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Ritterkreuzträger Jost Brökelmann
Fregattenkapitän, Räumboote

  
Jost Karl Ludwig Brökelmann wurde am 25.09.1907 in Kiel
geboren und trat im Jahre 1927 der damaligen Reichsmarine bei. Dort
absolvierte er seine Bordausbildung u.a. auf dem Segelschulschiff "NIOBE",
auf dem Kreuzer "BERLIN", bzw. auf dem Tender "NORSEE". Außerdem
versieht er seinen Dienst auf dem Vermessungsschiff "METEOR".
Ab September 1934 I. Wachoffizier auf dem Minensuchboot "M 113",
übernimmt er 1936 das Kommando über "M 89" und wird vom
02.11.1938 bis zum 09.06.1940 als Referent Sperrversuchskommando
in Kiel-Wiek. Daraufhin übernimmt er vom 10.06. bis zum 22.10.1940
Sonderaufgaben im Oberkommando der Kriegsmarine, um dann bis zum 17.04.1941
wieder den Posten eines Referenten beim Sperrversuchskommando
zu übernehmen.
Während des Westfeldzuges rückte Brökelmann zusammen mit Heeres-
und Luftwaffenverbänden bis zur Kanalküste vor und führte bei den dortigen
Einheiten ein von ihm entwickeltes Minensuchgerät ein. Anschließend übernimmt
er bis November 1942 den Posten des Chefs der 2. Räumflottille. Seine
Flottille vernichtete unter seiner Führung 783 Sperrmittel. Dabei verpasste
der Flottillenchef persönlich lediglich die Räumung von nur Mine.
Während des Ostfeldzuges an der Irbenstrasse im Einsatz, wehrte der verband
einen gegnerischen Bombenangriff ab. Kurz darauf tauchte ein sowjetischer
Torpedokreuzer auf. Brökelmann befahl trotz Unterlegenheit "Ran an den
Feind!". Dabei ließ er die Räumboote einen Torpedoangriff fahren,
woraufhin der Gegner abdrehte.
Brökelmanns Flottille nahm weiterhin an der Eroberung der Baltischen Inseln
teil und brachte einen sowjetischen Segler mit 63 schwerbewaffneten
Soldaten an Bord auf und versenkte es.
Im Frühjahr 1942 verlegte die Flottille an den Kanal und bewährte sich dort
bei den Aufgaben des Geleitdienstes. Beim Kampf gegen britische Zerstörer und
Schnellboote zeigte Brökelmann blitzschnelle Entschlusskraft und unermüdliche
Ausdauer. Dabei schoss er u.a. zwei britische Bomber ab. Beim Durchbruch der
deutschen Schlachtschiffe durch den Kanal räumten die Räumboote der
Brökelmann-Flottille die Schifffahrtswege. Für diese erfolgreichen
Unternehmungen erhielt Brökelmann als Korvettenkapitän und Chef der 2.
Räumboot-Flottille am 14.06.1942 das Ritterkreuz.
Am 25.11.1942 wechselte er als 3. Admiralsstabsoffizier zum Stab des
Marinegruppenkommando West.
Bis Kriegsende war er dann Kommandeur des Sperrwaffen-Erprobungskommandos.
Brökelmann nahm an vielen Feindfahrten der ihm unterstellten Verbände teil und
zeichnete sich dabei immer wieder durch sein besonderes Können aus.
Nach dem Krieg vom 11.06. bis zum 30.09.1945 in der Technischen Abteilung der
Deutschen Minenräumdienstleitung, ging Brökelmann anschließend zur
indonesischen Marine und kommt dann zur Bundesmarine, bis er als Kapitän z.S.
verabschiedet wurde.
Jost Brökelmann verstarb am 03.03.1967 in Freiburg.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Seekadett |
01.10.1927 (ernannt) |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
18.05.1940 |
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Gefreiter |
01.04.1928 |
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Minenräum-Kriegsabzeichen |
??? |
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Fähnrich zur See |
01.04.1929 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
02.08.1941 |
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Leutnant zur See |
01.10.1931 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
14.06.1942 |
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Oberleutnant zur See |
01.10.1933 |
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Kapitänleutnant |
01.10.1936 |
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Korvettenkapitän |
01.12.1941 |
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Fregattenkapitän |
01.12.1944 |
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Kapitän zur See (Bw) |
??.??.1957 |
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EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
Buchhinweise:
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