Ulrich Heyse wurde am 20.9.1906 in
Berlin-Friedenau geboren und trat 1933 in die Marine ein.
Nach abgeschlossener Grundausbildung machte er auf dem Leichten Kreuzer "LEIPZIG"
eine Navigations-Belehrungsfahrt mit, erhielt dann auf dem Leichten Kreuzer "KÖLN"
eine praktische Bordausbildung und fuhr 1936 auf dem Leichten Kreuzer "EMDEN"
als II. FTO.
Ab 1938 war er I. Wachoffizier auf dem Zerstörer "THEODOR RIEDEL",
einem Lehrgang bei der 1. U-Lehrdivision im Juli 1940 folgte die Schulung als
Kommandant.
Anfang 1941 war Heyse Kommandantenschüler auf U 37 und am 12. 5. 1941 wurde er
Kommandant von U 128, eines Bootes vom Typ IX C mit rd. 48 Mann Besatzung, auf
fünf Feindfahrten vom 9. 12. 1941 bis 15. 1. 1943 versenkten er und seine Crew
gegnerische Schiffe mit einer Tonnage von rd. 83 000 BRT, darunter am 5.
3.1942 den Motortanker "D.A.KNUDSEN"" mit 11007 BRT und am 23. 3. den
Motortanker "ANDREA BRÖVIG" mit 10 173 BRT.
Die Einsätze vom U-Boot-Stützpunkt Lorient aus führten Boot und Besatzung u.
a. bis in den Seeraum vor Nordbrasilien, die längste Fahrt hatte 121 Tage
gedauert.
Heyse, am 1. 4.1943 zum Korvettenkapitän befördert, war am 21. 1. 1943 mit dem
Ritterkreuz ausgezeichnet worden, nachdem er das Boot am 17. 2. 1943 an
Kapitänleutnant Hermann Steinert übergeben hatte fand er Verwendung in
verschiedenen Kommandostellen und war bei Kriegsende Chef der 32. U-Flottille.
Ulrich Heyse starb am 19. 11. 1970.
U 128 mit der Feldpostnummer M-41096 wurde am 16. 5. 1943 durch US-Flugboote
beschädigt und danach von den US-Zerstörern "MOFFET" und "JOUETT"
mit Artillerie beschossen, das Boot war dann auf 10°S 35°35'W von der
Besatzung selbst versenkt worden, 6 Mann hatten den Tod gefunden.
EHRE IHREM ANDENKEN - GOTT GEBE
IHNEN DIE LETZTE RUHE