58. Schwerterträger Wend von Wietersheim
Generalleutnant


![]()
![]()
Wend von Wietersheim wurde am 18.04.1900 in Neuland im Kreis Löwenberg in Schlesien geboren.
Im 1. Weltkrieg als Fähnrich im Einsatz, wurde er 1919 zum Leutnant befördert und kam 1924 ins Reiter-Regiment 12.
Im Jahre 1934 wurde er, seit dem 01.02.1934 Rittmeister, Chef einer Schwadron im Reiter-Regiment 4 und wechselte 1938 zur Panzerwaffe dort gehörte er als Adjutant zur 3. Panzerdivision, mit der er am Polenfeldzug teilnahm und übernahm im März 1940 als Major und Kommandeur des Kradschützen-Bataillons 1, der 1. Panzerdivision, mit dem am Frankreichfeldzug teilnahm.
Am 01.04.1941 zum Oberstleutnant befördert und ab 20.07.1941 Kommandeur des Schützen-Regiments 113 führte er das Regiment erfolgreich im Feldzug gegen Russland.
In der Nacht vom 19. zum 20.10.1941 wurde in den schweren Abwehrkämpfen vor Kalinin ein stark abgekämpftes Bataillon seines Regiments von überlegenen Feindkräften angegriffen und an einigen Stellen durchbrochen. Oberstleutnant von Wietersheim führte mit Ruhe und persönlicher Tapferkeit einen Gegenstoß und riegelte den feindlichen Einbruch ab. Wäre der Einbruch nicht abgeriegelt werden können, hätte dies den Verlust der Brücke über die Wolga bedeutet. Für die Abwehr des Angriffes wurde von Wietersheim am 10.02.1942, als 854. Soldat des Heeres und der Waffen-SS, mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Nachdem am 06.07.1942 bereits ein Vorschlag zum Eichenlaub beim Heerespersonalamt einging, nachdem der am 01.04.1942 zum Oberst beförderte von Wietersheim, bei den Kämpfen um Szytschewka am 05.07.1942 zusammen mit seiner Kampfgruppe entscheidend bei der Einkesselung gegnerischer Truppen ostwärts Belyj-Tarjowo, beteiligt war. Von Wietersheim stieß mit seinen Soldaten bis nördlich Pushkari vor und reichte dort der 2. Panzerdivision die Hand. Der Vorschlag wurde jedoch abgelehnt.
Am 05.01.1943 ging der 2. Vorschlag ein. Oberst von Wietersheim war danach maßgeblich an den Kämpfen im Dezember 1942 bei Belyj im Raum Rshew beteiligt und trug so dazu bei den eingeschlossenen Gegner zu vernichten. Für beide Taten zusammen erhielt von Wietersheim am 12.01.1943 das 176. Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Aufgrund seiner hervorragenden Führungseigenschaften wird von Wietersheim am 10.08.1943 zunächst zum Führer und unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalmajor, am 01.11.1943 zum Kommandeur der 11. Panzerdivision ernannt.
Von Wieterheims Division bewährte sich bei den Kämpfen um Weihnachten 1943 südöstlich Kirowograds, im besonderen Masse, wofür er unter anderem im Wehrmachtsbericht genannt wurde. Weiterhin ist er im Februar 1944 maßgeblich am Entsatz der bei Tscherkassy eingekesselten Truppen beteiligt. Der Kommandierende General des XXXXVII. Panzerkorps sagte über ihn, das von Wietersheim ein Mann ist, der seiner gesamten Division den "Stempel seiner starken Persönlichkeit" aufdrückte. Von Wietersheim erhielt so am 26.03.1944 die Schwerter zum Eichenlaub.
Die abgekämpfte Division wird daraufhin zur Auffrischung nach Südfrankreich verlegt, wo er am 01.07.1944 zum Generalleutnant befördert wurde.
Nach der alliierten Invasion in der Normandie kämpfte er sich mit seiner Division bis zum Jahresende durch das Rhonetal nach Lothringen durch und übernimmt am 10.04.1945 als Kommandierender General das XXXXI. Panzerkorps welches er jedoch schon am 19.04.1945 an Generalleutnant Rudolf Holste abgibt.
Wend von Wietersheim verstarb am 19.09.1975 in Bad Honnef.EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE