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Ritterkreuzträger Kurt Zitzen
Hauptmann der Reserve, Sturmgeschütztruppe

Kurt Heinrich Zitzen wurde am 25.03.1916 in Lobberich/Kreis Kempen geboren und leistete ab dem 01.04.1937 seinen Arbeitsdienst im Hunsrück ab, bis er am 01.10.1937 der Beobachtungs-Abteilung 17, unter Major Hauser, in Ansbach beitrat.
Nach Einsätzen im Sudentenland, Österreich und in der Tschechoslowakei, wird die Einheit an den Westwall verlegt und kommt dann zum Stellungsbau nach Oberschlesien.
Zitzen nimmt dann am Polen-Feldzug teil, wo die Abteilung unter Major Meridies der 17. Infanterie-Division unterstellt wurde. Die Division hielt den Einsatz einer Beobachtungs-Abteilung zunächst nicht für notwendig und teilte die Abteilung dem Divisionstross zu.  Als die Division die Warthe erreichte empfahl der Abteilungs-Kommandeur den Einsatz der FU-Staffel Licht und Schall, um den Übergang gegen fdl. Artillerie zu sichern. Die Division lehnte ab und erkannte dann gegen Abend das ein Übergang aufgrund der gegnerischen Artillerie nicht möglich war. Als die Beobachtungs-Abteilung dann doch vorgerufen wurde, erfasste diese Nachts drei Feindbatterien, die von der eigenen schweren Artillerie-Abteilung der Division bekämpft werden sollte. Der Kommandeur dieser Abteilung versagte jedoch den scharfen Schuss, da seine Abteilung jetzt Nachtruhe habe. Am nächsten Tag war der polnische Gegner dann jedoch schon abgezogen.
Bereits am 17.09.1939 befindet sich die Abteilung in Trier und kommt somit am Westwall zum Einsatz. Die Soldaten der Beobachtungs-Abteilung 17 berichteten, das wenn man mit Stahlhelm erschien der Gegner sofort zu feuern begann. War man nur mit einer Feldmütze bekleidet blieb es ruhig.
Am 01.12.1939 kommt Zitzen zu einem Reserve-Offiziers-Anwärter-Lehrgang an die Artillerieschule II nach Jüterbog. Mit Ende des Lehrgang zu seiner Abteilung zurückgekehrt und nimmt mit dieser am Westfeldzug, wieder im ungeliebten Verbund mit der 17. Infanterie-Division. Über die Stadt Luxemburg ging es weiter nach Longwy, nachdem man sich von der 17. Infanterie-Division trennte. Es kam zu Einsätzen gegen die Maginot-Linie, wo man bspw. das Feuer auf das Panzerwerk 505 leitete. Über Inor begleitete die Abteilung den Vorstoss auf Verdun und stand mit ersten teilen der Abteilung am 14.06.1940 auf dem Douaumont. Weiter über Mars-la-Tour nach Gravelotte, musste sich die Abteilung mit der grotesken Situation auseinandersetzen zunächst festzustellen, ob sich der Gegner ergeben oder weiterkämpfen will. Bei Feldzugende stand die Abteilung im Raum Nancy und verlegte dann in den Raum Avelghem, Heestert zur Übung der Operation "Seelöwe". Dort erfolgte dann am 01.08.1940 die Versetzung als Ausbildungs-Offizier zur Beobachtungs-Abteilung 7, die im Raum Arras lag und Ende September in die Winterquartiere nach Armentieres umzog. Von dort verlegte die Abteilung bis zum 20.05.1941 nach Lossinow im Osten.
Kurz vor Beginn des Ostfeldzuges meldete sich Zitzen am 20.06.1941 freiwillig zur Sturmartillerie und nahm dann mit der Sturmgeschütz-Abteilung 177 am Ostfeldzug teil. Zum Chef der 2. Batterie ernannt wurde die Batterie am 10.07.1943 einem Grenadier-Bataillon der 86. Infanterie-Division zugeteilt, das im bereich des Bahnhofs Ponyri lag. Zum späten Nachmittag erkannte man die Bereitstellung eines gegnerischen Infanterie-Bataillons, woraufhin die 5 Sturmgeschütze der Batterie nach vorn fuhren und diese Bereitstellung zerschlugen. Doch übersah man die dahinter in Stellung gegangenen ca. 30 Panzer, die in der Dunkelheit angriffen. Zitzen liess sie bis auf 200 Meter herankommen und eröffnete dann das Feuer. In nur 15 Minuten verlor der Gegner 15 schwere und einen überschweren Panzer, weitere vier wurden bewegungsunfähig geschossen. Zitzen selbst schoss 6 Panzer ab. Für diesen Erfolg und für insgesamt 22 abgeschossene Panzer, erhielt Zitzen am 04.08.1943 als Oberleutnant der Reserve, Geschütz-Führer und Chef der 2. Batterie der Sturmgeschütz-Abteilung 177 das Ritterkreuz.
Am 24.12.1943 wird er verwundet, kann zunächst bei der Truppe verbleiben, um dann aber doch ins Lazarett verlegt zu werden. So kommt er dann am 02.06.1944 zur Sturmgeschütz-Ersatz- und Ausbildungs-Abteilung 400 nach Aalborg in Dänemark, wo er eine Kommandierung zur Deutschen Ausbildungs-Leitung nach Bukarest erhält. Dort wird er in der Abteilung 404/Panzertruppe des Deutschen-Ausbildungs-Kommandos eingesetzt und gerät am 03.09.1944 in sowjetische Gefangenschaft, aus der er erst am 27.09.1953 entlassen wird.
Kurt Zitzen verstarb am am 24.08.1993 in Viersen.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Leutnant der Reserve 11.07.1940 -1800- m. Wirk. v. 01.07.1940 (RDA v. 01.07.1940-996) Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 04.08.1943
Oberleutnant der Reserve 29.06.1942 -1680- m. Wirk. v. 01.07.1942 (RDA v. 01.07.1942 -1505) Eisernes Kreuz II. Klasse 21.10.1941
Hauptmann der Reserve 31.12.1943 -2680- m. Wirk. v. 01.12.1943 (RDA v. 01.11.1943 -1905) Eisernes Kreuz I. Klasse 19.01.1942
Verwundetenabzeichen in Schwarz ???
Verwundetenabzeichen in Silber ???
Allgemeines Sturmabzeichen ???

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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