Günther Gumprich wurde am 6. Januar 1900 in
Stuttgart geboren und als Angehöriger der Crew VII/16 in der Personalakte der
deutsche Marine geführt.
Während des 1. Weltkriegs in der Kaiserl. Marine, der er 1916 beitrat, trat er
nach Kriegsende der Marine-Brigade von Löwenfeld bei.
Der am 1. Juni 1940 zum Kapitän zur See beförderte Marineoffizier war ab
Oktober des Jahres 1937 bis zum Juni 1941 im OKW als Referent tätig, danach,
ab Juni 1941, übernahm er den
Hilfskreuzer " THOR" als Kommandant,
nachdem dieser mit Kapitän zur See Otto Kähler von seiner 1. Feindfahrt bis in
den Südatlantik mit großem Erfolg heimgekehrt war.
Gumprich hatte mit "Schiff
10" während 268 Seetagen 7 Frachter mit einer Tonnage von 34.670 BRT
versenkt und 3 Prisen mit 20.917 BRT aufgebracht.
Nach dem Verlust des Schiffes (am Ende der 2. Feindfahrt, am 30. 11. 1941,
wird es ein Opfer einer Explosionskatastrophe auf dem in Yokohama liegenden
Trossschiff "UCKERMARK") wurde Gumprich dem
Marineattache Tokio zur Verfügung zugeteilt.
Er übernahm später als Kommandant den
Hilfskreuzer "MICHEL"
vom erkrankten Hellmuth von Ruckteschell
und vernichtete während dessen 2. Unternehmung drei Schiffe mit zusammen 27.632 BRT. Gumprich,
der das Ritterkreuz am 31. 12. 1942 als Kapitän zur See und Kommandant des
Hilfskreuzers "THOR" erhielt , ging mit "Schiff 28 " am 17. Oktober
1943, 90 Seemeilen östlich von Yokohama im Gelben Meer, unter, nachdem es vom
US-U-Boot "TARPOON" torpediert wurde. Einige der Überlebenden konnten
sich in Rettungsbooten bis an die japanische Küste retten.