Hermann Bögel wurde am 09.09.1914 in Essen-Rellinghausen geboren und trat am
01.01.1936 als Rekrut der III. Schiffsstammabteilung Nordsee bei. Von dort, nach
erfolgter Ausbildung, zur 2. Geleit-Flottille versetzt, übernimmt er dort den
Posten des Rudergängers auf "F1". Mit Ende seiner Dienstzeit wird er am
31.12.1937 als aktiver Stabsmatrose aus dem Wehrdienst entlassen.
Im Zuge der Mobilmachung kehrt Bögel am 26.08.1939 als Sperrvormann auf dem
Fischdampfer 141 der 14. Minensuch-Flottille in die Kriegsmarine zurück, besucht
im gleichen Jahr einen Zugführerlehrgang und wird am 31.03.1940 als I. WO auf
das Minensuchboot "1803" seiner Flottille versetzt.
Am 19.08.1940 übernimmt er das Kommando über den Minensucher "M 4040" der
40. Minensuch-Flottille. Mit seinem Boot versenkte er während der Landung der
Alliierten bei Dieppe am 19.08.1942 ein gegnerisches Kanonenschnellboot, setzte
ein weiteres in Brand und schoss zwei englische Bomber, sowie zwei englische
Jäger ab. Dafür erhielt er am 13.10.1942 das Ritterkreuz.
Im Juni 1943 übernahm er die Führung der Gruppe A seiner Flottille und wird am
18.05.1944 in die 2. Minensuch-Flottille versetzt, wo er das Kommando über "M
10" übernimmt. Von dort wechselte er dann am 25.08.1944 in das
Sperr-Versuchs-Kommando, wo er das Kriegsende erlebte.
Hermann Heinrich Bögel verstarb am 04.01.1998 in Bremen