Ritterkreuzträger
Hans Baasner
Hauptmann, Aufklärer








Hans Baasner wurde am 01.11.1916 in Groß-Orsichau bei Briesen/Westpreußen
geboren und trat am 01.10.1936 der III. Abteilung im Flak-Regiment 2 in Stettin
der Luftwaffe bei. In der Folge durchlief er 1938/1939 den
Reserve-Offiziers-Ausbildung beim Flak-Lehr-Regiment in Greifswald und wird im
August 1939 zum Batteriechef in der II. Abteilung beim Flak-Lehr-Regiment in
Hamburg ernannt. Mit Beginn des Krieges wird er als Adjutant zum
Scheinwerfer-Regiment 1 nach Ostfriesland versetzt, wo er sich später zu einer
fliegerischen Verwendung meldet. Im Mai 1940 beginnt er mit seiner Ausbildung
zum Beobachter bei der Aufklärungsschule 1 in Großenhain und wird anschließend,
im Oktober 1940, als Beobachter in die 3. Fernaufklärungsstaffel der
Aufgärungsgruppe 121 an den Kanal versetzt. Dort nimmt er bis zum Frühjahr 1941
an über 60 Feindflügen mit der Ju 88 teil, wobei er wertvolle Luftbilder
anfertigte.
Ab Juni 1941 kommt er im Südabschnitt der Ostfront zum Einsatz und zeichnet sich
dort im bereich des IV. Fliegerkorps bei zum teil Einzeleinsätzen, gegenstärkste
Erd- und Luftabwehr aus.
Nach Beförderung zum Oberleutnant erhielt er, nach Einsätzen in Frankreich,
England, dem Balkan und Russland, als Flugzeugführer und Beobachter in der
Aufklärungsstaffel 3. (F)/121 am 14.03.1943 das Ritterkreuz. und wird kurze Zeit
später aus dem Einsatz gezogen und zum Ic beim Befehlshaber der Luftflotte 4,
Generaloberst von Richthofen, ernannt.
Ab Mitte 1943 erhält er an der Flugzeugführerschule A/B 41 in Frankfurt/Oder und
an der Flugzeugführerschule (C) 6 in Kolberg eine Ausbildung zum Flugzeugführer.
Anfang 1944 weilte er an der Blindflugschule 4 in Kopenhagen.
Baasner wechselte nachdem er zunächst in der IV./KG 6 auf Ju
88 und Ju 188 umgeschult wurde, am 02.06.1944 zum Geschwaderstab des
Kampfgeschwaders 6, um dort als Ia-Offizier eingewiesen zu werden. Am 12.08.1944
erhält er das Kommando über die III./KG 6, die zu diesem Zeitpunkt zur
Auffrischung in Ahlhorn liegt und mit Ju 188 A Flugzeugen Angriffe gegen die
Invasionsfront flog. Nachdem am 19.10.1944 der Befehl zur Umgliederung
als Jagdverband befohlen ist, wird Hptm. Baasner in Breslau-Rosenborn als
Jagdflieger umgeschult. Die III. Gruppe befand sich danach in Prag-Rusin und
wurde spärlich auf FW 190 umgerüstet.
Am 31.01.1945 erhielt die als "Schwanengruppe" bezeichnete III. Gruppe
die ersten Me 262-Strahljäger des Geschwaders. Aber die neuen Zulieferungen an
Me 262 ließen auf sich warten und trafen erst erst im März 1945 ein. Auch
Baasner wurde auf diesen Typ umgeschult.
Hogeback hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Flugverbot.
Im März/April verliess Baasner die III. Gruppe, die sich nunmehr III.KG(J)6
nannte, und übernahm die Führung der I. /KG(J)54, die ebenfalls in Prag-Rusin
lag. Bei Kriegsende geriet er mit den Resten seiner Gruppe in Graz in
Gefangenschaft, aus der er bereits am 24.08.1945 entlassen wurde. Baasner flog
mehr als 300 Einsätze als Aufklärer und Kampfflieger.
Hans Baasner verstarb am 21.03.1983 in Lüdenscheid.
Vielen Dank für die Mitarbeit an J. Horn