Ritterkreuzträger Gustav Altmann
Major, Fallschirmjäger

13.05.194012.05.1940

Gustav Altmann wurde am 13.04.1912 in Britz im Kreis Eberswalde geboren.
Nach seiner schulischen Ausbildung trat er am 09.04.1931 als Polizeianwärter zur Polizeischule Kiel und wurde dann in die Landespolizeigruppe "Wecke" übernommen, die am 01.10.1935 in Regiment "Hermann Göring" umbenannt wurde.
Vom 01.06.1937 bis zum 29.09.1937 nahm er an einem Offiziers-Auswahl-Lehrgang in Berlin-Gatow teil und kam dann am 04.11.1937 zur 11. Kompanie des Regiments "General Göring" nach Berlin-Reinickendorf, der heutigen Julius-Leber-Kaserne der Bundeswehr.
Am 17.12.1937 zum Leutnant befördert, kommt Altmann mit Beginn des Feldzuges gegen Polen zur 1. Kompanie des Fallschirm-Jäger-Regiments 1 nach Stendal. Dort wurde er am 01.04.1939 zum Oberleutnant befördert.
Im Zuge der Vorbereitungen zum Westfeldzug 1940, wird Altmann am 01.03.1940 in die Sturm-Abteilung Koch, auch als Luftlande-Sturm-Abteilung bezeichnet, der Versuchs-Abteilung Friedrichshafen. Ziel der dortigen Ausbildung war es, die Eroberung des als uneinnehmbar geltenden Forts Eben Emael am Albert-Kanal zu trainieren.
Die Sturm-Abteilung Koch wurde für diesen Zweck in verschiedene Sturmgruppen aufgeteilt, die jeweils verschiedene Einsatzziele erhielten. Oberleutnant Altmann erhielt die Führung der Sturmgruppe "Stahl", die die Eroberung der Brücke über den Albert-Kanal bei Veldwezelt zum Ziel hatte.
Mit Beginn der Kampfhandlungen am 10.05.1940 wurden die verschiedenen Sturmgruppen mittels Lastensegler abgesetzt. Der Gruppe "Stahl" gelang es die Brücke gegen 05.24 Uhr zu besetzen und eine vorbereitete Sprengung durch belgische Truppen zu verhindern. Den Soldaten um Oberleutnant Altmann gelang es die Brücke gegen schwerstes Angriffsfeuer der 7. belgischen Infanteriedivision zu halten und bis zum Eintreffen eines verstärkten Bataillons des Schützen-Regiments 33 zu verteidigen. Die Brücke bei Veldwezelt über den Albert-Kanal war die einzige Brücke auf dem Vormarschweg nach Antwerpen. Für diesen glorreichen Erfolg wurde Altmann am 12.05.1940 mit beiden Eisernen Kreuzen und dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Weiterhin wird er am 16.05.1940 zum Hauptmann befördert.
Mit Abschluss der erfolgreichen Kämpfe wird Altmann am 01.10.1940 zum Chef der 2. Kompanie des Sturm-Regiments 1 ernannt. Mit dieser Kompanie nimmt er an der Invasion Kretas teil und gerät dort am 22.05.1941 auf der Halbinsel Akrotiri in britische Gefangenschaft.  Die 2. Kompanie, ca. 150 Mann, sollte mittels 15 Gleitern in der Nähe der dortigen Flak-Stellungen abgesetzt werden, um so den Weg für das Fallschirmjäger-Regiment 3 zu ebnen. Die Kompanie erlitt jedoch 108 Verluste, wobei sich Altmann, sowie die Zugführer Oberleutnant Möhr und Leutnant Rümmler, ergeben mussten. Sie verblieben bis zum Kriegsende in Gefangenschaft.
Am 09.06.1942 im Wehrmachtsbericht erwähnt, wird Altmann am 24.08.1942 zum Major befördert.
Gustav Altmann verstarb am 20.02.1981 in Reinhardshagen im Kreis Kassel.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Nedstat Basic - Free web site statistics