Werner Ziegler wurde am 30.04.1916 in Hausach, Krs.
Wolfach/Schwarzwald geboren und trat 1936 dem Infanterie-Regiment 20 in
Regensburg bei. Im Jahre 1939 zum Leutnant der Reserve befördert und am
01.09.10939 als aktiver Offizier übernommen, nimmt er an den Kämpfen der
73.
Infanterie-Division des 2. Weltkriegs teil.
Am 03.10.1939 übernimmt er den Posten des Adjutanten des I. Bataillons des
Infanterie-Regiments 186, mit dem er im Mai 1940 aus dem Raum Merzig kommend
auf Rethel vorgeht und an den Kämpfen an den Aisne-Übergängen bei Trugny
teilnimmt. Weiterhin kommt es zu Kämpfen an der Somme. Nach Feldzugende
verbleibt die Division zunächst als Besatzungstruppe bis Februar 1941 in
Frankreich, wo Ziegler am 01.10.1940 zum Führer der 2. Kompanie seines
Regiments ernannt wird.
Im März 1941 verlegt die Division nach Rumänien und sicherte dort den Raum
Alexandria, dem sich ein marsch durch Bulgarien anschloss. Im April 1941 nahm
die Division am Balkanfeldzug teil und stieß über Köstendil über Prilep in den
Raum nordostwärts Belgrads vor. Nach Ende der Kämpfe zunächst erneut
Besatzungstruppe verlegte die Division anschließend zurück nach Rumänien und
nahm dann am Juni 1941 am Ostfeldzug teil. Über Kishinev ging man über den
Dnjestr, dem sich die Durchbruchskämpfe an der Stalin-Linie anschlossen. Es
folgten Kämpfe am Dnjepr und im Raum Perekop, dem Eingang zur Krim. Dort
durchgebrochen gelang es bis Jahresende Feodosia und die Halbinsel Kertsch zu
erobern. Für diese Kämpfe wird er am 31.12.1941 als Leutnant und Führer der 2.
Kompanie mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Im Januar 1942 steht die Division im Raum Taganrog und besteht in schweren
Stellungskämpfen am Mius und stieß während der deutschen Sommeroffensive bis
Krasnodar vor, worauf heftige Kämpfe im Kubangebiet folgten. Bei den Kämpfen
um Noworossisk bewährte sich Ziegler erneut auf das Besonderste und erhielt
dafür am 08.09.1942 als Oberleutnant und Führer der 2. Kompanie des
Infanterie-Regiments 186 das 121. Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Kurze Zeit später zum Hauptmann befördert, übernahm er das Kommando über das
I. Bataillon, das er durch die schweren und verlustreichen Kämpfe im Raum
Noworossisk, im Besonderen um den Myshako-Berg, führte.
Am 01.05.1943 zum Major befördert und ab dem 01.07.1943 im Stab des V.
Armee-Korps, wechselt Ziegler anschließend in den Stab der 19.
Panzer-Division.
Am 06.03.1944 übernimmt er die Führung seines alten Regiments, dem
Grenadier-Regiment 186 und nahm mit diesem an der Verteidigung der Halbinsel
Kertsch teil. Es folgten dann die schweren Kämpfe durch die Krim nach
Sewastopol, wo die Division am 08.05.1944 zerschlagen wurde. Die Reste der
Division gelangten nach Constanza/Rumänien und bildeten den Stamm der
wiederaufgestellten neuen 73. Infanterie-Division mit Befehl des OKH am
16.06.1944 beim Oberbefehlshaber Südost in Ostungarn.
Am 01.06.1944 übernahm Ziegler, nun als Oberstleutnant, die Führung über sein
altes Regiment und nahm an den Kämpfen nordostwärts Warschau teil, wo es im
August 1944 zu schwersten Kämpfen im Raum Modlin kam. Anschließend übernahm er
dann das Kommando über das Grenadier-Regiment 1122 der neu aufgestellten 558.
Volks-Grenadier-Division bis er im Herbst 1944 an der Ostfront erneut
verwundet wurde. Für seine Abwehrerfolge als Führer des Grenadier-Regiments
186 erhielt er am 23.10.1944 die Schwerter zum Eichenlaub.
Wieder genesen kommt Ziegler in den Stab des V. Armee-Korps und geriet bei
Kriegsende in alliierte Gefangenschaft, aus der er bereits 1946 wieder
entlassen wurde.
Im Jahre 1956 trat er der Bundeswehr bei, wo er unter anderem im Oktober 1962
zum stellvertretenden Kommandeur der Panzergrenadier-Brigade 32 und am
01.08.1964 zum Kommandeur der Panzergrenadier-Brigade 19 ernannt wird. Zum
Oberst befördert, wird Ziegler am 10.10.1967 in den Ruhestand verabschiedet.
Werner Ziegler verstarb am 15.04.2001 in Oftersheim.