226. Eichenlaubträger Siegfried Wuppermann
Kapitänleutnant, Schnellbootflotte

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Siegfried Wuppermann wurde am 15.12.1916 in Berlin geboren und trat 1935 der Kriegsmarine bei, wo er 1938 zum Leutnant zur See befördert und als Adjutant zur U-Boot-Schulflottille versetzt wurde.
Im März 1939 kommt Wuppermann zur Schnellbootflotte und übernimmt das Kommando über ein Boot der 1. Schnellboot-Flottille und nimmt o an den Kampfhandlungen gegen Polen, bzw. in Nord- und Ostsee, bzw. im Kanal, teil.
Anfang November 1940 wird er zum Gruppenführer in der 3. Schnellboot-Flottille ernannt und übernimmt am 21.12.1940 das Kommando über "S 60". Mit dem Boot erlebt er am 16.01.1941 seine Feuertaufe im Raum Boulogne. Im Februar 1941 übernimmt er zeitweise die Führung der 3. Schnellbootflottille, da sich der Kommandeur Kemnade auf Urlaub befindet. Am 07.03.1941 führt Wuppermann eine Aktion gegen einen gegnerischen Geleitzug aus dem durch die Flottille 2 Zerstörer und 3 Dampfer herausgeschossen werden können.
Mit "S 60" nimmt er an den Kämpfen in der Ostsee gegen Russland teil. Dabei nimmt er am 21.06.1944, also einen tag vor dem Angriff gegen die Sowjetunion an einem Unternehmen teil, das 30 Minen in die Hafeneinfahrt des Hafens Windau legte.
Im Rahmen dieser Kämpfe erhält Siegfried Wuppermann, als 81. Soldat der Kriegsmarine, als Oberleutnant zur See und Kommandant auf "S 60", am 03.08.1941 das Ritterkreuz. Grund für die Verleihung waren die außergewöhnlichen Erfolge der unter Wuppermann eingesetzten Boot bis Ende Juni 1941. Mit der Verleihung des Ritterkreuzes werden damit die Leistungen aller Flottillenbesatzungen, einschließlich der Mutterschiffsbesatzung, sowie der kleinen Hilfsfahrzeuge der Flottille im Besonderen entsprochen.
Nachdem die 3. Schnellbootflottille im November 1941 ins Mittelmeer verlegt wurde, um dort die Geleitzüge für das Afrikakorps zu sichern, wird Wuppermann aufgrund seiner persönlichen Tapferkeit und seiner Erfolge in der Bekämpfung feindlicher Einheiten, am 14.04.1943 als Oberleutnant zur See und Kommandant auf "S 56", mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz ausgezeichnet. Wuppermann hatte am 15.06.1942 mit seinem Boot den ersten erfolgreichen Angriff eines S-Bootes gegen einen feindlichen Kreuzer gefahren.
Im Mai 1943 stellt er als Kapitänleutnant die 21. und 22. Schnellboot-Flottillen in Eckernförde auf und wird danach in den Stab des Führers der S-Boot versetzt.
Im März 1945 übernimmt er das Kommando über die 1. S-Boot-Division und führt somit die Kämpfe im Raum Ägäis und Adria bis Kriegsende.
Nach Ende des Kriege stritt er der Bundesmarine bei.
Siegfried Wuppermann verstarb am 15.04.2005 in Osnabrück.EHRE IHREM ANDENKEN - GOTT GEBE IHNEN DIE LETZTE RUHE
Quelle: Kai