Heinz Birnbacher wurde am 26.05.1910 in Villach geboren, besuchte das
Gymnasium in Villach-Peraustrasse, wo er 1929 die Matura ablegte und trat am
09.10.1930 als Seekadett der Reichsmarine bei. Dort am 01.04.1939 zum
Kapitänleutnant befördert, übernahm er am 01.12.1939 von Kapitänleutnant Kurt
Sturm (Ernennung am 25.11.1939) das Kommando über die 1. Schnellbootsflottille
und erhält dafür am 17.06.1940 das Ritterkreuz. Mit seiner Flottille nahm
Birnbacher am Unternehmen "Weserübung" teil. Dort nahm die Flottille im
Rahmen der Gruppe 3 an der Eroberung Bergens teil, dabei versenkte die Flottille
das norwegische Torpedoboot "SAEL" unter Fähnrich zur See L. Gulbrandsen.
Weiterhin kam es zu Anlandungen von Soldaten im Haugesund und gegen Voss.
Mit seinem Boot auch in Norwegen eingesetzt, wo er zusammen mit dem Minensucher
"M 1", unter Kapitänleutnant
Hans Bartels, in den
Hardangerfjord eindrang und Ulvik erreichte und sicherten dort den deutschen
Frachtdampfer "AFRIKA", der jedoch im Sinken begriffen war, Nachdem die
Norweger bei Ankunft des dt. Flottenverband, die Flutventile öffneten. Kurz nach
Anlandung eröffneten norwegische Soldaten an Land das Feuer töteten einen dt.
Offizier und verwundeten 12 Seemänner. Als Vergeltung dafür liess Bartels das
Feuer auf den Ort eröffnen und zerstörte dabei 54 Häuser.
Im Zuge des Westfeldzuges verlegte die Flottille erst am 19.05.1940 von Bergen
nach Borkum und griff ab dem 21.05.1940 in die Kämpfe ein. Dort bekämpft die
Flottille den brit. Geleitzug CW.8 erfolgreich und versenkt drei Schiffe mit
2480 BRT. Später folgen Einsätze gegen den Konvoi CW.9, sowie erfolgreiche
Einsätze gegen ein Konvoi am 04.09.1940. Bei einem Angriff auf einen weiteren
Konvoi in der Nacht vom 07. auf den 08.03.1941 versenkt die Flottille 5
Frachter.
Im Zuge des Unternehmens "Barbarossa" kommt Birnbacher mit seiner
Flottille in der Ostsee zum Einsatz und verlegte am 24.05.1942 nach Konstanza am
Schwarzen Meer. Zuvor hatte die Flottille an der Legung der "Juminda"-Minensperren
in der Ostsee teilgenommen
Nach der Verlegung auf die Krim, nahm man ab dem 17.06.1942 an den Kämpfen im
Bereich der Festung Sewastopol teil und versuchte teilweise erfolgreich den
Nachschub in die Festung abzuschneiden.
Am 19.10.1942 wechselt er als I.O auf den Zerstörer "Z 23" und am
11.08.1943 als Kommandant auf den Zerstörer "Z 25", bzw. am 01.12.1943 "Z
24". Birnbacher nimmt dabei an den Ausbruchversuchen des ital.
Blockadebrechers "HIMALAYA" in der Biskaya teil.
Als Kommandant von "Z 24" gehört Birnbacher der 8. Zerstörer-Flottille unter
Kapitän zur See Erdmenger an und nimmt weiterhin an Einsätzen in der Biskaya und
im Nordatlantik teil. Beim Unternehmen "Trave", vom 26. bis zum
28.12.1943, sollten zusammen 11 Zerstörer und T-Boote in die Biskaya eindringen
um den Blockadebrecher "ALSTERUFER" in die Gironde einzubringen. Das
Unternehmen wurde ein verlustreicher Fehlschlag. Birnbacher konnte seinen
Gegnern jedoch entkommen.
Nachdem "Z 24" in der Nacht vom 24. auf den 25.08.1944 vor Le Verdon
durch brit. Bomber versenkt wurde, übernahm Birnbacher am 26.08.1944 das
Kommando über das Marine-Bataillon "Narvik" in der
Festung "Gironde-Süd", wo er am 22.04.1945 in französische Gefangenschaft
gerät, aus der er im Oktober 1947 entlassen wird. Das Bataillon wurde aus
Angehörigen der 8. Zerstörer-Flottille gebildet und im April 1945 aufgelöst.
Mit Gründung der Bundeswehr tritt er am 16.08.1956 der Bundesmarine bei und geht
am 01.04.1973 in den Ruhestand. Birnbacher war unter anderem Ehrenmitglied der
Marinekameradschaft "Fregattenkapitän Peter–Pirkham
Villach".
Heinz Birnbacher verstarb am 05.12.1991 in seiner Heimatstadt Villach.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Seekadett |
09.10.1930 (ernannt) |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
17.06.1940 |
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Gefreiter |
01.04.1931 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
09.04.1940 |
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Fähnrich zur See |
01.01.1932 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
20.04.1940 |
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Obermaat |
01.07.1932 |
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Deutsches Kreuz in Gold |
10.11.1942 |
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Oberfähnrich zur See |
01.04.1934 |
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Leutnant zur See |
01.10.1934 |
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Oberleutnant zur See |
01.06.1936 |
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Kapitänleutnant |
01.04.1939 |
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Korvettenkapitän |
01.04.1943 |
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Fregattenkapitän (Bw) |
16.08.1956 |
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Kapitän zur See (Bw) |
18.09.1960 |
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Flottenadmiral (Bw) |
07.08.1963 |
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Konteradmiral (Bw) |
02.10.1968 |
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EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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