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Ritterkreuzträger Adalbert von Blanc
Fregattenkapitän


Adalbert von Blanc wurde am 11.07.1907 in Wilhelmshaven geboren und kam am 12.10.1926 als Seekadett zur Reichsmarine.
Bis zum 01.04.936 diente er sich bis zum Kapitänleutnant hoch und fuhr mit Beginn des 2. Weltkrieges bis zum September 1941 als 1. Offizier auf dem Hilfskreuzer "ORION". In dieser Zeit wurde er am 01.04.1941 zum Korvettenkapitän befördert und stand ab dem 01.10.1941 zur Verfügung des Kommandierenden Admirals der Marinestation der Ostsee.
Am 07.12.1942 wurde er 1. Admiralstabsoffizier der 2. Sicherungsdivision, in welcher Position er am 11.09.1942 das Deutsche Kreuz in Gold erhielt und war vom 02.03.1943 bis zum 05.03.1943 Sperr-Admiralstabsoffizier in der Sperrschule der Kriegsmarine.
Am 08.09.1943 wird er Chef der 2. Minensuch-Flottille und nimmt vom 30.11. bis zum 03.12.1943 an einer Kommandeurs-Tagung der Kriegsmarine teil.
Am 30.03.1944 wurde er Führer der 2. Sicherungs-Division und am 01.04.1944 zum Fregattenkapitän befördert.
Am 10.10.1944 wurde er bis zum Kriegsende Führer der 9. Sicherungsdivision. In dieser Position erhielt er am 27.11.1944 das Ritterkreuz und am 10.05.1945 als letzter Soldat der Wehrmacht das Eichenlaub für die Rettung von Zivilisten und Soldaten im Raum Kurland. Die Verleihung des Eichenlaubes ist jedoch als nicht zutreffend anzusehen, da eine Verleihung dieser Auszeichnung nach dem 08.05.1945 nicht mehr möglich war. Im Bundesarchiv ist über eine Verleihung des Eichenlaubs an von Blanc nicht überliefert. Zumindest findet sich in den Personalunterlagen von Blanc ein Schreiben des Admirals Thiele, in dem dieser von Blanc zum Eichenlaub vorschlägt. Weiterhin ist auf einer Karteikarte des Deutschen Minenräumdienstes aus der Zeit der Kapitulation vermerkt "Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz mit Eichenlaub". Die Verleihungsnummer 866 des Eichenlaubs und das Verleihungsdatum vom 10.05.1945 ist von der OdR unberechtigt vergeben worden.
Nach der Entlassung aus britischer Kriegsgefangenschaft am 15.08.1945 wird er bis zum 31.12.1947 Chef der 1. Minenräum-Division. Danach übernimmt er das Kommando über den Deutschen Minenräum-Verband Cuxhaven bis zum 30.06.1951. Es folgt die Übernahme des Seegrenzschutzes in Neustadt/Holstein. Bis zum 24.06.1954 wird er zum Stabskapitän und dann zum Oberstabskapitän befördert.
Am 01.07.1956 wird er als Kapitän zur See in die Bundesmarine übernommen und wird dort Chef des Stabes mit der Wahrung der Geschäfte des Kommandeurs des Kommandos der Marine-Ausbildung in Kiel.
Am 01.10.1958 wird er Kommandeur der Minensuchboote in Cuxhaven und am 01.08.1961 Kommandeur der Marine-Ausbildung in Kiel.
Am 08.September 1961 erfolgte die Beförderung zum Flottenadmiral und am 01.02.1962 das Kommando über das Zentrale Marinekommando in Wilhelmshaven. Von dort wird er am 30.09.1964 in den Ruhestand versetzt.
Adalbert von Blanc starb am 07.11.1976 in Flensburg-Mürwik.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Seekadett 12.10.1926 (ernannt)   Eichenlaub zum Ritterkreuz 10.05.1945
Gefreiter 01.04.1927 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 27.11.1944
Fähnrich zur See 01.04.1928   Eisernes Kreuz II. Klasse 15.09.1940
Obermaat 01.07.1928   Eisernes Kreuz I. Klasse 17.10.1940
Oberfähnrich zur See 01.06.1930   Deutsches Kreuz in Gold 11.09.1942
Leutnant zur See 01.10.1930   Medaille zur Erinnerung an den 1.10.38 20.12.1939
Oberleutnant zur See 01.14.1933   Dienstauszeichnung IV. Klasse 02.10.1936
Kapitänleutnant 01.04.1936   Dienstauszeichnung III. Klasse 01.04.1938
Korvettenkapitän 01.04.1941   Kriegsabzeichen für Hilfskreuzer 23.08.1941
Fregattenkapitän 01.04.1944   Kriegsabzeichen für Minensuch-, U-Boot-Jagd- und Sicherungsverbände 25.03.1943
Stabskapitän (BGS) 01.07.1951   Marinefrontspange in Bronze 00.00.1945
Oberstabskapitän (BGS) 24.06.1954   Ärmelband Kurland 00.00.1945
Kapitän zur See (Bw) 16.08.1956      
Flottenadmiral (Bw) 18.09.1960      

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