des Kommandeurs bis zum 02.09.1943.
Vom 04.09. bis zum 06.10.1943 nimmt er an einem Divisions-Führer-Lehrgang teil und gehörte dann bis zum 24.11.1943 wieder der Führer-Reserve an, bis er ab dem 25.11.1943 mit der Führung der 269. Infanterie-Division beauftragt wurde. In der Ausübung seines Führungsauftrages wird er am 01.02.1944 zum Generalmajor und Kommandeur der Division ernannt. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Division als Besatzungstruppe in Norwegen und verlegte Mitte Oktober 1944 an die Westfront in den Vogesen in den Raum westlich Colmar wo sie zum Einsatz kam.
Ende Januar 1945 erfolgte die Verlegung der auf Kampfgruppenstärke geschmolzenen Division nach Schlesien in den Raum Breslau-Jauer. Dort schlossen sich Kämpfe im Raum Öls, Namslau und Bernstedt an. Während der folgenden Endkämpfe schlugen sich die Reste der Division über Ohlau in das Erzgebirge zurück, wobei es nur Splittergruppen gelang in alliierte Gefangenschaft zu geraten. Der Grossteil der Division kam somit in sowjetische Gefangenschaft. Hans Wagner selbst geriet in alliierte Gefangenschaft.
Nach der Gefangenschaft setzte er sich in Ulm nieder, wo er seine ganze Kraft der Fürsorge der Kriegsopfer und der Hinterbliebenen widmete. Dazu wurde er unter anderem vom damaligen Landesbischof Wurm gebeten wurde. Weiterhin übernahm er den Posten eines Stadtrates im Ulmer Gemeinderat.
Hans Wagner verstarb am 14.05.1967 in Ulm. Anlässlich der Trauerfeier würdigte der Ulmer Oberbürgermeister Dr. h.c. Pfizer Wagners Engagement die Not seiner Mitbürger zu lindern. Was der Ulmer Münster-Dekan Dr. Seifert unterstrich.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter 01.01.1915 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 18.04.1943
Unteroffizier 18.05.1916 Eisernes Kreuz II. Klasse

01.10.1939

Vice-Wachtmeister 08.10.1916 Eisernes Kreuz I. Klasse 08.06.1940
Offiziers-Stellvertreter 11.11.1916 Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK 23.12.1916
Leutnant der Reserve 10.12.1916 Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK 09.11.1918
Polizei-Oberleutnant 20.06.1920 Deutsches Kreuz in Gold 29.12.1914
Polizei-Hauptmann 09.04.1925 Medaille Winterschlacht im Osten 30.07.1942
Polizei-Major 30.01.1935 Verwundeten-Abzeichen in Schwarz -1. WK 10.03.1918
Hauptmann 01.04.1935 m. Patent v. 01.11.1930 in die Wehrmacht übernommen
Major 01.12.1935
Oberstleutnant 01.01.1939
Oberst 01.12.1941 (16)
Generalmajor 01.02.1944 (13a)
Generalleutnant 01.12.1944 (2a)

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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