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Ritterkreuzträger Kurt Georg Heinrich Andersen
Generalmajor, Flak-Artillerie

                                                                       

Kurt Andersen wurde am 02.10.1898 in Hohenrade/Kreis Königsberg geboren und trat am 19.01.1915 als Kriegsfreiwilliger in die 3. Ersatz-Maschinengewehr-Kompanie des Grenadier-Regiments König Friedrich Wilhelm I (2. Ostpreußisches) Nr. 3 in Königsberg ein.
Am 01.03.1915 geht er mit der Maschinengewehr-Kompanie der Abteilung von Proeck ins Feld. Am 28.05.1915 wird er zur 3. Ersatz-Maschinengewehr-Kompanie des Grenadier-Regiments 3 versetzt und danach am 01.08. zu einem Maschinengewehr-Kursus nach Döberitz kommandiert. Nach der Absolvierung des Kurses kommt er zur Maschinengewehr-Kompanie 403 an die Front um am 01.10.1916 zum Telegraphen-Bataillon I Treptow versetzt zu werden.
Am 09.11.1916 kommt er mit dem Fernsprech-Bautrupp 973 ins Feld.
Am 23.11.1918 erfolgt die Versetzung zur Nachrichten-Ersatz-Abteilung I nach Königsberg und am 09.03.1919 zur 15. Freiwilligen-Kompanie der Abteilung Grabowski bei der Eisernen Division im Baltikum.
Vom 16.09.1919 bis zum 31.07.1935 steht Andersen im Polizeidienst, so wird er zunächst zur Sicherheitspolizei nach Königsberg versetzt und dort am 15.12.1925 zum Polizei-Leutnant befördert. Danach tritt er in die Schutz- und Landespolizei ein, erst in Elbing-Marienburg, dann in Dortmund und 1927 in die Polizeiverwaltung Düsseldorf. Zwischendurch wird er am 11.08.1928 zum Polizei-Oberleutnant und am 01.01.1934 zum Hauptmann der Landespolizei befördert.
Am 01.08.1935 wird er als Hauptmann in die Reichsluftwaffe (Flakartillerie) übernommen und wird bis zum 30.09.1935 zum Kommando der Luftkriegsschullehrgänge an der Höheren Polizeischule in Potsdam-Eiche kommandiert.
Am 01.10.1935 kommt Andersen zur II. Abteilung des Flak-Regiments 23 in Rudolstadt und wird dort Batterieoffizier. Am 01.04.1936 erfolgt die Ernennung zum Chef der 7. Batterie in der II. Abteilung. Ein Jahr später ist er Chef der 6. Lehr-Batterie des Flak-Lehr-Regiments in Tutow bei Demmin um am 01.10.1937 die 6. Batterie in der II. (leichte) Abteilung des Lehr-Regiments zu übernehmen.
Vom 01.04.1938 bis zum 13.04.1938 erhält er einen Einweisungslehrgang für das Schiessen mit Spiegelbildaufnahme (schwere Flak-Batterien) an der Flakartillerieschule Wustrow.
Nach weiteren 3 Monaten erhält er am 21.10.1938 das Kommando über die II. (leichte) Abteilung des Flak-Lehr-Regiments.
Vom 08.12.1938 bis zum 15.12.1938 wird er zum Lehrgang Nr. 27 für Abteilungskommandeure leichter Flakabteilungen und ab 01.08.1939 zum Lehrgang 55a für Abteilungskommandeure der Flakartillerie an der Flakartillerieschule I in Rerik kommandiert.
Am 30.07.1940 wird er, als Major,  mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Kommandeurs der Flakartillerieschule II Stolpmünde beauftragt und wird deren Kommandeur am 21.01.1941, als Oberstleutnant.
Vom 14.06.1941 bis zum 20.07.1941 erfolgte eine Kommandierung in den Bereich des Generals der Luftwaffe beim Oberbefehlshaber des Heeres.
Am 20.11.1942 wird er Kommandeur des Flak-Regiments 123, nunmehr als Oberst und wird am 11.06.1943 in den Dienstbereich des Höheren Kommandeurs der Flakartillerieschulen versetzt. Ganze 15 Tage später wird er zum Kommandeur der Luftkriegsschule 6 ernannt.
Bereits am 21.12.1942 erhielt er das 684. Ritterkreuz der Wehrmacht als Kommandeur des Flak-Regiments 153, das im Rahmen der 10. Flak-Division im Raum der 2. Armee eingesetzt war. Die 4 Abteilungen des Regiments hatten einen außerordentlich langen Frontweg zu decken und  mussten daher eng mit den Heereseinheiten zusammenarbeiten. Oberst Andersen verteidigte einen wichtigen Stützpunkt am mittleren Don, mit einer Flakkampftruppe und verschiedenen Heereseinheiten. Er hielt die Front gegen starke sowjetische Infanterie- und Panzerangriffe, bis Verstärkung eintraf. Im Laufe des Gefechts konnten so, unter der Leitung Andersens, 43 feindliche Panzer abgeschossen werden und so der Aufbau einer Riegelstellung ermöglicht werden.
Bereits am 01.04.1944 übernimmt er die Geschäfte des Inspekteurs der Flakartillerie Ost und am 30.01.1945 übernimmt er die Geschäfte des Kommandeurs der 23. Flak-Division, als Nachfolger von Oberst Oskar Vorbrugg, die er am 17.02.1945 übernimmt. Gleichzeitig mit dieser Übernahme wird er zum Generalmajor befördert und kommt zunächst im Raum Baranowitschi-Minsk, bei der 9. Armee zum Einsatz. Im weiteren Verlauf der Kämpfe werden seine Verbände u.a. bei Frankfurt/Oder, Küstrin und Eberswalde eingesetzt. Die Division kommt im Mai 1945 nach Döberitz , wo sie aufgerieben wird und schließlich kapituliert. Andersen wird bei Tangermünde von britischen Truppen gefangen genommen und im Januar 1946 in das "Island Farm Special Camp" verlegt.
Im Jahre 1948 wird Andersen aus der Gefangenschaft entlassen und tritt 1952 in den Bundesgrenzschutz, im Rang eines Brigadegeneral,  ein. Dort wird er Kommandeur der Bundesgrenzschutzschule Lübeck, dann Kommandeur des Grenzschutzkommandos Küste. Ab dem 01.07.1956 ist er Inspekteur des Bundesgrenzschutzes, dann Unterabteilungsleiter im Bundesinnenministerium und am dem 13.01.1958 Inspekteur des BGS als eigene Bundesbehörde mit Sitz in Bonn. Am 31.03.1961 begibt er sich in den Ruhestand.
Kurt Andersen starb am 09.01.2003 in Bonn im Alter von 104 Jahren.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Gefreiter 19.01.1915 Eisernes Kreuz II. Klasse - 1. WK ???
Leutnant der Polizei 15.12.1925 Verwundetenabzeichen in Schwarz - 1. WK ???
Oberleutnant der Polizei 11.08.1928 Baltenkreuz II. Klasse ???
Hauptmann der Landespolizei 01.01.1935 Baltenkreuz I. Klasse

???

Hauptmann 01.08.1935 m. Wirk. v. 01.08.1935 (RDA v. 01.01.1934(81)) Ehrenkreuz für Frontkämpfer ???
Major 01.10.1938 -596/A- m. Wirk. v. 01.10.1938 unter Vorbeh. der Festsetz. des RDA   Dienstauszeichnung IV. bis II. Stufe ???
Major 24.01.1939 -3/4- erh. RDA v. 01.01.1939(3a) Eisernes Kreuz II. Klasse 22.09.1939
Oberstleutnant 01.01.1941 -283/A3- m. Wirk. v. 01.01.1941 (RDA v. 01.01.1941(11))   Eisernes Kreuz I. Klasse 03.05.1940
Oberst 01.07.1942 -471/A2- m. Wirk. v. 01.07.1942 (RDA v. 01.07.1942(11)   Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz 21.12.1942
Oberst 24.08.1944 -150/A- m. Wirk. v. 01.10.1944 (RDA v. 01.01.1942(10))   Erdkampfabzeichen der Luftwaffe 14.12.1942
Generalmajor 17.02.1945 -255/A- m. Wirk. v. 01.03.1945 (RDA v. 01.01.1945(15))   Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ??.??.1961
Brigadegeneral (BGS) ??.??.1952      

Buchhinweise:

                   

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