
387. Eichenlaubträger Fritz Breithaupt
Fregattenkapitän, Minensucher







Fritz Breithaupt wurde am 05.09.1892 in Bromberg geboren und absolvierte
zunächst seine schulische Ausbildung.
Mit Ende dieser Ausbildung trat er 1911 als Kadett der Marine bei. Dort
auf großen Kriegsschiffen im Einsatz, wechselt er später freiwillig zur
Torpedowaffe. Dort übernimmt er den Posten des Wachoffiziers auf den Booten "S
167", "S 168" und "A 27". Bei Kriegsende gehörte er als
Gruppenführer zur 6. Minensuch-Halbflottille.
Im Juni 1920 aus dem aktiven Dienst ausgeschieden, widmete er sich seinem
zivilen Leben, bis er zum Kriegsbeginn 1939 als Kapitänleutnant d.R. reaktiviert
wurde und die Führung der neuen 14. Minensuch-Flottille übernahm. Mit dieser
nahm er an erfolgreichen Einsätze in der Deutschen Bucht, im holländischen
Küstenvorfeld, in Nordfrankreich und vor Norwegen teil. Bei Kriegsbeginn bestand
die Flottille aus nur 8 Motorfischloggern.
Im Juli 1940 wird Breithaupt durch den Korvettenkapitän Hermann Pfleger
abgelöst, um im Juli 1940 die 34. Minensuchflottille zu übernehmen. Diese zuvor
als Küstenminensuchflottille Holland aufgestellte Flottille bestand aus
holländischen Fischereifahrzeugen. Bereits im September wurde Breithaupt von
Korvettenkapitän Kurt Seifert abgelöst, um anschließend die 12.
Minensuchflottille zu übernehmen. er wurde damit Nachfolger des Korvettenkapitän
Dr. Karl Gebauer. Die Flottille, bestehend aus acht großen Fischereidampfern,
führte Sicherungseinsätze in der Nordsee, im holländischen Küstenvorfeld und im
Kanal durch. Unter anderem geleitete er viele auch größere Schiffe durch den
Kanal. Für seine erfolgreiche Arbeit und die der gesamten Flottille wird
Breithaupt am 02.08.1941, als Korvettenkapitän der Reserve und Chef der 12.
Minensuchflottille mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Am 01.11.1942 wird die Flottille aufgelöst, wobei die Boote zur 46.
Minensuchflottille kommen und die Besatzungen die neue 24. Minensuchflottille
aufstellen. Breithaupt wird mit dem Kommando betraut und ebenfalls in den
Westraum verlegt. Dort folgen Sicherungsaufgaben im Kanal und im Gebiet der
Kanalinseln. Für die auch hier gezeigten außerordentlichen Erfolge, insbesondere
der Abwehr von drei Nachtangriffen auf die Kanalinseln, erhielt Breithaupt am
10.02.1944, als Korvettenkapitän der Reserve und Chef der 24. Minensuchflottille
das 387. Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Im August 1944 dem Seekommandanten der Kanalinseln unterstellt stirbt Fritz
Breithaupt am 25.12.1944 bei den Channel Islands bei einem Flugzeugabsturz.
Seine Nachfolge trat Kapitänleutnant Carl-Friedrich Mohr an.