Otto von Bülow wurde am 16.10.1911 in Wilhelmshaven, als
Sohn des Kapitäns zur See a.D. Otto von Bülow, geboren und trat am 01.07.1930
der Reichsmarine, als Seeoffiziersanwärter bei, wo er in die sog. "Crew 30"
integriert wurde.
Zunächst erhielt er eine Infanterieausbildung bei der II. Abteilung der
Schiffsstammdivision Ostsee in Stralsund und ab dem 10.10.1930 eine
Bordausbildung auf dem Segelschulschiff "NIOBE". Vom 05.01.1932 bis zum
31.03.1932 erhielt er eine Bordausbildung auf dem Kreuzer "EMDEN" und
besuchte vom 01.04.1932 bis zum 28.03.1933 einen Infanterielehrgang für
Fähnriche bei der II. Abteilung der Schiffsstammdivision Ostsee in Stralsund.
Dem schloss sich direkt der Hauptlehrgang für Fähnriche an der Marineschule
Flensburg-Mürwik an, wo er auch die Navigationsbelehrungsfahrten absolvierte.
Nach der Teilnahme am Waffenlehrgang für Fähnriche, kommt von Bülow am
01.04.1934 zur weiteren Ausbildung auf das Panzerschiff "DEUTSCHLAND",
wo er am 01.01.935 zum Leutnant zur See befördert wurde.
Am 27.09.1935 wird er Divisionsleutnant und Batteriekommandeur auf dem
Panzerschiff und am 24.04.1937 als Kompanieoffizier und Kompanieführer zur
Fla-Kompanie der IV. Marine-Artillerie-Abteilung nach Emden versetzt.
Am 16.03.1939 kommt er als Oberleutnant zur See (seit dem 01.06.1936),
Divisionsoffizier, I. WO und Flak-AO auf das Linienschiff "SCHLESWIG-HOLSTEIN",
mit dem er an der Beschießung der Westerplatte 1939 teilnimmt. Die Beförderung
zum Kapitänleutnant erhält er hier am 01.06.1939.
Bereits am 04.09.1939 erfolgte die Ernennung zum Kompaniechef der Fla-Kompanie
der VI. Marine-Artillerie-Abteilung in Pillau, bzw. am 08.01.1940 zum
Kommandeur der Marine-Flak-Abteilung 215 der V. Marine-Artillerie-Abteilung in
Pillau.
Am 01.04.1940 wird von Bülow zum Leiter der Fla-Waffen-Spezialistenausbildung
bei der Marine-Flak-Abteilung 221 beim Fla-Gruppenkommando in Kiel.
Am 11.11.1940 meldet er sich freiwillig zur U-Bootwaffe und erhält zunächst
die erforderliche Ausbildung, während der er z.b.V. beim BdU steht.
Am 03.07.1941 übernimmt von Bülow das Kommando über Schulboot U-3 der 21.
U-Flottille und bekommt am 06.08.1941 die Baubelehrung für U-404, einem
Frontboot, in Danzig, dessen Kommando er übernimmt.
Im Januar 1942 läuft das Boot zur seiner 1. Feindfahrt aus. Bis zu seiner 5.
Feindfahrt versenkt von Bülow 14 Schiffe, darunter den britischen Zerstörer
HMS" VETERAN". Von Bülow erhielt für seine Erfolge bereits am
20.10.1942 das Ritterkreuz.
Am 23.04.1943 griff von Bülow einen alliierten Eskort-Träger mit 4 Torpedos
an. Von Bülow nahm an es handele sich um die USS "RANGER". Die vier
Torpedos explodierten zwar, doch geschah dies weit von dem Schiff entfernt,
woraufhin von Bülow annahm das Schiff versenkt zu haben und so sendete er auch
eine Erfolgsmeldung nach Deutschland. Bei dem Träger handelte es sich jedoch
um den brit. Träger HMS "BITER". Nach Hause zurückgekehrt erhielt von
Bülow für die angebliche Versenkung der "RANGER" am 26.04.1943 das
Eichenlaub zum Ritterkreuz. Erst später stellte sich heraus, das kein Schiff
versenkt wurde und das es sich nicht um die "RANGER" handelte, sondern
um die "BITER".
Am 01.09.1943 wird von Bülow zbV beim FdU gestellt und erhält eine Ausbildung
zur Einweisung in den Dienstbetrieb bei der 24. U-Flottille in Memel und wird
am 20.03.1945 zum Flottillenchef der 23. U-Flottille in Danzig ernannt.
Noch kurz vor Kriegsende übernimmt von Bülow das Kommando über das neue
Elektro-Boot U-2545 der 31. U-Flottille in Hamburg, mit dem er jedoch nicht
mehr auf Feindfahrt geht.
Nach Kapitulation der Wehrmacht wird er am 23.05.1945 Kommandeur des
Marinesturmbataillons 1 in Neustrelitz, Plön und Mürwik und geht schließlich
am 02.08.1945 in britische Gefangenschaft, aus der er bereits nach 3 Monaten
entlassen wird.
Am 01.07.1956 trat von Bülow der neuen Bundesmarine bei, wo er zunächst einen
Kommandeurslehrgang in Sonthofen und Flensburg-Mürwik absolviert. Hier wird er
am 01.02.1957 zum Fregattenkapitän befördert.
Am 01.10.1959 erhält er das Kommando über die 5. Schiffsstamm-Abteilung in
Bremerhaven und wird am 01.03.1962 zum Kommandeur des Zerstörers "Z-6"
ernannt. Als solcher wird er am 01.10.1962 zum Kapitän zur See befördert.
Am 01.10.1963 Kommandeur des 3. Zerstörergeschwaders und ab 01.01.1964
Lehrstabsoffizier für Taktik an der Führungsakademie der Bundeswehr/Abteilung
Marine in Hamburg-Blankensee, wird von Bülow am 01.04.1965 zum Kommandeur der
Lehrgruppe Marine an der Führungsakademie ernannt und ist im gleichen Jahr
Kommandeur und Standortkommandant Hamburg bis er am 30.03.1970 in Pension
geht.
Otto von Bülow, der während des 2. Weltkrieges 15 Schiffe versenkte (71.571
BRT), zwei beschädigte (16.589) und Träger des Bundesverdienstkreuzes 1.
Stufe war, verstarb am 05.01.2006 in Wohltorf.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Seekadett |
09.10.1930 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
06.04.1942 |
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Fähnrich zur See |
01.01.1932 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
06.04.1942 |
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Oberfähnrich zur See |
01.04.1934 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
20.10.1942 |
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Leutnant zur See |
01.01.1935 |
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Eichenlaub zum Ritterkreuz |
26.04.1943 |
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Oberleutnant zur See |
01.06.1936 |
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Kriegsverdienstkreuz II. Klasse |
20.04.1944 |
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Kapitänleutnant |
01.06.1939 |
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Bundesverdienstkreuz I. Klasse |
??? |
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Fregattenkapitän (Bw.) |
01.02.1957 |
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Kapitän zur See (Bw.) |
01.10.1962 |
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EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
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