Otto Ciliax wurde am 30.10.1891 in
Neudietendorf/Thüringen geboren und trat am 01.04.1910, als Seekadett auf dem
Schweren Kreuzer "VICTORIA LOUISE" der Kaiserlichen Marine bei.
Nach der Grundausbildung schloss sich vom 01.04.1911 bis zum 30.09.1912 der
Besuch der Marineschule an.
Nach dem Dienst auf dem Linienschiff "HANNOVER", währenddessen er am
27.09.1913 zum Leutnant zur See befördert wurde erhielt er im Dezember 1915
eine U-Bootausbildung.
Nach einer Tätigkeit als Wachoffizier im Februar 1916 auf dem Torpedoboot "T
37" erhält er vom 21.02.1916 bis zum 15.03.1916 eine Baubelehrung auf "U
52", wobei er am 22.09.1916 zum Oberleutnant zur See befördert wird. Mit
Ende dieser Baubelehrung wird er Wachoffizier auf diesem Boot und steht dann
ab dem 15.10.1917 zur Verfügung der II. U-Bootflottille.
Nach der Versetzung zur U-Bootschule, wo er als Lehrer tätig war, vom
12.11.1917 bis zum 05.12.1917, kehrt er wieder zur II. U-Bootflottille zurück
und übernimmt hier am 24.06.1918 das Kommando über "UB 96", Ab Ende
Juli 1918 steht er erneut z.V. diesmal beim U-Boot-Abnahme-Kommando und ab
Mitte August an der U-Bootschule.
Am 25.08.1918 wird er 2. Adjutant bei der Inspektion der U-Boote und übernimmt
kurz vor Kriegsende, am 24.09.1918, das Kommando über "UC 27".
Vom 21.01.1919 bis zum 14.03.1919 steht er zur Verfügung der Inspektion der
U-Boote und wir am 15.03.1919 zunächst Kommandant auf dem Torpedoboot "T 92",
dann auf "T 107", ab dem 01.12.1919 auf "T 181", dann ab dem
19.01.1920 auf "T 140" und schließlich auf "T 145". In diese
Zeit fällt am 29.06.1920 die Beförderung zum Kapitänleutnant.
Nach einer Tätigkeit beim Marinearchiv vom 12.07.1921 bis zum 24.03.1921 wird
er Referent bei der Reichsmarinedienststelle in Hamburg und ab dem 15.02.1922
in Bremen.
Am 21.03.1923 tritt er seinen Dienst als Kompaniechef und Ausbilder an der
Marineschule Mürwik an und wird am 01.10.1923 Kommandant auf dem Torpedoboot "G
8".
Aufgrund einer schweren Krankheit wird er zunächst beurlaubt und befindet sich
dann vom 11.08.1924 bis zum 29.03.1925 bei der Fürsorgeabteilung bei der
Marinestation "Ostsee" und bekommt am 30.03,1925 das Kommando über das
Torpedoboot "S 18". Nachdem er am 23.09.1926 den Posten des Chefs der
I. Torpedohalbflottille übernimmt, wird er am 01.10.1928 als Referent in die
Flottenabteilung der Marineleitung versetzt und wird damit einhergehend zum
Korvettenkapitän befördert.
Als 1. Admiralstabsoffizier (ASTA) kommt er am 24.05.1920 in den Stab des
Befehlshabers der Seestreitkräfte "Ostsee" und ab dem 01.01.1930 als 1.
ASTA in den Stab des Befehlshabers der Aufklärungsstreitkräfte.
Weiterhin Referent, kommt er am 25.09.1931 in die Ausbildungsabteilung der
Marineleitung und am 01.10.1932 in die Flottenabteilung der Marineleitung, wo
er am 01.10.1933 zum Fregattenkapitän befördert wird.
Am 29.09.1934 wird er zum Flottenchef ernannt und erhält am 01.07.1935 die
Beförderung zum Kapitän zur See. Dem schließt sich am 11.01.1936 ein Posten
bei der Operationsabteilung der Marineleitung im OKM an, bis er am 22.09.1936
das Kommando über das Panzerschiff "ADMIRAL SCHEER" übernimmt. Vom
22.03.1938 bis zum 26.06.1938 wird er zugleich mit der Führung des Postens der
Befehlshaber der Seestreitkräfte "Spanien" beauftragt und steht vom
01.11.1938 bis zum 06.01.1939 zur Verfügung beim Befehlshaber der
Panzerschiffe.
Am 07.01.1939 wird er Kommandant auf dem Schlachtschiff "SCHARNHORST"
und steht dann ab dem 29.09.1939 zur Verfügung beim Kommandierenden Admiral
der Marinestation "Nordsee", wobei er hier am 01.11.1939 zum
Konteradmiral befördert wird.
Seit dem 05.12.1939 Chef des Stabes beim Marinegruppenkommando "West",
wird er am 01.06.1941 zum Vizeadmiral befördert und wird am 16.06.1941
Befehlshaber der Schlachtschiffe. Zugleich übernimmt er vom 21.09.1941 bis zum
21.10.1941 den Posten des Befehlshabers der "Balten Flotte". Am
21.03.1942 erhielt er als Vizeadmiral und Befehlshaber der Schlachtschiffe das
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.
Am 26.06.1942 wird er zum Inspekteur der Torpedoinspektion ernannt, am
01.02.1943 zum Admiral befördert und am 04.03.1943 Oberbefehlshaber des
Marineoberkommandos "Norwegen", in dessen Eigenschaft er am 25.04.1945,
aufgrund einer Auseinandersetzung mit Dönitz, seines Amtes enthoben
und durch Theodor Krancke ersetzt wird. Mit Kriegsende gerät er in Kriegsgefangenschaft.
Seit dem 24.02.1946 wieder in Freiheit stirbt Otto Ciliax am 12.12.1964 in
Lübeck.