Paul Brasack wurde am 09.05.1916 in Stettin geboren und trat am 01.05.1937
als Offiziersanwärter der II. Schiffsstammabteilung Ostsee in Stralsund bei und
erhielt dort zunächst eine infanteristische Ausbildung. Zur praktischen
Bordausbildung kommt er dann im Juli 1937 auf die "GORCH FOCK", bzw. ab
Oktober 1937 auf das Linienschiff "SCHLESIEN",
Am 01.04.1938 trat er an der Marineschule Flensburg-Mürwick eine Kommandierung
zum Fähnrichslehrgang, sowie anschließend zu Fähnrichs-Waffenlehrgängen an, um
dann ab April 1939 seine praktische Bordausbildung auf dem Leichten Kreuzer "KÖLN"
weiterzuführen.
Ab dem 01.09.1939 erhält er an der Fliegerwaffenschule (See) in Paarow eine
Beobachterausbildung und wird am 01.04.1940 der Küstenfliegerstaffel 1/706 als
Bobachter und später als Staffeloffizier zugeteilt.
Im Juli 1940 wechselt er in die Kampfgruppe 126 bzw. in die I. Gruppe des
Kampfgeschwaders 28 und am 01.06.1941 in den Stab des IX. Fliegerkorps.
Nachdem er im Oktober 1941 zur Ergänzungsgruppe des KG 28 versetzt wurde und
anschließend eine Verwendung als Ausbilder für die Beobachterausbildung im KG 3
"General Wever" übernahm, erhält er ab dem 01.03.1942 bei der 2.
Unterseeboots-Lehr-Division eine UWO-Ausbildung und wird im Oktober 1942 als
überplanmäßiger Wach-Offizier auf "U 590", zugehörig zur 6. U-Flottille,
versetzt. Mit diesem Boot nimmt er an Unternehmungen im Mittleren Atlantik teil. Im Dezember 1942 erhält er eine Kommandanten-Ausbildung, sowie eine
Baubelehrung, um schließlich am 30.01.1943 das Kommando über "U 737", der
13. U-Flottille, zu übernehmen. Mit diesem Boot unternimmt er Einsätze im
Nordatlantik, im Eismeer und in der Barentsee. Dabei greift er u.a. am
31.01.1944 den britischen Zerstörer "MILNE" und Cpt. Campbell, an, der
zur Sicherung des Konvois JW 56 B eingesetzt war. Ein Torpedo Brasacks
detonierte dabei im Kielwasser des Zerstörers. Brasack zeichnete sich als
hervorragender Rudelführer gegen die Geleitzüge JW 56 A und JW 56 B besonders
aus, wodurch andere Boote 3 US-Transporter versenken konnten. Mit seinem Boot
unternahm Brasack insgesamt 23 Feindfahrten wobei die längste 44 Tage dauerte.
Für seine Erfolge als U-Boot-Kommandant erhält er am 30.10.1944, als
Kapitänleutnant und Kommandant auf "U 737" das Ritterkreuz.
Ab Dezember 1944 gehörte er dann als Ausbildungsoffizier und Schießleiter zur
25. U-Flottille und ging als solcher in die Gefangenschaft, aus der er am
15.08.1947 entlassen wurde.
Am 01.10.1957 trat er als Admiralstabsoffizier beim A3 beim Befehlshaber der
Seestreitkräfte Ostsee der Bundesmarine bei und übernimmt am 01.11.1959 das
Attachereferat Marine beim Bundesministerium für Verteidigung. Von dort kommt er
dann am 01.11.1962 als Kommmandant auf den Zerstörer "Z-2".
Ab dem 01.04.1964 dann der Vertreter für Marine im Referat Strategie beim BMVg,
wird Brasack am 15.09.1968 zum Marineattache in der Deutschen Botschaft in
Washington ernannt. Dies bleibt er bis zum 01.09.1971 und wird dann am
01.04.1972 zum Standortkommandanten in Hamburg und zum Kommandeur des VBK 10
ernannt. Als solcher wird er dann am 30.09.1974 in den Ruhestand verabschiedet.