Theodor Friedrich Wilhelm Burchardi wurde am 14.05.1892 in Homberg im Kreis
Kassel geboren und trat am 01.04.1911 der Kaiserlichen Marine bei. Dort erhielt
er seine Grundausbildung und leistete seinen Dienst zunächst auf dem Schweren
Kreuzer "HANSA" ab.
Ab dem 01.04.1912 besuchte er die Marineschule in Mürwik und nahm an
verschiedenen Spezialisierungskursen teil, um anschließend auf den Schweren
Kreuzer "SEYDLITZ", bzw. ab dem 03.01.1915 auf den Schweren kreuzer "MOLTKE"
versetzt zu werden.
Vom 06.05. bis zum 15.06.1915 besucht er einen Lehrgang auf dem Schweren Kreuzer
"KAISERIN AUGUSTA" und wird ab dem 16.06.1915 zunächst als Wachoffizier und
später als Kommandant auf die Torpedoboote "G 197", "G 40" und "G
39" versetzt.
Am 09.12.1918 übernimmt Buchardi den Posten eines Kommandanten bei der 3.
Ostsee-Minensuch-Flottille, ab dem 10.11.1919 bei der 7.
Ostsee-Minensuch-Halbflottille und ab dem 22.03.1920 bei der 2. Halbflottille.
Von dort wechselt er dann am 09.07.1920 zum Schiffsstamm der 3. Flottille.
Am 23.08.1920 wird er zum Kommandanten auf "M 2" ernannt und ist ab dem
27.09.1921 Kompaniechef beim VI. Küstenverteidigungs-Bataillon, bzw. ab dem
23.09.1924 Kommandant auf dem Torpedoboot "G 11". Anschließend wird er
mit dem 24.09.1926 als Referent und Adjutant an die Inspektion der
Marineartillerie versetzt und übernimmt ab dem 03.10.1927 den Posten des
Artillerie-Offiziers auf dem Kreuzer "AMAZONE", bzw. ab dem 03.01.1929
auf dem Kreuzer "NYMPHE". Nach drei Monaten erfolgte seine Versetzung zum
Schiffsstamm des Leichten Kreuzers "KÖNIGSBERG", wo er ab dem 17.04.1929
ebenfalls als Artillerie-Offizier eine neue Verwendung findet.
Es folgte dann ab dem 26.09.1931 die Verwendung als Kommandeur des V.
Marine-Artillerie-Bataillons, wobei er ab dem 17.12.1931 zugleich die Führung
der Geschäfte des Kommandanten von Pillau übernimmt. Bis zum 19.05.1934
übernimmt er mehrfach diese Dienststellung als Vertretung.
Am 01.10.1934 wird er zum Kommandanten der 3. Schiffsstamm-Division "Ostsee"
ernannt und ist vom 01.01. bis zum 04.10.1936 zugleich Kommandant von Stralsund.
Am 05.10.1936 übernimmt er den Posten des Leiters des Artillerieamtes der
Marinestation Kiel und übernimmt am 15.10.1937 das Kommando über den Leichten
Kreuzer "KÖLN". Unter seinem Komamndo führte die "KÖLN" u.a.
Operationen vor allem in Ostsee durch.
Mit Beginn des Jahres 1940 wird er als Chef der Zentralabteilung der
Kriegsmarinewerft nach Kiel versetzt, wo er ab dem 04.02.1941 als Chef des
Stabes eingesetzt wird. Von dort erfolgte dann am 19.05.1941 die weitere
Dienststellung als Marinebefehlshaber "D", bis er am 06.11.1941 zum
Marinebefehlshaber bzw. Admiral "Ostland" ernannt wird. In dieser
Dienststellung nimmt er wesentlichen Anteil an der Räumung der deutschen
Ostgebiete und der Rettung der ersten Flüchtlinge bzw. vertriebenen über die
Ostsee. dafür wird er am 20.09.1944 als Vizeadmiral und Kommandierender Admiral
"Ostland" mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Am 17.06.1944 zum Admiral bzw. Kommandierenden Admiral "Ostsee" ernannt,
ist er nunmehr hauptverantwortlich für die Evakuierung der dt. Bevölkerung in
den deutschen Ostgebieten. Für die Rettung von nicht weniger als zwei Millionen
Menschen wird er am 08.04.1945, als Admiral und Kommandierender Admiral "Ostsee"
mit dem 823. Eichenlaub ausgezeichnet.
Am 18.04.1945 gerät er in britische Kriegsgefangenschaft, wo er am 231.04.1945
einen Herzinfarkt erleidet. Wieder genesen wird er am 24.02.1946 aus der
Gefangenschaft entlassen.
Theodor Burchardi verstarb am 12.08.1983 in Glücksburg.