Der spätere Seeoffizier, geboren am 24. 7.
1902 in Markusmühle/Rheinprovinz, kam 1939 zur Kriegsmarine, von April bis
Juni 1940 war er Angehöriger der 14. Minensuchflottille und anschließend
Besatzungsmitglied des Minenräumschiffes 12.
Danach wurde er zur 36. Minensuchflottille versetzt, bei der er bis Kriegsende
als Kommandant und Gruppenführer eingesetzt wurde. In dieser Zeit nahm er an
Hunderten von gefahrvollen Feindfahrten im Kanalgebiet vor England und in der
Nordsee teil. Unter anderem war er Kommandant des Minensuchbootes "M 3619".
Von seinen Booten wurden zahlreiche Feindflugzeuge abgeschossen und dutzende
vom Gegner gelegte Minen unbrauchbar gemacht. Am 01.09.1943 war er zum
Oberleutnant zur See der Reserve befördert und am 7. 9. 1944 für seine
Einsatz- und Führungsleistungen mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet worden. In
der Begründung hieß es, daß Blasberg ein mitreißender Soldat. Für eine
Vielzahl wichtiger Kanaldurchbrüche (Tanker, Hilfskreuzer und Zerstörer)
räumte Blasberg die Wege von Minen frei. Seine Erfolge sind deshalb als
besonders zu werten, da diese mit 6 veralteten Loggern erzielt worden sind.
Nach Kriegsende befand sich Blasberg von Juni 45
bis zum 15.06.46 in der 55.Vorpostenflottille und kandierte 1949 im Wahlkreis
29 für die DP.
Dr. Kurt Blasberg starb am 15. 12. 1967 in
Antwerpen-Bechen/Belgien.