Ritterkreuzträger
Egon Albrecht-Lemke
Hauptmann, Kampfflieger






Egon Albrecht-Lemke wurde am 19.05.1918 in Curitiba/Brasilien geboren und kam
später zur deutschen Luftwaffe.
Dort gehörte er zunächst zur 6. Staffel der Zerstörergeschwaders 1, welches mit
Me 110-Jägern ausgerüstet war.
Am 26.06.1940 wird die 6. Staffel in die 9. Staffel des Zerstörergeschwaders 76
umbenannt, die wiederum am 24.04.1941 in 6. Staffel des Schnellkampfgeschwaders
210 umbenannt wurde. Mit dieser Staffel fliegt Albrecht-Lemke Einsätze über Russland.
Am 04.01.1942 wird die 6. Staffel des SKG 210 in 1. Staffel des
Zerstörergeschwaders 1 umbenannt, wo Albrecht am 12.06.1942 den Posten des
Staffelkapitäns übernimmt.
Am 25.05.1943 erhält Albrecht-Lemke als Oberleutnant und Staffelführer der 9. Staffel
des ZG 1 das Ritterkreuz für 15 Luftsiege, sowie für die Vernichtung von 11
Flugzeugen, 162 Motorrädern, 254 Kraftfahrzeugen, 3 Lokomotiven, 8
Flak-Stellungen, 12 Pak-Stellungen und 8 Infanterie-Stellungen am Boden.
Mittlerweile zum Hauptmann befördert, löst Albrecht-Lemke am 09.10.1943 den bisherigen
Gruppenkommandeur der II. Gruppe des ZG 1, Hauptmann Karl-Heinrich Matern ab,
nachdem dieser am 08.10.1943 tödlich abgestürzt war. Kurze Zeit später wird die
II. Gruppe an die Westfront verlegt, wo man Einsätze über der Biskaya flog.
Nach Verlegung nach Wels in Österreich sollte die Gruppe die einfliegenden
US-Bomber der 15. US-Air Force aus Italien kommend abfangen.
Im Juli 1944 verlegt die Gruppe nach Deutschland, um dort mit der Me 109
ausgerüstet und in die III./JG 76 umbenannt zu werden.
Albrecht greift dann in den Kampf an der Invasionsfront ein und führt dort eine
Gruppe. Am 25.08.1944 bricht Albrecht einen Einsatz aufgrund von Motorproblemen
ab und kehrt zu seinem Fliegerhorst zurück. Dabei wird er von P-51-US-Jägern
angegriffen und im Luftraum über St. Claude in der Nähe von Greil abgeschossen.
Albrecht-Lemke steigt zwar aus seinem getroffenen Flugzeug aus, wird aber später tot
aufgefunden.
Egon Albrecht-Lemke erreichte 25 Abschüsse, wovon er 15 im Osten und 10 im Westen
verbuchen konnte. Darunter stehen 6 Vier-mot-Bomber zubuche.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
