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Ritterkreuzträger Eugen Zehnder
Oberfeldwebel, Gebirgsjäger

Eugen Zehnder wurde am 02.03.1917 in Oberurbach, Krs. Waiblingen/Württemberg geboren, absolvierte vom 15.04. bis zum 15.10.1938 seinen Reichsarbeitdienst und trat dann am 14.11.1938 des Infanterie-Regiment 13 bei.
Im Zuge der Mobilmachung befand er sich mit dem 26.08.1939 in der 1. Kompanie des Regiments und nahm an der Sicherung des Westwalls teil.
Nach einem Erholungsurlaub im Januar und Heiratsurlaub im Februar 1940 beginnt auch für Zehnder am 10.05.1940 der Feldzug im Westen, nach dessen Beendigung er im August Erholungsurlaub und im September 1940 Sonderurlaub erhält. Nach Wiederkehr zu seiner Kompanie, wird sein Regiment am 25.10.1940 in Gebirgsjäger-Regiment 13 umbenannt, wo Zehnder auch weiterhin zur 1. Kompanie gehörte.
Nach Weihnachts- und Erholungs-Urlaub beginnt am 22.06.1941 der Feldzug im Osten, wo er erneut im Frühjahr und Ende Herbst 1942 Erholungsurlaub erhält.
Nach Verlegung der 4. Gebirgs-Division in den Westkaukasus erhielt die Division dort den Auftrag vor Tuapse eine wichtige Felsenstellung zu verteidigen. Tag für Tag rannte der Gegner gegen die Stellungen. Zwei Wochen lang jeden Tag und Nacht Angriffe, wodurch die Verluste der Gebirgsjäger enorm stiegen. dennoch hielten sie ihre Stellungen. Vor der stark bewaldeten Gratstellung floss der Gunaika-Bach. Nachdem dem I. Bataillon eine Kompanie Turkmenen beigestellt wurde, die zwar kaum deutsch konnten, aber darum besser zu schießen vermochten, fiel am 17.01.1943 ein MG einer Gruppe aus. Zehnder griff ein feuerbereites MG und stürmte unter stärkstem Feuer zu dieser Gruppe und rette so die Lage. Gegen Nachmittag hielt sich Zehnder am linken Flügel der Kompanie auf, wo ein Gebirgsjäger mit einem Turkmenen sicherte. Da erblickte Zehnder einen gerade im Aufstieg befindlichen feindlichen Stosstrupp von 30 - 40 Mann. Der Turkmene übernahm den Feuerschutz und Zehnder stürmte zusammen mit dem jungen Gefreiten den Kamm hinunter und überrannte den Trupp des Gegners. Damit erreichte er einen bedeutsamen Erfolg in der Abwehr in diesem Abschnitt und erhielt dafür am 07.03.1943 als Oberjäger und Gruppenführer in der 1. Kompanie des Gebirgsjäger-Regiments 13 das Ritterkreuz. Damit auch mit Sonderurlaub bedacht kehrte er am 28.05.1943 wieder zur Kompanie zurück, wo er im Juli 1943 verwundet worden sein muss, da er laut Meldung vom 04.07.1943 in das Gebirgsjäger-Ersatz-Bataillon II./98 wechselte. Vom 07.07. bis zum 15.07.1943 im Feldlazarett (mot.) 676 und vom 15.07. bis zum 17.08.1943 im Heeres-Genesungs-Heim Gaspra-Koreis auf der Krim, kehrt Zehnder am 18.08.1943 wieder zu seiner 1. Kompanie zurück. Dort wird er am 30.10.1943 schwer verwundet und verliert dabei ein Auge.
Über das Kriegs-Lazarett 4./533 (R) kommt er zur Ersatz-Truppe und am 30.11.1943 in die Genesenden-Kompanie des Gebirgsjäger-Ersatz-Bataillons II./98. Nach Genesungsurlaub und im Januar 1944 auf Urlaub  durch eine Freiplatz-Spende, wechselt er laut Meldung vom 22.02.1944 von der 1. Genesenden-Kompanie II, des Gebirgsjäger-Ersatz-Bataillons II./98 in die Marsch-Kompanie des Bataillons. Möglicherweis kehrte er dann wieder zu seinen ehemaligen Regiment zurück, und erhielt bis 11.01.1945 mehrere Male Urlaub.
Laut Soldbuch kommt Zehnder am 01.03.1945 in die 1. Marsch-Kompanie 99 und gerät im Mai 1945 in alliierte Gefangenschaft, die ihn unter anderem nach Darmstadt und Heilbronn führt. Im November 1945 erfolgte dann die Entlassung.
Eugen Zehnder verstarb am 18.04.1991 im Urbach, Krs. Waiblingen.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Oberschütze 01.10.1939 (ernannt) Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 07.03.1943
Gefreiter 01.12.1939 Eisernes Kreuz II. Klasse 23.07.1941
Obergefreiter 01.12.1940 Eisernes Kreuz I. Klasse 10.02.1942
Oberjäger 01.05.1942 Verwundetenabzeichen in Schwarz 15.08.1941
Feldwebel 12.03.1943 wegen Tapferkeit vor dem Feind m. Wirk. v. 01.03.1943 Verwundetenabzeichen in Silber 02.12.1943
Oberfeldwebel 01.03.1945 Infanterie-Sturmabzeichen in Silber 20.08.1941
Medaille Winterschlacht im Osten 01.08.1942
Rumänische Medaille "Kreuzzug gegen den Kommunismus" mit oxydierte Spange "Kaukasus" 01.09.1943
Nahkampfspange in Bronze 01.09.1943

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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