Friedrich Böhme wurde am 08.05.1899 in Varel bei Oldenburg geboren. Über
seine Tätigkeiten vor dem 2. Weltkrieg ist fast nichts bekannt, die Auszeichnung
mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse zeugt aber für einen Einsatz im 1. Weltkrieg.
Am 24.09.1939 übernimmt Böhme das Kommando über den Zerstörer Z22 "ANTON
SCHMITT" und am 14.09.1940 über den neu indienstgestellten Zerstörer "Z23"
der 8. Zerstörer-Flottille, der so genannten "Narvik"-Flottille, bis er
am 13.05.1942 durch den Korvettenkapitän Wittig abgelöst wird. Zuvor wurde er am
11.04.1940 zum Seekommandanten Narvik ernannt.
Zwischen Juni und Oktober 1941 der 6. Zerstörer-Flottille in Frankreich
zugeteilt und dann in Kirkenes stationiert, nimmt Böhme mit "Z23" an den
wenig erfolgreichen Operationen im Seeraum Murmansk teil und kehrt gegen Ende
1941 nach Deutschland zurück. Nach seinem Kommando auf "Z23" wird er am
13.05.1940 zum Marine-Verbindungs-Offizier bei der Luftflotte 5 ernannt
Am 03.03.1943 übernimmt er das Kommando über die Marineflugabwehrschule I und
gibt diese am 30.09.1943 wieder ab, um ab dem 01.10.1943 den Posten des Höheren
Kommandeurs der Marineflak- und Küstenartillerieschulen in Swinemünde/Ückeritz
zu übernehmen. Gleichzeitig ist er damit Leiter des
Artillerie-Versuchs-Kommandos Land. Dieses Kommando gibt er am 30.05.1944 wieder
ab.
Anfang Juni 1944 wechselt er als Chef des K-Stabes West/Frankreich zu den
Marine-Kleinkampfverbänden und ist damit für den Einsatz der Kleinkampfmittel an
der Invasionsfront verantwortlich, wo er beachtliche Erfolge erzielt und dafür
am 26.08.1944 als Kapitän zur See mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wird. Im
Oktober 1944 wechselt er als Chef des K-Stabes in den Bereich Süd/Italien, wo er
bis zum Ende des Krieges im Einsatz steht und am 08.05.1945 in amerikanische
Gefangenschaft gerät, aus der er am 09.05.1948 wieder entlassen wird.
Friedrich Böhme verstarb am 21.09.1984 in Glücksburg.