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Ritterkreuzträger Hans Stohwasser
Vizeadmiral z.V.

Hans Stohwasser wurde am 14.05.1884 in Dresden geboren und trat am 10.04.1901 der Kaiserlichen Marine bei, wo er bis zum 31.03.1902 seine Grundausbildung mit anschließendem Dienst auf dem Schulschiff "MOLTKE" absolvierte. Dem schlossen sich bis zum 30.09.1903 der Besuch der Marineschule und weitere verschiedenen Spezialkurse an.
Bis 30.09.1904 zum Dienst auf das Linienschiff "ZÄHRINGEN" versetzt, übernimmt Stohwasser dann den Posten des Kompanie-Offiziers bei der II. Torpedo-Abteilung und ist bis zum 15.09.1906 zugleich Wach-Offizier auf den Torpedobooten "G-113", "S-117" bzw. "S-105".
Vom 16.09.1906 bis zum 30.09.1908 findet er eine Verwendung als Torpedo-Offizier auf dem Leichten Kreuzer "LÜBECK" und kommt dann als Ausbilder und Inspektions-Offizier an die Marineschule. Von dort wechselt er am 01.10.1909 als Kompanie-Offizier zur II. Torpedo-Division, übernimmt dort die Führung der X-Reserve-Halbflottille und ist 1. Offizier auf dem Divisions-Stammboot. Ab dem 25.04.1910 zugleich Ausbilder auf dem Linienschiff "WÜRTTEMBERG", sowie bis zum 30.09.1912 zugleich abwechselnd Kommandant auf den Torpedo-Booten "S-124", bzw. "S 121", beginnt er am 01.12.1912 einen Lehrgang an der Marine-Akademie und steht dann  ab dem 01.07.1913 z.V. bei der II. Marine-Inspektion.
Vom 30.09.1913 bis zum 30.06.1914 erneut Teilnehmer eines Lehrgangs an der Marine-Akademie, steht er bis zum 01.08.1914 z.V. an der Kaiserlichen Werft in Wilhelmshaven, um dann das Kommando über das Torpedoboot "G 175" zu übernehmen.
Am 11.01.1916 wird er zum Chef der 16. Torpedoboot-Halbflottille ernannt und ist ab dem 15.10.1918 Adjutant der Inspektion für das Torpedowesen. Danach steht er ab dem 30.11.1918 z.V. beim Chef der Marinestation "Nordsee", ist Leiter des Seetransportamtes "Neufahrwasser" und Verbindungsoffizier zu Heereseinheiten.
Ab dem 09.10.1919 Torpedo-Direktor an der nunmehrigen Reichswerft in Wilhelmshaven, übernimmt er am 19.02.1920 das Kommando über die Kommandoabteilung der Marinestation "Ostsee", bis er vom 20.03.bis zum 25.04.1920 den Posten eines Kompaniechefs in Kiel übernimmt.
Ab dem 26.04.1920 Kommandeur des I. Bataillons des 6. Marine-Regiments der III. Marine-Brigade, steht Stohwasser ab dem 31.05.1920 wieder z.V. der Marinestation "Ostsee" und ist ab dem 04.06.1920 wieder Kommandeur der Kommandoabteilung dieser Marinestation. Vom 04.07.1920 bis zum 20.01.1922 Adjutant beim Personalamt der Station, übernimmt er im Frühjahr und im Sommer 1921 zugleich zeitweise das Kommando des Personalamtes der Station.
Am 20.01.1922 zum 1. Adjutanten beim Stab der Station ernannt, ist er vom 06.10.1924 bis zum 30.09.1926 Chef des Stabes der Inspektion für das Ausbildungswesen der Marine.
Am 01.10.1926 übernimmt Stohwasser das Kommando des Sperrwaffen-Erprobungskommandos und ist Chef der Tender-Halbflottille des Sperrwaffen-Erprobungskommandos. Weiterhin wird er im Juli 1927 und im Herbst 1928 zugleich mit der Führung der Inspektion des Torpedo- und Minenwesens beauftragt. Als solcher wird er dann am 30.09.1931 verabschiedet.
Vom 01.09.1933 bis zum 31.01.1934 Zivilangestellter als Sperrwaffenausbilder bei der Marinestation "Ostsee", ist er dann Sperrwaffenausbilder beim 2. Admiral "Ostsee" und ab dem 01.04.1935 Ausbilder an der Inspektion des Torpedo- und Minenwesens. Vom 01.10.1936 bis 01.11.1936 Ausbilder an der Sperrwaffeninspektion und dann bis zum 31.03.1938 an der Nachrichteninspektion, sowie danach bis zum 21.08.1939 bei der Marinestation "Ostsee", übernimmt er mit dem 22.08.1939 die Führung der Minenboote "West", bzw. am 15.10.1939 der Minenboote "Ost". Ab dem 18.07.1940 bis zum 05.08.1940 ist er zugleich weiterhin noch Befehlshaber der Sicherung "Ost", um am 10.08.1940 die Führung der Minenboote "Nord" zu übernehmen.
Ab dem 14.10.1940 bis zum 07.06.1944 Befehlshaber der Sicherung "Ostsee", wird er als solcher am 30.11.1940 im Zuge seiner Führungsleistungen in der Sicherung der Ostsee mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Ihm war es zu verdanken, dass die ihm unterstellten verbände erfolgreich operieren konnten. Ab Oktober 1940 in dänischen Gewässern stationiert, wie bspw. in Frederikshaven, Aalborg und Aarhus bzw. Kopenhagen, kehrt der BSO im April 1944 nach Swinemünde zurück. Der Stab schiffte sich ab 1940 auf dem Vermessungsschiff "METEOR", bzw. zeitweise auf "RUGARD" ein. Ab 1942 lag er auf "REIHER", wo er wegen Werftarbeiten zeitweise an Land verlegt wurde. Dem BSO fiel mit der Besetzung Dänemarks die Sicherung des Skagerraks und Kattegats zu. Ab April 1944 ging die Bedeutung des BSO zurück, wobei ihm zu diesem Zeitpunkt operativ nur noch die mittlere Ostsee unterstand. Stohwasser arbeitete in seiner Position zunächst mit Kapitän zur See Leissner und dann die längste Zeit mit Kapitän zur See Freiherr von Killinger zusammen. Mit Beendigung dieser Tätigkeit wird er am 30.06.1944 aus dem Dienst verabschiedet.
Hans Stohwasser verstarb am 30.05.1967 in Neumünster.
 

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Seekadett 10.04.1901   Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 30.11.1940
Fähnrich zur See 22.04.1902   Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK ???
Leutnant zur See 29.09.1904   Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK ???
Oberleutnant zur See 30.03.1906   Eisernes Kreuz II. Klasse - Spange ???
Kapitänleutnant 19.08.1911   Eisernes Kreuz I. Klasse - Spange ???
Korvettenkapitän 21.01.1920      
Fregattenkapitän 01.03.1926      
Kapitän zur See 01.04.1928      
Konteradmiral 01.02.1940      
Vizeadmiral 01.04.1942      

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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