Ritterkreuzträger
Herbert Karl Abratis
Major, Fallschirmjäger





Herbert Abratis wurde am 21.03.1918 in Babienten, Kreis Sensburg in
Ostpreußen geboren und trat, nachdem er am 31.10.1936 als Obervormann aus dem
Reichsarbeitsdienst entlassen wurde, am 03.11.1936 als Freiwilliger der
Stabs-Batterie des Flak-Regiments 11 in Königsberg bei.
Am 15.09.1938 wechselt er im Range eines überzähligen Unteroffiziers zur 2.
Batterie des Flak-Regiments 1 und verpflichtet sich mit Wirkung vom 01.10.1938
auf ein 3. Dienstjahr. Am 01.03.1939 wird er hier zum Leutnant befördert und
wechselt am 16.03.1939 als Batterie-Offizier in die 6. Batterie des
Flak-Regiments 11 in Neuhufen/Ostpreußen. Dort wird er mit Wirkung zum
01.10.1939, am 27.08.1939 mit Range eines Leutnants in die Luftwaffe übernommen.
Am 12.02.1940 wird er an die Infanterieschule nach Döberitz kommandiert und wird
nach seiner Rückkehr zur 7. Flieger-Division versetzt, unter gleichzeitiger
Kommandierung an die Fallschirmschule Wittstock. In der Folge nimmt er an den
Kämpfen um Narvik teil und befindet sich ab dem 01.05.1940 beim
Fallschirm-Jäger-Ergänzungs-Bataillon 1 in Stendal, bis er am 21.05.1940 zur 1.
Kompanie des Fallschirm-Jäger-Regiments 1 wechselt und an den Kämpfen in
Frankreich teilnimmt.
Mit Wirkung vom 11.07.1940 wird er zum Zugführer in der 1. Kompanie des
Regiments ernannt und nimmt vom 19.08.1940 bis zum 16.09.1940 an einer Pionier-
und Messtrupp-Ausbildung beim Pionier-Bataillon 17 in Würzburg teil.
Am 20.05.1941 beginnt für die Fallschirmjäger die "Operation Merkur", die
Eroberung der Insel Kreta, an der auch Abratis teilnimmt.
Zurück in Deutschland beginnt am 22.06.1941 der Feldzug gegen Russland, zum
Winter hin, werden die deutschen Kräfte schwächer und schwächer und so werden
nun auch die Fallschirmjäger eingesetzt. Mit seiner Einheit wird Abratis im
Norden der Ostfront eingesetzt und erhält am 01.12.1941 die Beförderung zum
Oberleutnant. Im Frühjahr 1942 werden die Fallschirmjäger in den Raum Rshew
verlegt, wo Abratis am 20.02.1942 die Führung der 2. Kompanie übernimmt. Nach
erneuter Verlegung in den Kampfraum Orel wird Abratis am 23.12.1942 Chef der 7.
Kompanie.
Nach Verlegung des Regiments nach Frankreich und der dortigen Aufstellung der 1.
Fallschirm-Jäger-Division, nimmt diese an den Kämpfen auf Sizilien teil. Später
übernimmt Abratis - in Personalunion - ab dem 01.12.1943, mit Unterbrechungen,
den Posten des Führers des II. Bataillons und den Posten des Chefs der 7.
Kompanie. Zu jener Zeit wurde
das Regiment bei den Kämpfen um den Monte Cassino eingesetzt. Dort übernahm am
07.02.1944 die "Kampfgruppe Schulz" die Verteidigung des Monte Cassino
vom Kloster bis zum Kalvarienberg. Zur Kampgruppe gehörte auch das II. Bataillon
unter Abratis, welches dafür sorgte das die letzten Höhen vor dem Lirital in
eigenem Besitz blieb. Ein Durchstoß zur Via Casilina wurde so verhindert. In der
Nacht zum 16.03.1944 wurden die letzten Reserven in die Stadt verlegt, um die
Angriffe des neuseeländischen Korps aufzuhalten. Die eingesetzten teile der 1.
Fallschirmjäger-Division verhinderten einen Erfolg, dazu gehörten auch die
Verbände unter Führung des Hauptmanns Abratis. Für seine Einsätze im Raum
Cassino erhielt er am 24.10.1944 das Ritterkreuz.
Am 15.04.1944 wird Abratis zum Führer des II. Bataillons ernannt, nachdem er
bereits am 01.09.1943 zum Hauptmann befördert worden war.
Mit Abschluss der Kämpfe wird Abratis am 01.01.1945 Kommandeur des II.
Bataillons unter gleichzeitiger Beförderung zum Major. Dem schließt sich am
02.02.1945 das Kommando über das Fallschirm-Panzer-Jagd-Bataillon 53 an, das an
der Oder eingesetzt wurde. Bereits am 12.02.1945 wird er zur
Generalstabs-Ausbildung nach Berlin kommandiert. Jedoch wird die Kommandierung wieder
aufgehoben und Abratis übernimmt das Kommando über das neugebildete
Fallschirm-Jäger-Regiment 27 der 9. Fallschirmjäger-Division in den Endkämpfen
im Raum Berlin.
Über den Tod von Herbert Abratis gibt es verschiedene Informationen. Zumindest
fiel er bei den Kämpfen im Oderbruch bei Rosengarten, südlich Altdamm im Raum südlich Stettin durch
Halsschuss. Doch das Datum variiert. Zum einen steht der 15.03. zum anderen die
Nacht vom 28. zum 29.03.1945.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
