Ritterkreuzträger Günter Lütjens
Admiral

Günter Lütjens wurde am 25.05.1889 in Wiesbaden geboren.
Er trat am 03.04.1907, nach dem Abitur, als Seekadett in die Kaiserliche Marine ein. Seine Beförderung zum Leutnant zur See erfolgte am 28.09.1910. Im Jahr 1911 diente er zuerst auf dem Großen Kreuzer „HANSA“, ehe er auf das Schulschiff „KÖNIG WILHELM“ wechselte.
Als er zum Oberleutnant zur See befördert wurde, diente er bereits in der Torpedowaffe, wo er bis zum „Führer der Torpedoboote“ aufstieg. Zunächst begann er sein Wirken 1913 bei der  VI. Halbflottille in der 1.Torpedodivision. Hier erlebte er auch den Beginn des 1.Weltkrieges.
Ab Mai 1915 war Kommandant auf den Torpedobooten „T 68“ und „T 21“. Sein Einsatzgebiet war die Küste Flanderns. 1916 zum Chef der 2. Ausbildungs-Torpedoboot-Halbflottille „Flandern“ ernannt, erhielt er am 24.05.1917, in dieser Funktion, die Beförderung zum Kapitänleutnant, ehe gegen Kriegsende wieder ein Kommando über ein Torpedoboot, „A 40“, übernahm. Für seine Verdienste, Leistungen und Einsatz erhielt er 6 Orden.
Lütjens gehörte nach Kriegsende zu den glücklichen Offizieren, die in die Reichsmarine übernommen wurden. Nach zwischenzeitlichem Dienst bei der III. Küstenwehrabteilung und als Referent bei der Marineleitung in Berlin, war er 1923 wieder bei der Torpedowaffe zu finden. Er übernahm die 3.Torpedoboot-Halbflottille. Von 1925 - 1929 tat er als Adjutant des Chefs der Marinestation der Nordsee in Wilhelmshaven Dienst. Am 01.04.1926 wurde er zum Korvettenkapitän befördert. In den Jahren 1929 - 1931 Chef der 1.Torpedobootsflottille, wechselte er nach seiner Beförderung, zum Fregattenkapitän am 01.10.1931, ins Berliner Marinekommandoamt, wo er als Dezernent in der Flottenabteilung A II arbeitete. 1932 wurde Lütjens selbst Leiter der Marineoffizierpersonalabteilung.
Am 01.07.1933 zum Kapitän zur See befördert, übernahm Lütjens wieder ein aktives Kommando. Er wurde Kommandant des Kleinen Kreuzers „KARLSRUHE“. Nach nur einem Jahr folgte die Versetzung, als Chef des Stabes der Marinestation der Nordsee, wo er schon 1925 - 1929 als Adjutant tätig war, in den Admiralstabdienst. Schon 1936 wechselte er wieder nach Berlin als Chef des nunmehrigen Personalamtes der Kriegsmarine. „Führer der Torpedoboote“ wurde er am 17.06.1937 und die Beförderung zum Konteradmiral erhielt er am 01.10.1937.
Während des 2.Weltkrieges zunächst „Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte“, übernahm, der zwischenzeitlich am 01.01.1940 zum Vizeadmiral beförderte, Lütjens kurzfristig den Oberbefehl über das  Unternehmen „Weserübung“ (Besetzung von Dänemark und Norwegen, ab 09.04.1940). Für das erfolgreiche Durchführen dieser Operation erhielt Lütjens bereits am 14.06.1940 das Ritterkreuz.
Bereits im Juli wurden ihm endgültig die Aufgaben des Flottenchefs übertragen und er, in Personalunion, zum „Befehlshaber der Schlachtschiffe“ ernannt. Am 01.09.1940 erfolgte die Beförderung zum Admiral.
Im Februar und März 1941 führte er eine Operation (mit den Schlachtschiffen „SCHARNHORST“ und „GNEISENAU“) im Altantik aus, in deren Verlauf 22 Handelsschiffe mit 116.000 Bruttoregistertonnen versenkt wurden und 800 Überlebende gerettet werden konnten.
Bereits am 18.05.1941 lief Lütjens erneut mit einem Kampfverband, bestehend aus dem neuen Schlachtschiff „BISMARCK“ und dem Schweren Kreuzer „PRINZ EUGEN“, zur Operation „Rheinübung“ in den Atlantik aus. Am 24.05.1941 kam es in der Dänemarkstraße zum ersten größeren Seegefecht des 2.Weltkrieges mit deutscher Beteiligung. In dessen Verlauf wurde der britische Schlachtkreuzer „HOOD“ versenkt und das Schlachtschiff „PRINCE OF WALES“ schwer beschädigt. Der personelle Verlust auf britischer Seite betrug rund 1.400 Tote. Nach dieser Niederlage eröffnete die britische „Home Fleet“ die Jagd auf die „BISMARCK“ und die „PRINZ EUGEN“. 8 Schlachtschiffe, 2 Flugzeugträger, 4 schwere und 7 leichte Kreuzer, 21 Zerstörer sowie 6 U-Boote blieben der „BISMARCK“ auf den Fersen. Die „PRINZ EUGEN“ konnte sich, auf Befehl von Admiral Lütjens, unbemerkt absetzen. Am 27.05.1941 konnten die Briten schließlich die „BISMARCK“ stellen und schossen sie zusammen, bevor die Besatzung die Selbstversenkung einleitete.
Admiral Lütjens starb mit rund 1978 Besatzungsmitgliedern den Seemannstod. Nur 115 Seeleute überlebten.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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Danke Sascha