97. Schwerterträger Wilhelm Wegener
General der Infanterie

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Wilhelm Wegener wurde am 29.April 1895 in Trebatsch im Kreis Beeskow-Storkow in der Mark Brandenburg, als Sohn eines Pfarrers geboren. Er wurde Kadett und trat am 02. August 1914 als Fähnrich in das Kolbergsche Grenadier-Regiment Graf Gneisenau (Pommersches Nr.2) Nr. 9 in Stargard ein.
Der mit beiden Eisernen Kreuzen im 1. Weltkrieg ausgezeichnete Infanterieleutnant geriet 1916 in französische Gefangenschaft aus der er 1919 heimkehrte und am 01. Oktober als Leutnant in das Reichswehr-Infanterie-Regiment 3 übernommen wurde. Nach verschiedenen Tätigkeiten , auch als Regimentsadjutant und Kompaniechef, wurde Wegener als Major im Jahre 1936 Adjutant der neuaufzustellenden 32. Infanterie-Division in Köslin.
Als Oberstleutnant und Adjutant des II. Armeekorps zog er in den Polenfeldzug und trat am 01. Juli 1940 zurück zur 32. Infanteriedivision und wurde dort Kommandeur des Infanterie-Regiments 94.
Bei den Winterkämpfen des Regiments bewährte es sich aufs Höchste. So wurde Wegener am 01. September 1941 zum Oberst befördert und am 27. Oktober 1941 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Im Kessel von Cholm verdiente sich Wegener am 19.01.1942 sogar das Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Am 02. Juni 1942 wurde Wegener als Generalmajor Kommandeur der 32. Infanterie-Division. Als sich die Division im Februar 1943 im Raum Demjansk vom Feind löste, lag ein Jahr harten Kampfes in diesem Raum hinter ihr, dabei wurden die Reihen dieser einer der besten Division in der deutschen Wehrmacht niemals durchbrochen. Noch im Jahre 1944 hieß es in einem russischen Angriffsbefehl: "Vor uns liegt die 32. Infanterie-Division. Sie hatte bisher keiner Niederlagen, nur Erfolge."
Bis zum 17. September 1943 blieb der nunmehrige Generalleutnant Kommandeur dieser Division und wurde dann mit der Führung des L. Armeekorps beauftragt. Mit dieser Dienststellung im Rahmen der Heeresgruppe Nord wurde er am 01. Dezember 1943 zum General der Infanterie befördert und zum Kommandierenden General ernannt. Im Laufe des Rückzuges der Heeresgruppe nach Kurland wurde das Korps des öfteren zur "Gruppe Wegener" verstärkt. So zuletzt im August 1944, als man ihm auch die benachbarten Korps, das X. Armeekorps und das VI. SS-Armeekorps, unterstellte. So konnte unter General der Infanterie Wegener die Front immer wieder stabilisiert werden.
Am 17. September 1944 erhielt Wegener als 97. Soldat der Wehrmacht die Schwerter zum Eichenlaub.
Eine Woche später schrieb der Chef des Generalstabes des L. Armeekorps in das Kriegstagebuch:"11.30 Uhr Kommandierender General befindet sich af der Fahrt von der 21^. Infanteriedivision zum Zwischengefechtsstand Rubene ... In der Höhe Rumbeni kommt der Wagen bei einem Tieffliegerangriff nicht rechtzeitig zum Stehen ... Der Kommandierende General wird schwer verletzt und stirbt kurze Zeit später. ... Durch diesen Verlust hat das L. Armeekorps Kopf und Herz verloren."
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE