Ritterkreuzträger Klaus Bargsten
Kapitänleutnant, U-Boot-Waffe

Klaus Bargsten wurde am 31.19.1911 in Bad Oldesloe, als Sohn einer aristokratischen Mutter und eines Grundbesitzers geboren. Sein Großvater verdiente sein Geld mit der Herstellung von Landmaschinen und im Bankenwesen. 
Nach dem Abschluss seiner schulischen Laufbahn, meldete sich Bargsten zur Handelsmarine, wo er zum Handelsmarine-Offizier ausgebildet wurde. So fuhr er später für den Norddeutschen Lloyd auf verschiedenen Frachtern, sowie auch auf der SS "EUROPA". Er trat der NSDAP bei, doch aufgrund der Kritik innerhalb der Familie später wieder aus.
Im April 1936 trat er der Kriegsmarine bei und versah als Fähnrich zur See, seit Juli 1936, seinen Dienst zunächst auf der Admiralsjacht "GRILLE".
Nach der Beförderung zum Leutnant zur See, am 01.04.1938, meldete er sich im April 1939 zur U-Boot-Waffe und kommt im August 1939 als Wachoffizier auf "U-6", unter dem Kapitänleutnant Matz, wo er am 01.10.1939 zum Oberleutnant zur See befördert wurde. Nach zwei kleinen Ausfahrten, verlässt er das Boot und übernimmt im Oktober 1939 zunächst den Posten eines Zugführers an der U-Schule Neustadt.
Im November 1939 wechselt er als Adjutant zur U-Schul-Flottille, bzw. im Januar 1940 an die U-Schule Neustadt unter Korvettenkapitän Hans Ibbeken. Während dieser Zeit heiratete er und liess sich häuslich in Bremen nieder.
Im März 1940 erhält er eine Baubelehrung und wird im April 1940 als I. Wachoffizier auf "U-99" versetzt. Dort nahm er an allen erfolgreichen Feindfahrten unter Kapitänleutnant Otto Kretschmer teil, bis auf die letzte und war so an 31 Versenkungserfolgen mit 252.100 BRT beteiligt.
Im Januar 1941 verlässt Bargsten "U-99" und nimmt an einem Schiess- und Kommandantenlehrgang bei der 24. U-Flottille bis zum 16.02.1941 teil. Danach folgte eine Baubelehrung auf U-563 vom 17.02.41 bis zum 26.03.41, nach dem er Kommandant des Bootes wurde. Nach einer kurzen Ausbildungszeit ging man am 27. März 1941 auf die 1. Feindfahrt. Bis zum 15. März 1942 fuhr er 3 Feindfahrten und versenkte dabei den britischen Zerstörer "COSSACK" und den britischen Dampfer "ALHAMA" von 1.352 BRT.  Während einer Feindfahrt wird sein Boot von einem dt. Flugzeug angegriffen, das dachte das es sich bei dem Boot um ein britisches handelte. Das Boot tauchte und der Flieger funkte die Versenkung eines britischen U-Bootes. Bargsten funkte ebenfalls das es sich bei dem britischen Boot um "U-563" handelte. Auf der 3. Feindfahrt vom Brest in Richtung Mittelmeer, im Dezember 1941, wird das Boot im Golf von Biskaya von einem brit. Flugzeug angegriffen. Das Flugzeug wirft 6 Wasserbomben und das Schiff taucht ab. Durch Treffer war das Boot aber gezwungen wieder aufzutauchen. Der Flieger griff daraufhin mit seinem Bord-MG an und verletzte außer zwei Besatzungsmitglieder, Bargsten durch zwei Schüsse an der Schulter. Die Fahrt konnte nicht fortgesetzt werden und man erhielt den Befehl in Lorient festzumachen. Dort wurde festgestellt das die Reparatur nur auf einer dt. Werft erledigt werden konnte. Das Problem an der Überführung war, das das Boot nicht tauchfähig war. Während eines Zwischenhalts in bergen, schießt ein Betrunkenes Besatzungsmitglied Bargsten in den Fuß. Der Mann muss sich dafür später verantworten. Mitte Januar 1942 erreicht Bargsten schließlich Hamburg.
Vom 01.04.42 bis  02.06.42  folgte eine Baubelehrung bei der Kriegsschiff-Bau-Lehr-Abteilung 8 auf U 521 und die Übernahme des Kommandos auf diesem Boot am 03.06.1942.
Auf der 1. Feindfahrt vom
03.10.42 bis zum 08.12.42 versenkte er  5 Handelsschiffe mit 12.351 BRT und eine Korvette. Auf der 2. 4 Handelsschiffe und einen Hilfs-U-Boot-Jäger mit 7.950 BRT, ab Januar 1943 vom U-Bootstützpunkt Lorient aus, mit Ziel Azoren. Auf dieser Feindfahrt kollidiert er fast mit einem weiteren U-Boot, welches 50 Meter vor der Kiellinie das Bargsten-Boot passiert. Das Manöver wurde durch amerikanische Zerstörer beobachtet, die "U-521" daraufhin angriffen. Insgesamt werfen diese über 70 Wasserbomben, konnten jedoch nur geringen Schaden anrichten. Mitte März 1943 kehrt er nach Lorient zurück.
Nach Urlaub in Bremen, wo er einen Luftangriff erlebt, kehrte er am 29.04.1943 nach Lorient zurück und wird dort am 30.04.1943 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet, das ihm am 02.05.1943 durch Korvettenkapitän Hans Rösing überreicht wurde.
Am 05.05.1943 fährt "U-521" zu seiner letzten Feindfahrt, mit Ziel der amerikanischen Ostküste bei Kap Hatteras. Dort traf es am 30.05.1943 ein.
Am 02.06.1943 werden Schraubengeräusche gehört, die aber auslaufen. Bargsten liegt, auf einer Tiefe von 31 Metern, in seiner Koje und liest ein Reisebuch. Über Wasser macht sich der amerikanische U-Bootjäger PC 565 zum Angriff bereit. Gegen 12.29 Uhr wirft dieses die ersten 5 Wasserbomben, die erheblichen Schaden anrichten. Es kommt zum Wassereinbruch. Bargsten gibt den Befehl tiefer zu gehen. Der LI meldet eine Tiefe von 150 Metern, was Bargsten nicht glaubt, doch der LI bestätigt 160... 170 Meter. Bargsten gibt den Befehl alle Tanks zu öffnen. Erst später realisierte er das die Anzeige wohl beschädigt war. Als das Boot an die Oberfläche stößt, ist der U-Jäger ca. 400 Meter vom Boot entfernt. Bargsten steht im Turm um sich ein Bild von der Situation zu machen, während mittlerweile zwei U-Jäger das Boot unter Feuer nehmen. Bargsten gibt den Befehl zum Fluten und zum Verlassen des Schiffes. Doch das Boot sinkt schneller als die Crew aussteigen kann. PC 565 nähert sich der Versenkungsstelle und wirft gegen 12.43 eine weitere Wasserbombe und nimmt dann den einzigen Überlebenden auf. Kapitänleutnant Bargsten. Gegen 13.25 werden Ölflecken beobachtet - "U-521" war mitsamt seiner gesamten Besatzung gesunken. Das letzte was er sah war, wie sein LI die Leiter hochkam, aber vom Wasser wieder heruntergespült wurde. Das Boot versank buchstäblich unter Bargstens Füssen. Ray Lankheim, der Schütze am Bord des U-Jägers hatte den Befehl erhalten "kill them all", doch konnte er den wehrlosen Mann im Wasser nicht erschießen.
Bargsten wird sofort vernommen und teilt seinen Verhörern verschiedene Anekdoten aus der Deutschen Kriegsmarine mit.
Er verweilte vom 02.06.43 bis zum 30.11.46 in alliierter Kriegsgefangenschaft.
Als Bargsten 1975 zum Treffen der Besatzung des U-Jägers PC 565 eingeladen wurde, kam er. Bargsten und die Besatzung schlossen Freundschaft.
Klaus Bargsten starb in Bremen am 13. August 2000 im Alter von 88 Jahren.

EHRE IHREM ANDENKEN - GOTT GEBE IHNEN DIE LETZTE RUHE

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