Ritterkreuzträger
Walter Adolph
Hauptmann, Jagdflieger






Walter Adolph wurde am 11.06.1913 in Fontanelle in
Rumänien als Sohn eines österr. Schuldirektors geboren. Nach dem Zerfall
Österreich-Ungarns zog die Familie nach Deutschland, wo Adolph Mitte der 30èr
Jahre der Luftwaffe beitrat.
Im Jahre 1937 diente er als Leutnant freiwillig in der 1. Staffel des Jagdgeschwaders
88 der "Legion Condor" in Spanien, wo er am 30.12.1937 seinen einzigen
Erfolg, über eine Polikarpov I-15, errang.
Zurück in Deutschland wird er Staffelkapitän der 2. Staffel des
Jagdgeschwaders 1, die gegen Sommerende 1939 in Seerappen/Ostpreußen lag. In
den ersten Tagen gegen Polen eingesetzt, wird das Geschwader schon bald nach
Deutschland zurückbeordert, wo er am 01.10.1939 zwei Blenheim-Bomber über
Osnabrück abschoss.
Im Westfeldzug erringt Adolph fünf weitere Abschüsse. Dazu gehören drei
Blenheim-Bomber, die er am 12.05.1940 über dem Lauftraum von Maastricht, in
nur 5 Minuten abschoss.
Am 09.07.1940 wird die 2. Staffel/JG 1 in 8. Staffel/JG 27 "Schlageter"
umbenannt. Adolph wird am 04.10.1940 zum Gruppenkommandeur der II. Gruppe des
Jagdgeschwaders 26 ernannt und erringt 9 weitere Luftsiege. Für seine nun 15
Luftsiege erhält er, als Hauptmann, am 13.11.1940 das Ritterkreuz.
Die II. Gruppe war die erste Luftwaffen-Einheit, die im Juli 1941 die neuen
Jagdflugzeuge vom Typ FW 190 erhielt.
Am 18.09.1941 führt Adolph acht weitere FW 190-Jäger an, um Jagdschutz für
einen deutschen Tanke im Raum Ostende zu fliegen. Dabei stießen sie auf
Blenheim-Bomber eskortiert von Spitfire- und Hurricane-Maschinen. Bei dem
folgenden Luftkampf wurde Adolph abgeschossen und blieb zunächst vermisst.
Erst drei Wochen später wurde der Körper an die belgische Küste gespült. Es
wird angenommen, das Adolph dem britischen Jägerass Cyril Babbage über dem
Luftraum vom Blankenberge zum Opfer fiel. Adolphs FW-190 Maschine, war die
erste ihres Typs die abgeschossen wurde. Bis zu seinem Tod hatte er 25
Flugzeuge abgeschossen.