250.
Eichenlaubträger Robert Gysae
Korvettenkapitän, U-Boot-Waffe







Robert Gysae wurde am 04.01.1911 in
Berlin-Charlottenburg geboren und trat am 01.04.1932 als Seekadett der
Reichsmarine bei.
Zunächst diente er auf verschiedenen Torpedobooten ("ALBATROS", "LEOPARD"
und "T 107").
Als er am 01.04.1940 zur U-Boot-Waffe kommt ist er bereits Kapitänleutnant.
Nach der U-Boot-Ausbildung erhält er am 12.10.1940 das Kommando über U-98, der
7. U-Flottille, welches im März 1941 an die Front kommt.
Am 25.03. werden die Boote der 7. U-Flottille südlich Island zusammengezogen
um dort zusammen mit der Luftaufklärung auf Konvois zu operieren. Jedoch
werden bis zum 28.03. nur Einzelfahrer gesichtet, wobei U-98 einen versenken
kann. Am nächsten Tag operiert U-98 erfolglos gegen den Konvoi HX.115.
Bis zum 05.04.1941 kann U-98 insgesamt 4 Schiffe mit zusammen 15.588 BRT
versenken.
Nach der Bildung der "Westgruppe" am 11.05.1941 im Gebiet
südsüdostwärts Cape Farewell, gelingt es U-98 am 13.05.1941 den Hilfskreuzer "SALOPIAN"
(10.549 BRT), aus dem Konvoi SC.30, zu versenken. Vom 01.05 - 22.05.1941
versenkt Gysae 2 Schiffe mit 15.905 BRT.
Vom 29.06. - 14.07.1941 operiert U-98 zusammen mit weiteren dt. Booten im
Nordatlantik und kann im genannten Zeitraum 2 Einzelfahrer mit zusammen 10.842
BRT versenken.
Für seine Erfolge in der Bekämpfung feindlicher Schiffe er hält Robert Gysae
am 31.12.1941 als Kapitänleutnant und Kommandant auf U-98 das Ritterkreuz.
In der Zeit vom 21.01.-19.02.1942 versenkt er einen Frachter mit 5298 BRT.
Nach 6 Feindfahrten gibt er das Kommando von U-98 am 29.03.1942 an den
Korvettenkapitän Wilhelm Schulze ab um ab dem 30.03.1942 das Kommando über
U-177, der 10./12. U-Flottille, zu übernehmen.
Zwischen dem 04.05.-20.08.1943 versenkt Gysae mit U-177 6 Schiffe mit 38.017
BRT. Dabei setzt U-177 den
Schlepphubschrauber "Bachstelze" ein.
Zwischenzeitlich hatte Gysae am 31.05.1943 als Kapitänleutnant und Kommandant
auf U-177 das Eichenlaub zum Ritterkreuz für die Versenkung von 14 Schiffen
mit 87.388 BRT auf zwei Feindfahrten erhalten. Neben Gysae erhielt sein
leitender Ingenieur
Gerhard Bielig, bereits im Februar 1943 das Ritterkreuz.
Nach 2 Feindfahrten gibt er U-177 am 16.10.1943 an den Korvettenkapitän Heinz
Buchholz ab. U-177 wird am 06.02.1944 im Südatlantik südwestlich Ascension
durch amerikanische Flieger versenkt. Dabei kommen 51 Seeleute ums Leben.
Gysae wird im Dezember 1943 Flottillenchef der 25. U-Flottille zunächst in
Libau, ab Ende 1944 in Gotenhafen und dann in Travemünde.
Kurz vor Kriegsende übernimmt er das Kommando über das
Marine-Panzer-Jagd-Regiment 1 und geriet mit diesem in die
Kriegsgefangenschaft. Bereits im Juni 1945 wird er Leiter der
Personalabteilung des Deutschen Minenräumdienstes Ostsee und tritt am
01.07.1956 der neuen Bundesmarine bei, wo er am 12.12.1965 zum
Fregattenkapitän und am 01.10.1960 zum Kapitän zur See befördert wird.
Am 14.04.1967 wird er Flottillenadmiral und geht am 31.03.1970 als Kommandeur
der Marinedivision Nordsee in die Pension.
Als der Bundeskanzler Konrad Adenauer 1967 stirbt, bildet unter anderem auch
Robert Gysae die Ehrenwache.
Robert Gysae starb am 28.04.1989 in Wilhelmshaven.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Seekadett |
01.04.1932 |
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250. Eichenlaub zum Ritterkreuz |
31.05.1943 |
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Fähnrich zur See |
01.01.1933 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
31.12.1941 |
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Oberfähnrich zur See |
01.01.1935 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
31.05.1940 |
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Leutnant zur See |
01.04.1935 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
15.04.1941 |
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Oberleutnant zur See |
01.01.1937 |
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U-Boot-Kriegsabzeichen |
31.05.1941 |
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Kapitänleutnant |
01.10.1939 |
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U-Boot-Frontspange |
01.10.1944 |
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Korvettenkapitän |
01.07.1943 |
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Kriegsverdienstkreuz II. Klasse mit Schwertern |
??? |
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Medaille zur Erinnerung an den 01.10.1938 |
??? |
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

