Kurt Fricke wurde am 08.11.1889 in
Berlin geboren und trat am 01.04.1910, im Alter von 20 Jahren, als Seekadett
der Marine bei. Nach der der Grundausbildung folgte die Seemännische
Ausbildung auf dem Schweren kreuzer "HERTHA".
Ab dem 01.04.1911 wird er an die Marineschule kommandiert und besucht
anschließend verschiedene Spezialkurse.
Ab dem 01.10.1912 an Bord des Schlachtkreuzers „MOLTKE“,
nimmt er ab August 1914 an den ersten Kampfhandlungen des 1. Weltkrieges teil,
sowie an der berühmten Skagerrak-Schlacht Ende Mai/Anfang Juni 1916. Erst am
14.02.1917 verlässt er die "MOLTKE" und wird Wach-Offizier auf den
Torpedo-Booten "G 103" bzw. "G 101".
Am 07.03.1918 kommt er
als Adjutant (Flaggleutnant) in den Stab des „Befehlshabers der Torpedoboote“.
Seine Leistungen während des Krieges wurden durch zahlreiche Auszeichnungen
honoriert, u.a. Eisernes Kreuz I. und II. Klasse, Hamburgisches
Hanseatenkreuz, Oldenburgisches Friedrich-August-Kreuz I und II. Klasse und das
Ritterkreuz des Königlichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern.
Nach Kriegsende in die Reichswehr übernommen kommt er zunächst in die
Hauptabteilung, wo er als Adjutant des Chefs des Flottenkommandos im
Reichmarineamt eingesetzt wird. Dieses wird am 15.07.1919 in Admiralität
umbenannt und erhält am 15.09.1920 wieder den ursprünglichen Namen
Flottenkommando.
Am dem 19.01.1922 Kommandant auf dem Torpedoboot "T 139" der I.
Flottille, wo er am 26.01.1924 in gleicher Verwendung auf "T 148"
wechselt, übernimmt er vom 19.01.1922 bis zum 26.09.1924 zugleich den Posten
des Flagg-Leutnant (Adjutanten) der I. Flottille.
Am 27.09.1924 wird er zu einem Kompanie-Führer im
Küsten-Verteidigungs-Bataillon I ernannt und wechselt dann am 05.09.1926 als
Flottenadjutant in das Reichsverteidigungsministerium.
Am 26.09.1929 mit dem Posten des Chefs der 2. Torpedoboot-Halb-Flottille
ernannt, übernimmt er am 16.09.1931 mit gleicher Dienststellung das Kommando
über die I. Torpedoboot-Flottille.
Als Führer der Torpedoboote am 25.09.1933 eingesetzt, übernimmt Fricke vom
06.10.1934 bis zum 30.09.1936 den Posten des Chef des Stabes der Inspektion
für Torpedo und Minen-Angelegenheiten und wird am 06.10.1936 an die
Wehrmachtsakademie kommandiert.
Am 01.10.1937 zum Chef der Operationsabteilung der Seekriegsleitung (SKL), im
Oberkommando der Kriegsmarine (OKM), ernannt, übernimmt er vom 30.04.1939 bis
zum 12.06.1941 zugleich den Posten des Verbindungsoffiziers der Kriegsmarine
beim Kommandierenden der Luftwaffe. Von dort übernahm er am 13.06.1941 den
Posten des Chefs des Stabes der Seekriegsleitung. Als solcher wird er am
01.10.1942, als Admiral und Chef des Stabes der Seekriegsleitung im OKM, mit
dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
Fricke wurde dann am 21.02.1943
als Chef der Seekriegsleitung abberufen und wurde am 21.03.1943 zum
Oberbefehlshaber des Marine-Gruppenkommandos Süd. Diese Dienststellung behielt
er bis zu seiner Ablösung am 11.12.1944. Danach wurde er in die
Führerreserve versetzt, ohne bis Kriegsende nochmals ein aktives Kommando zu
erhalten.
Kurt Fricke fiel am 02.05.1945 während der Kämpfe in Berlin.