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853. Eichenlaubträger Hans-Günther Lange
Kapitänleutnant, U-Boot-Waffe

Hans-Günther Lange wurde am 28.09.1916 in Hannover geboren und trat am 01.September 1917 als Seekadett der Kriegsmarine bei.
In den ersten Jahren seiner Laufbahn diente er auf den Torpedo-Boot "JAGUAR", bis er am 01.September 1941 als Leutnant zur See zur U-Boot-Waffe kam.
Nach 2 Monaten Ausbildung ging er als I. WO mit U-431, im Mittelmeer,  auf seine erste Feindfahrt.
Im Juli 1942 schloss er den Kommandantenschießlehrgang in der 24. U-Flottille ab und wurde im September 1942 Kommandant von U-711. Mit diesem Boot führte er vom 26.09.1942 bis zum 04. Mai 1945, 12 Feindfahrten im Arktischen Meer, vorrangig gegen britische und sowjetische Konvois, durch.
So gehörte das Boot im Herbst 1943 zur Gruppe "Wiking". Am 09.09.1943 untersucht er die Wardroper-Inseln und beschießt am 18. und 24.09.1943 die FT-Stationen Pravdyi und Blagopolucija.
Im März - April 1944 gehörte das Boot zur Gruppe "Blitz" und beteiligte sich im Nordmeer an der Bekämpfung feindlicher Konvois (2 erfolglose Angriffe auf JW.58).
Ende April - Anfang Mai gehörte das Boot zur Gruppe "Keil" und beteiligte sich an der Bekämpfung eines Zubringer Konvois, der amerikanische Schiffsbesatzungen und 2300 sowjetische Seeleute beförderte, die in England  einen Anteil der italienischen Kriegsbeute übernehmen sollten. Unter ihnen befand sich auch Admiral Levchenko. Hier versenkt U-711 am 30.04.1944 die "WILLIAM S. THAYER" (7176 BRT). Weitere Angriffe am 02.05. auf einen Zerstörer blieben ohne Erfolg.
Vom 05.08.1944 bis zum 30.9.1944 befindet sich das Boot in der Kara-See, als Mitglied der Gruppe "Greif", die vom 21.09.1944 bis zum 24.09.1944 das sowjetische Geleit VD-1 (4 Transporter, 5 Minensucher, 2 Trawler-Wachschiffe und 2 Zerstörer) bekämpft. Bei diesem Kämpfen schlagen 6 Angriffe des U-Bootes gegen Sicherungsfahrzeuge aufgrund von Torpedoversagern fehl. Dies setzte sich bei weiteren Angriffen am 23.09. auf 3 Minensucher und 2 Dampfer fort. Am 24.09.1944 beteiligt sich das Boot an der Aushebung der FT-Station auf der Insel Sterligova. Zuvor wurde U-711 am 22.08.1944 als Bestandteil eines Vp-Streifens der Gruppe "Trutz" befohlen, um britische Trägerschiffe beim Einsatz gegen die "TIRPITZ" zu bekämpfen.
Am 23. August 1944 feuerte, der am 01.08.1944 zum Kapitänleutnant beförderte Lange, einen FAT-Fächer auf das sowjetische Schlachtschiff "ARCHANGELSK" (ex "ROYAL SOVEREIGN"), sowie auf den feindlichen Zerstörer "ZARKIJ" ab. Diese Angriff brachte allerdings, aufgrund von Frühdetonierern,  keine Erfolge. Kurz danach beteiligt sich das Boot an der Bekämpfung des Konvois RA.59A.
Am 26.08.1944 erhielt er als Kapitänleutnant und Kommandeur von U-711 das Ritterkreuz und am 29.04.1945 als einer der letzten Soldaten der Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Im Februar 1945 greift U-711 den aus dem Weißen Meer kommenden sowjetischen Konvoi BK.3 an und beteiligt sich am 16.02.1945 an Kämpfen gegen sowjetische Kriegsschiffe sowie Teilen der britischen Escort Force, an der Einfahrt des Kolafjordes. Dabei versenkt das Boot die Korvette "BLUEBELL" und wird in die Bären-Insel-Enge verlegt.
Im März beteiligte sich Lange am Aufbau einer Vp-Kette vor den Konvoi JW.65, der aber keinen Erfolg bringt, stattdessen torpediert man einen bewaffneten Fischkutter an der Kola-Küste.
Ende April 1945 operiert man gegen den Konvoi JW.66 und sichert vor der Kola-Mündung, es ist das einzigste Boot das diesen Konvoi sichtet, kommt aber ohne Erfolg zum Schuss. das Boot hatte noch am 19.04.1945 einen kleinen Dampfer als versenkt gemeldet.
Am 04.05.1945 wurde U-711 bei einem Luftangriff auf Harstadt/Nordnorwegen durch Flugzeuge der Träger "SEARCHER", "TRUMPETER" und "QUEEN" versenkt.
Der Kommandant verbrachte daraufhin die nächsten drei Monate in norwegisch-britischer Gefangenschaft.
Im Oktober 1957 trat Lange der neuen Bundesmarine bei, wo er sich am Aufbau einer neuen U-Boot-Waffe beteiligte.
Für 2 Jahre kommandierte er das 1. U-Boot-Jagdgeschwader und wurde im Januar 1964 Kommandeur der gesamten U-Boot-Waffe. Später übernahm er verschiedene Stabstätigkeiten und beendet seine Marinekarriere im Jahre 1972 als Stabs-Offizier in der Marinedivision Nordsee.

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