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234. Eichenlaubträger Otto von Bülow
Korvettenkapitän, U-Bootwaffe

06.04.194206.04.194220.04.1944

Otto von Bülow wurde am 16.10.1911 in Wilhelmshaven, als Sohn des Kapitäns zur See a.D. Otto von Bülow, geboren und trat am 01.07.1930 der Reichsmarine, als Seeoffiziersanwärter bei, wo er in die sog. "Crew 30" integriert wurde.
Zunächst erhielt er eine Infanterieausbildung bei der II. Abteilung der Schiffsstammdivision Ostsee in Stralsund und ab dem 10.10.1930 eine Bordausbildung auf dem Segelschulschiff "NIOBE". Vom 05.01.1932 bis zum 31.03.1932 erhielt er eine Bordausbildung auf dem Kreuzer "EMDEN" und besuchte vom 01.04.1932 bis zum 28.03.1933 einen Infanterielehrgang für Fähnriche bei der II. Abteilung der Schiffsstammdivision Ostsee in Stralsund. Dem schloss sich direkt der Hauptlehrgang für Fähnriche an der Marineschule Flensburg-Mürwik an, wo er auch die Navigationsbelehrungsfahrten absolvierte.
Nach der Teilnahme  am Waffenlehrgang für Fähnriche, kommt von Bülow am 01.04.1934 zur weiteren Ausbildung auf das Panzerschiff "DEUTSCHLAND", wo er am 01.01.935 zum Leutnant zur See befördert wurde.
Am 27.09.1935 wird er Divisionsleutnant und Batteriekommandeur auf dem Panzerschiff und am 24.04.1937 als Kompanieoffizier und Kompanieführer zur Fla-Kompanie der IV. Marine-Artillerie-Abteilung nach Emden versetzt.
Am 16.03.1939 kommt er als Oberleutnant zur See (seit dem 01.06.1936), Divisionsoffizier, I. WO und Flak-AO auf das Linienschiff "SCHLESWIG-HOLSTEIN", mit dem er an der Beschießung der Westerplatte 1939 teilnimmt. Die Beförderung zum Kapitänleutnant erhält er hier am 01.06.1939.
Bereits am 04.09.1939 erfolgte die Ernennung zum Kompaniechef der Fla-Kompanie der VI. Marine-Artillerie-Abteilung in Pillau, bzw. am 08.01.1940 zum Kommandeur der Marine-Flak-Abteilung 215 der V. Marine-Artillerie-Abteilung in Pillau.
Am 01.04.1940 wird von Bülow zum Leiter der Fla-Waffen-Spezialistenausbildung bei der Marine-Flak-Abteilung 221 beim Fla-Gruppenkommando in Kiel.
Am 11.11.1940 meldet er sich freiwillig zur U-Bootwaffe und erhält zunächst die erforderliche Ausbildung, während der er z.b.V. beim BdU steht.
Am 03.07.1941 übernimmt von Bülow das Kommando über Schulboot U-3 der 21. U-Flottille und bekommt am 06.08.1941 die Baubelehrung für U-404, einem Frontboot, in Danzig, dessen Kommando er übernimmt.
Im Januar 1942 läuft das Boot zur seiner 1. Feindfahrt aus. Bis zu seiner 5. Feindfahrt versenkt von Bülow 14 Schiffe, darunter den britischen Zerstörer HMS" VETERAN". Von Bülow erhielt für seine Erfolge bereits am 20.10.1942 das Ritterkreuz.
Am 23.04.1943 griff von Bülow einen alliierten Eskort-Träger mit 4 Torpedos an. Von Bülow nahm an es handele sich um die USS "RANGER". Die vier Torpedos explodierten zwar, doch geschah dies weit von dem Schiff entfernt, woraufhin von Bülow annahm das Schiff versenkt zu haben und so sendete er auch eine Erfolgsmeldung nach Deutschland. Bei dem Träger handelte es sich jedoch um den brit. Träger HMS "BITER". Nach Hause zurückgekehrt erhielt von Bülow für die angebliche Versenkung der "RANGER" am 26.04.1943 das Eichenlaub zum Ritterkreuz. Erst später stellte sich heraus, das kein Schiff versenkt wurde und das es sich nicht um die "RANGER" handelte, sondern um die "BITER".
Am 01.09.1943 wird von Bülow zbV beim FdU gestellt und erhält eine Ausbildung zur Einweisung in den Dienstbetrieb bei der 24. U-Flottille in Memel und wird am 20.03.1945 zum Flottillenchef der 23. U-Flottille in Danzig ernannt.
Noch kurz vor Kriegsende übernimmt von Bülow das Kommando über das neue Elektro-Boot U-2545 der 31. U-Flottille in Hamburg, mit dem er jedoch nicht mehr auf Feindfahrt geht.
Nach Kapitulation der Wehrmacht wird er am 23.05.1945 Kommandeur des Marinesturmbataillons 1 in Neustrelitz, Plön und Mürwik und geht schließlich am 02.08.1945 in britische Gefangenschaft, aus der er bereits nach 3 Monaten entlassen wird.
Am 01.07.1956 trat von Bülow der neuen Bundesmarine bei, wo er zunächst einen Kommandeurslehrgang in Sonthofen und Flensburg-Mürwik absolviert. Hier wird er am 01.02.1957 zum Fregattenkapitän befördert.
Am 01.10.1959 erhält er das Kommando über die 5. Schiffsstamm-Abteilung in Bremerhaven und wird am 01.03.1962 zum Kommandeur des Zerstörers "Z-6" ernannt. Als solcher wird er am 01.10.1962 zum Kapitän zur See befördert.
Am 01.10.1963 Kommandeur des 3. Zerstörergeschwaders und ab 01.01.1964 Lehrstabsoffizier für Taktik an der Führungsakademie der Bundeswehr/Abteilung Marine in Hamburg-Blankensee, wird von Bülow am 01.04.1965 zum Kommandeur der Lehrgruppe Marine an der Führungsakademie ernannt und ist im gleichen Jahr Kommandeur und Standortkommandant Hamburg bis er am 30.03.1970 in Pension geht.
Otto von Bülow, der während des 2. Weltkrieges 15 Schiffe versenkte (71.571 BRT), zwei beschädigte (16.589) und Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Stufe war, verstarb am 05.01.2006 in Wohltorf.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Seekadett 09.10.1930 Eisernes Kreuz II. Klasse

06.04.1942

Fähnrich zur See 01.01.1932 Eisernes Kreuz I. Klasse 06.04.1942
Oberfähnrich zur See 01.04.1934 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 20.10.1942
Leutnant zur See 01.01.1935 Eichenlaub zum Ritterkreuz 26.04.1943
Oberleutnant zur See 01.06.1936 Kriegsverdienstkreuz II. Klasse 20.04.1944
Kapitänleutnant 01.06.1939 Bundesverdienstkreuz I. Klasse ???
Fregattenkapitän (Bw.) 01.02.1957
Kapitän zur See (Bw.) 01.10.1962

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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