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Ritterkreuzträger Hans Bartels
Korvettenkapitän, Minensucher

11.05.194019.02.194020.12.1939

Hans Bartels wurde am 05.07.1910 in Frankfurt/Main geboren und trat in den Dreißiger Jahren der damaligen Reichsmarine bei, wo er am 01.01.1933 zum Fähnrich zur See und am 01.04.1935 zum Leutnant zur See befördert wurde.
Nach der Beförderung zum Oberleutnant zur See, am 01.01.1937, erhält er am 05.03.1939 das Kommando über den Minensucher "M 1" und wird so am 01.10.1939 zum Kapitänleutnant befördert. Bereits im Polen-Feldzug nimmt er mit seinem Boot, unter dem Motto "Zähne zeigen...Angreifen... zerschlagen" teil.
Mit seinem Boot auch in Norwegen eingesetzt, nahm er auf dem Weg nach Kristiansund die Besatzung eines abgestürzten Kampfflugzeugs auf, darunter den Staffelkapitän des Löwengeschwaders, Major Schäper. In Kristiansund  und Umgebung brachte "M1" unter anderem einen Zerstörern 3 Torpedoboote und 4 bewaffnete Walfänger auf, die allesamt in den Dienst der dt. Kriegsmarine gestellt wurden. Bartels schütz ein dt. Flugsicherungsschiff, das dringend benötigtes Flugbenzin zum Hafen und Flughafen Sola bei Stavanger bringt. Dort angekommen, erfährt er das der Hafen gänzlich ohne Schutz ist und unternimmt sofort die Sicherung des Hafens, baut Geschütze eines auf Grund gelegten norweg. Zerstörers aus und schleppt einen norweg. 6000-BRT-Dampfer vor die Hafeneinfahrt. Der Admiral Westküste Otto von Schrader besucht das erste in Bergen eingelaufene dt. Schiff und bezeichnet Bartels als den "Tiger der Fjorde", woraufhin Bartels und die Besatzung aktiv werden, das Schiff entsprechend anmalen und eine Flagge hisst, die "Tigerflagge".
Am 15.04.1940 überführt "M1" 240 Heeressoldaten nach Bergen und bringt auf der Rückfahrt 13 Dampfer eines Konvois auf und überführt diese mit Zelluloid und Stückgut beladenen Schiffe nach Stavanger, wo er noch an Löscharbeiten eines Brandes teilnimmt.
Nachdem das Artillerieschulboot "BREMSE" auf einen Felsen auffuhr und liegen blieb, konnte es in 21/2 Tagen durch Bartels abgeschleppt und in Sicherheit gebracht werden.
Zusammen mit der 1. Schnellbootsflottille, unter Kapitänleutnant Heinz Birnbacher, drang Bartels in den Hardangerfjord ein, erreichte Ulvik und sicherten dort den deutschen Frachtdampfer "AFRIKA", der jedoch im Sinken begriffen war nachdem die Norweger bei Ankunft des dt. Flottenverband, die Flutventile öffneten. Kurz nach Anlandung eröffneten norwegische Soldaten an Land das Feuer, töteten einen dt. Offizier und verwundeten 12 Seemänner. Als Vergeltung dafür ließ Bartels das Feuer auf den Ort eröffnen und zerstörte dabei 54 Häuser. Ausgenommen wurde lediglich die Kirche des Ortes. Am Tag danach übernahm das Boot erneut Truppentransportaufgaben, und übernahm das zuvor von den Norwegern erbeutete dt. Motorschiff "CLAIRE HUGO STINNES" und nahm weitere Dampfer als Prise während des Rückmarsches nach bergen.
Bartels erhielt für seine Leistungen am 16.05.1940 das Ritterkreuz. Kurze Zeit später, am 26.05.1940 gab er das Kommando seines Bootes ab und wird Führer des Küstensicherungsverbandes beim Admiral Norwegische Westküste. Dabei standen Bartels zunächst nur vier Fischkutter und zwei Vorpostenboote zur Verfügung. Nach vier Monaten verfügte er dann jedoch über 45 Schiffe die bewaffnet und mit Besatzungen aufgefüllt waren. damit war die Flottille ab Oktober 1940 einsatzfähig. Jedes Schiff der Flottille erhielt dann auch Bartels Erkennungszeichen, die Tigerflagge.
Nachdem am 13.10.1940 drei Räumboote durch Minen verlustig gingen, rüstete Bartels mehrere norweg. Fischerboote um, stattete sie mit dem nötigen milit. Gerät aus und schuf so die kleinste Minensuchflottille der Kriegsmarine. Dabei handelte es sich um 12 Boote, die alle den Namen "ZWERG" erhielten. "ZWERG 7" wurde dann nach Berlin geschafft und dort Grossadmiral Erich Raeder vorgeführt.
Am 07.12.1942 wechselt er als I. Offizier auf "Z 24" und übernimmt am 12.08.1943 das Kommando über das Torpedoboot "T 14". Als solcher wird Bartels am 01.10.1943 zum Korvettenkapitän befördert.
Im August 1944 wechselt er in den Kleinkampfverband der Kriegsmarine, wo er das Lehrkommando 250 übernimmt und als Entwickler die "Biber"-Einheiten der Kriegsmarine befehligt.
Nach Kriegsende in britischem Gewahrsam, wird Bartels einem Minenräumkommando zugeteilt, wo er am 31.07.1945, nahe Rendsburg, bei einem Unfall ums Leben kommt.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Fähnrich zur See 01.01.1933 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 16.05.1940
Leutnant zur See 01.04.1935   Eisernes Kreuz II. Klasse 19.02.1940
Oberleutnant zur See 01.01.1937   Eisernes Kreuz I. Klasse 11.05.1940
Kapitänleutnant 01.10.1939   Medaille zur Erinnerung an den 1.10.38 20.12.1938
Korvettenkapitän 01.10.1943   Dienstauszeichnung IV. Klasse 02.10.1936
      Minensuch-Kriegsabzeichen ???

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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