Ritterkreuzträger Dr. Maximilian Wirsching
Hauptmann, Panzertruppe

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Maximilian Wirsching wurde am 23.11.1919 in Altenschönbach/Unterfranken geboren und ging hier zunächst 4 Jahre zur Volksschule, dann an das humanistische Gymnasium in Würzburg und legte dort im März 1939 das Abitur ab. Gleich danach kam er zum RAD bis Ende August 1939.
Am 01.09.1939 kommt er als Fahnenjunker zur Panzer-Ersatz-Abteilung 4, wo er seine Ausbildung erhielt und mit dem Abschluss dieser zur 8. Kompanie (Kmdr. Monfort) des Panzer-Regiments 4 versetzt wurde, wo sie sich in der Bereitstellung zum Frankreich-Feldzug befand.
Im Frankreich-Feldzug Kommandant und Gruppenführer in einem Panzer II, nimmt er an den Kämpfen um Boulogne, Sedan, Doullens und Abbeville teil. Mit Abschluss des Feldzuges kommt Wirsching im September 1940 an die Panzertruppenschule nach Wünsdorf und kommt, nach Anforderung durch die 13. Panzer-Division, als Fahnenjunker-Feldwebel zur Lehrtruppe nach Targoviste/Rumänien. Dort wurde er am 01.02.1941 zum Leutnant befördert.
Als solcher erhielt er den Auftrag mit einigen Panzer nach Bukarest zu fahren um dort einen Putsch niederzuschlagen. Da die Motoren der Panzer bei geschlossenen Hallentoren warmlaufen sollten, zeigten sich jedoch erste Vergiftungserscheinungen der Besatzungen, wodurch diese nicht zum Einsatz kamen. Stattdessen lösten Panzerjäger die gestellte Aufgabe.
Zu beginn des Russland-Feldzuges befand sich Wirsching als Zugführer in der 7. Kompanie des Panzer-Regiments 4. Somit gehörte er auch zu den abgeschossenen Besatzungen bzw. Panzern der 7. Kompanie bei Korostyschew (östlich Shitomir). Hier erhielt er durch sowjetische 7,62-Pak zwei Treffer seitlich in den Motorraum. Bei diesen Kämpfen fiel die komplette Besatzung des Kompaniechefs von Wenserski.
Nachdem man den Mius erreicht hatte, holte ihn der damalige Regimentskommandeur Oberst Dr.-Ing. Olbrich als Ordonnanz-Offizier nach Mariupol, womit Wirsching am gesamten Vormarsch in den Kaukasus teilnahm. Wirsching war ebenfalls zugegen als der Befehlspanzer (versehen mit einer Kanonenattrappe) des Oberst Olbrich von mehreren gegnerischen Pak`s zusammengeschossen wurde.
Während des Rückzuges aus dem Kaukasus, der am 01.01.1943 begann, wurde Wirsching Kompanieführer im Bataillon "Monfort" und am 01.02.1943 zum Oberleutnant befördert. Die Beförderung wurde wegen Tapferkeit auf den 01.04.1942 vorpatentiert.
Im Mai 1943 erhielt sein Panzer III einen Treffer auf die Kuppel, wobei Wirsching durch einen Splitter am Hinterkopf verletzt wurde. Schwer verwundet verbrachte er die nächsten 3 Monate im Lazarett, bis er durch Major Erich Schmidt, als Ordonnanz-Offizier der schweren Panzer-Abteilung 507 angefordert wurde. Doch auch dort fand sich Wirsching sofort auf dem Kampffeld wieder. Wirsching war zunächst Zugführer in der 2. Kompanie, unter deren Chef Hauptmann Schöck. Als Führer seines Zuges erhielt er am 07.07.1944 das Ehrenblatt des Deutschen Heeres, wird dann Chef der Kompanie und übernimmt gar bei Beginn der sowjetischen Januaroffensive 1945, für kurze Zeit die Führung der Abteilung. Dafür wird er am 19.01.1945 namentlich im Wehrmachtsbericht genannt.
Für seine beachtlichen Erfolge im Panzerkampf wird er am 07.02.1945 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Nach den schweren Kämpfen an der Ostfront wird dann die Abteilung herausgezogen und im März 1945 in Paderborn aufgefrischt. Hier wird Wirsching am 01.03.1945 vorzugsweise zum Hauptmann befördert.
Nachdem der Chef der 1. Kompanie der Schweren Panzerjäger-Abteilung 653 Oberleutnant Werner Haberland, am 23.03.1945 verwundet wurde, übernahm Wirsching einige Tage später diese Kompanie und gab sie Mitte April 1945 wieder an Haberland ab. Wirsching übernimmt dann das stellvertretende Kommando über eine Jagdtiger-Abteilung an der Westfront.
Bei Kriegsende war Wirsching zum 9 mal verwundet worden und kam in das Lazarett Landau/Isar und dann nach Straubing, wo es ihm nach drei Monaten gelang, mit Krücken zu fliehen, um so der Gefangenschaft zu entgehen.
Dr. Maximilian Wirsching wählte am 18.04.2004 in Künzelsau den Freitod.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE