Ritterkreuzträger
Werner Baake
Hauptmann, Nachtjäger






Werner Baake wurde am 01.11.1918 in Nordhausen geboren.
Am 21.11.1942 wechselt Baake zur I. Gruppe des Nachtjagdgeschwaders 1 in
Gilze-Rijn/Holland.
In der Nacht vom 11. auf den 12. Juni 1943 schießt er seine beiden ersten Gegner
ab.
Ab August 1943 gehörte Baake zur 3. Staffel der Gruppe in Venlo und erhöht sein
Abschusskonto bis zum Ende des Jahres auf 23 Flugzeuge.
Am 22.01.1944 wird er zum Staffelkapitän der 2. Staffel ernannt und erringt in
der Nacht vom 27. auf den 28.01.1944 seinen 24. Abschusserfolg in "Gestalt"
eines RAF-"Lancaster"-Bombers. Bei diesem Angriff wurde seine Maschine,
eine Me 110 G-4, über der Urft-Talsperre, von den Trümmern dieser abgeschossenen
maschine getroffen. Die Besatzung musste aussteigen. Baake kam heil herunter, doch sein Bordfunker
Unteroffizier Waldbauer wurde getötet.
Für die errungenen 33 Abschüsse erhielt Baake, als Oberleutnant, am 27.07.1944
das Ritterkreuz.
Am 02.10.1944 übernimmt Baake das Kommando über die I. Gruppe und wurde damit
Nachfolger des Majors Paul Förster, der am 01.10.1944, nach 8 Abschüssen im
Luftkampf fiel. Baake war damit zugleich der letzte Kommandeur der I. Gruppe im
2. Weltkrieg.
Zusammen mit seinem späteren Bordfunker Feldwebel Bettaque erringt Baake im 195
Feindflügen, 41 Nachtabschüsse, wovon 37 Viermot-Bomber, eine Mosquito und
9-He-219-A-Abschüsse waren. Nach dem Krieg arbeitete er als Pilot bei der
Lufthansa.
Werner Baake verstarb am 15.07.1964 bei dem Absturz einer Lufthansa-Maschine
bei Ansbach auf einem Überprüfungsflug. Sein Freund Martin Drewes, selbst
Eichenlaubträger, schrieb im Nachruf zu Werner Baake im Mitteilungsblatt der OdR
vom Winter 1964:
"Er war ein Mann, der seinen mit Begeisterung erwählten
Beruf wahrhaftig verkörperte, er war ein Fliegeroffizier. [...] Die Fliegerei
bedeutete für ihn Leben, sein beruf war ihm Berufung. Nun hat der Große Herrgott
den begnadeten Flieger mitten im Dienst aus einem erfüllten Leben abberufen."