Ritterkreuzträger Helmut Bastian
Kapitänleutnant, Kleinkampfverbände


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Helmut Bastian wurde am 17.11.1916 in Kiel geboren. Sein Vater war der spätere Admiral Max Bastian, der u. a. auch das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes trug.
Am 01.04.1936 trat er, nach seinem Abitur, als Offiziersanwärter in die Kriegsmarine ein. Nach der Grundausbildung auf dem Segelschulschiff „GORCH FOCK“, reiste er an Bord des Schulkreuzers „EMDEN“ nach Fernost.
Nach seiner Rückkehr ging er an die Marineschule Flensburg-Mürwik um die theoretische Ausbildung zu absolvieren. Anschließend erhielt er die Versetzung zur 4.Torpedobootsflottille die während des Spanischen Bürgerkrieges in den dortigen Gewässern kreuzte. Dem schloß sich die Beförderung zum Leutnant zur See an. Seine nächste Dienststellung führte ihn an Bord des Zerstörers „WILHELM HEIDKAMP“.
Ab September 1939 erlebte Bastian an Bord dieses Zerstörers Einsätze in der Nordsee und im Nordatlantik. Während der Besetzung Norwegens war er als Torpedooffizier an Bord des Zerstörers „BRUNO HEINEMANN“. Nach Abschluss des Unternehmens wurde Bastian zum Oberleutnant zur See befördert und kam als Flaggleutnant (= Adjutant) zum Flottenchef Admiral Otto Schniewind.
Nach der abermaligen Beförderung am 07.01.1943 zum Kapitänleutnant, übernahm er das Torpedoboot „MÖWE“ mit dem er 115 Feindfahrten im Kanal und der Biscaya durchführte. Am 09.06.1944 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold, für seinen persönlichen Einsatz während eines Torpedoangriffs auf 6 alliierte Schlachtschiffe vor der Invasionsküste, ausgezeichnet.
Nach der Versenkung der „MÖWE“ am 15.06.1944 in Le Havre, erhielt er den Auftrag eine Sprengboot-Flottille aufzustellen. Für die Erfolge seiner Flottille im Einsatz (u. a. 8 Transportschiffe mit 40.000 Bruttoregistertonnen, einen Zerstörer, ein Bewachungsschiff und zwei weitere Kriegsschiffe versenkt, sowie zwei Frachter schwer beschädigt) bekam Bastian als Chef der Kleinkampfflottille 211 am 03.11.1944 das Ritterkreuz.
Bei Kriegsende unterstand ihm die 4.Kleinkampfmittel-Division, die in Holland stationiert war. Seine ca. 1500 unterstellten Soldaten führte er sicher ins Reichsgebiet.
Nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft gründete Bastian 1948 in Bremen eine eigene Reederei, mit dem Namen "Helmut Bastian" und führte diese 40 Jahre lang erfolgreich. Nach dem Krieg war Lehmann-Willenbrock als Kapitän zur See bei der deutschen Handelsmarine. Mit dem Motorfrachter "INGA BASTIAN" der Reederei Helmut Bastian retteten Lehmann-Willenbrock und seine Mannschaft in der Nacht zum 21. März 1959 unter besonders widrigen Umständen vor der brasilianischen Küste 57 Schiffbrüchige des brennenden brasilianischen Frachters "COMMANDANTE LYRA".
Helmut Bastian starb am 07.03.1996 im Alter von 79 Jahren in Bremen.EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE