Karl Bergelt wurde am 27.04.1902 in Grumbach bei Annaberg-Buchholz im Erzgebirge geboren.
Nach Beitritt zur Reichsmarine, der späteren Kriegsmarine, wird er am 01.10.1934
zum Kapitänleutnant befördert und am 01.10.1937 zum Chef der 1.
Räumbootsflottille ernannt. Mit dieser nimmt er u.a. auch am Polen-Feldzug teil,
wobei die Flottille Minensuchdienste in der Danziger Bucht übernimmt.
Anschließend folgen Einsätze in der Nord- und Ostsee im Sicherungsdienst.
Nach Ende des Polenfeldzuges übernimmt Bergelt am 01.11.1939 den Posten des 2.
Adjutanten bzw. ist Referent P II bei der Marinestation Ostsee. Seine Nachfolge
als Chef der 1. Räumbootsflottille übernimmt dabei Korvettenkapitän Walter
Berger.
Am 27.02.1941 wird er als Nachfolger des Korvettenkapitäns Neitzel, zum Chef der 1. Minensuchflottille ernannt und erringt
dabei zahlreiche Erfolge, so dass ihm am 03.08.1942 das Ritterkreuz verliehen
wird. Bergelt stand dabei mit seiner Flottille vor allem im Sicherungsdienst an
der Nordsee, bei Holland, Frankreich und der Biscaya. Weiterhin nimmt sie in der
Nacht vom 11. auf den 12.02.1942 durch das Minensuchgeleit am Durchbruch
deutscher Schlachtschiffe durch den Ärmelkanal teil. Sein Ritterkreuz verdiente
er sich mglw. im Sommer 1942 bei der kurzfristigen Verlegung der Flottille in
die östliche Ostsee zum Durchbruch durch die Irbenstraße und der Teilnahme an
der Eroberung der Baltischen Inseln.
Kurze Zeit später zum Fregattenkapitän befördert, erhält er am 26.03.1943 die
Versetzung als deutscher Stabschef beim italienischen Admiral Messina. Seine
Nachfolge als Chef der 1. Minensuchflottille übernimmt Korvettenkapitän von
Grumbkow.
Zwei Monate später im Mai 1943 wird er Führer der 7. Sicherungs-Division und
damit Nachfolger des Ritterkreuzträgers Heinrich Bramesfeld. Die Division wurde
im Mittelmeerraum eingesetzt, wobei der Gefechtsstand der Division im Mai 1943
von Trapani nach Livorno verlegt wurde. Kurze Zeit später gibt Bergelt die
Führung der Division jedoch wieder ab und übernimmt ab dem 13.07.1943
die Führung der 3. Sicherungs-Division und damit die Nachfolge des
Korvettenkapitäns Notholt, der die Flottille selbst nur nebenamtlich geführt
hatte. Der Gefechtsstand stand bis Mitte Juli 19044 in Nostang und verlegte dann
nach Kernevel bei Lorient. Im August 1944 wurde der Stab zunächst verkleinert
und schließlich im September 1944 aufgelöst.
Am 29.11.1944 erfolgte die Versetzung zunächst zur Wahrung der Geschäfte des
Chefs des Stabes beim Befehlshaber der Sicherungsstreitkräfte, später wird er
dann zum Chef des Stabes ernannt und erlebt so das Kriegsende.
Karl Bergelt verstarb am 01.09.1966 in Gütersloh.