249. Eichenlaubträger Friedrich Kemnade
Korvettenkapitän, Schnellbootwaffe


Friedrich Kemnade wurde am 12.12.1911 in Schwarmstedt im Kreis Fallingbostel bei Hannover geboren.
Im März 1931 machte er sein Abitur.
Danach trat er am 01.04.1931 als Seeoffiziersanwärter in die Reichsmarine ein und wurde am 01.10.1931 zum Seekadett ernannt. Er erhielt seine militärische Grundausbildung und tat Dienst auf einem Segelschulschiff.
1932 nahm er an einer Seekadetten-Ausbildungsreise auf dem Kreuzer „KARLSRUHE“ teil und wurde am 01.04. zum Gefreiten befördert. Von 1933 bis 1934 war er zur Marineschule Mürwik kommandiert, nahm an Waffenlehrgängen teil und war Divisionsfähnrich auf dem Kreuzer „KÖNIGSBERG“. Zwischenzeitlich wurde er am 01.01.1933 zum Fähnrich zur See und am 01.07.1933 zum Obermaat befördert. 1935 war er Divisionsleutnant und 2. Torpedooffizier auf den Kreuzern „KÖNIGSBERG“ und „NÜRNBERG“. Am 01.01.1935 erhielt er seine Beförderung zum Oberfähnrich zur See und wurde schließlich am 01.04.1935 Leutnant zur See.
1936 wurde er Schnellbootkommandant in der 1. S-Halbflottille. Weiterhin erhielt er 1936 eine Olympiamedaille und am 02.10.1936 die Wehrmacht-Dienstauszeichnung IV. Klasse. Am 01.01.1937 wurde er Oberleutnant zur See und übernahm den Posten eines Offizierlehrers an einer Torpedoschule. 1939 war er 1. Torpedooffizier und Adjutant des Auslandkreuzers „EMDEN“ und wurde am 01.10.1939 Kapitänleutnant.
Am 30.04.1940 erhielt er das Eiserne Kreuz II. Klasse und übernahm am 23.05.1940 die 3. Schnellbootflottille. In dieser Funktion erhielt er viele weitere Auszeichnungen. Am 11.09.1940 wurde Kemnade bei einem Angriff britischer Bomber auf den Hafen von Vlissingen um 22.04 Uhr auf  S 13 schwer verwundet zusammen mit der Seemännischen Nr. 1 von S 13 Bootsmaat Eichler. Für die Zeit des Ausfalls Kemnades übernahm Kapitänleutnant Hans Trummer das Kommando. Für diese Verwundung erhielt er am 20.09.1940 das Verwundetenabzeichen in Schwarz. Weiterhin wurde er am 24.12.1940 mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse, am 11.03.1941 mit dem Schnellbootkriegsabzeichen, am 02.02.1942 mit dem Deutschen Kreuz in Gold, am 21.05.1942 mit der italienischen Silbernen Tapferkeitsmedaille (Medaglia d'argento) (die erste von insgesamt dreien), am 23.07.1942 mit dem Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz, am 05.12.1942 mit der Erinnerungsmedaille Afrika, am 02.01.1943 mit dem Flottenkriegsabzeichen, am 12.01.1943 mit der Medaille „deutsch-italienischer Feldzug in Libyen“, am 24.01.1943 mit der zweiten italienischen Silbernen Tapferkeitsmedaille, am 17.03.1943 mit dem italienischen Kriegskreuz für militärische Verdienste (Croce al Valore militare), am 27.05.1943 als 249. Soldat der Deutschen Wehrmacht mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und am 12.10.1943 mit dem Ärmelband „Afrika“ ausgezeichnet. Da er mit dem Eichenlaub ausgezeichnet worden war, war er wohl auch Träger des Schnellbootkriegsabzeichens mit Brillanten. Als weitere Auszeichnung wäre da noch das italienische Komturkreuz zu nennen. Weiterhin wurde er im Wehrmachtsbericht genannt.
Zwischenzeitlich war er dann auch am 01.03.1943 zum Korvettenkapitän ernannt worden. Nachdem er die 3. Schnellbootflottille abgegeben hatte wurde er Referent im Oberkommando der Kriegsmarine in der Seekriegsleitung. Diesen Posten hatte er bis zur Kapitulation am 08.05.1945 inne.
Nach der Kapitulation wurde er Verbindungsoffizier des Oberkommandos der Kriegsmarine zur alliierten Marinekommission. Am 27.02.1946 wurde er dann aus dem britischen Gewahrsam entlassen.
Nach Kriegsende war er dann von 1946 bis 1956 erst Vertreter, dann Bezirksinspektor und dann Direktionsassistent der Allianz Versicherungs-AG. Ab 1952 war er Filialdirektor.
Am 01.04.1956 trat er als Fregattenkapitän in die neugebildete Bundesmarine ein und wurde Marine-Sachbearbeiter im Stabe Deutscher Militärischer Vertreter beim Militärausschuss der NATO in Washington D. C. 1958 wurde er Kommandeur der Schnellboote. Am 15.08.1959 wurde er zum Kapitän zur See befördert. 1960 übernahm er den Posten des Leiters der Operationsabteilung beim Befehlshaber der Seestreitkräfte der Ostsee/COMNAVGERBALT (Commander Naval Forces German Baltic). 1961 wurde er dann Leiter der Operationsabteilung im Flottenkommando/FOG (Flag Officer Germany), bis er 1963 zum Chef des Stabes dieser Instanz ernannt wurde. Am 01.10.1963 wurde er Kommandeur der Abteilung Marine-Führungsakademie der Bundeswehr, um dann am 01.04.1968 Befehlshaber im Wehrbereich I und Deutscher Bevollmächtigter bei AFNORTH (Allied Forces Northern Europe) zu werden. Zwischenzeitlich ist er am 17.04.1964 zum Flottillenadmiral befördert worden. Am 02.04.1968 wurde er zum Konteradmiral befördert und am 30.09.1970 in den Ruhestand verabschiedet.
Für seine langjährige Tätigkeit und seine Verdienste um die Bundeswehr wurde er im September 1970 mit dem Großen Verdienstkreuz des Bundesverdienstordens ausgezeichnet.

Nedstat Basic - Free web site statistics

Danke Patrick