Edwin Bader wurde am 19.09.1915 in Eggenburg, Kreis Horn in Österreich-Ungarn
als Sohn eines Gemeindebeamten
geboren. In jungen Jahren siedelte seine Familie nach Wien über, wo er sich zu
einem erfolgreichen Leichtathleten und Klubsportler entwickelte. beruflich
schlug er die Laufbahn eines Gerichtsreferendars ein.
Im Jahre 1935 begann er seinen Wehrdienst im 1. Österreichischen Bundesheer als
Kadett im Artillerie-Regiment 3 und wird schließlich als Korporal in die Reserve
abgemustert.
Im Jahre 1938 wird er wieder einberufen und kommt zunächst zum
Kavallerie-Regiment 11 und dann zum Infanterie-Regiment 15.
Mit Kriegsausbruch meldete er sich freiwillig zur Luftwaffe und beginnt dort
eine Ausbildung an der Beobachterschule.
Zum Leutnant befördert kommt er als Beobachter in der 5. (H) Staffel der
Aufklärungsgruppe 12 auf einer Hs-126 bei der Luftschlacht um England zum
Einsatz.
Nach Beginn des Ostfeldzuges fliegt Bader taktische Aufklärung für das XIII.
Armeekorps bei der Heeresgruppe Mitte, im Jahre 1942 über der Ukraine, dem Don,
an der Wolga und über Stalingrad.
Im Sommer 1942 wird seine Einheit in 2. (N) Staffel der Aufklärungsgruppe 16
umbenannt, womit Bader nun Einsätze mit der Fw-189 bei der Heeresunterstützung
der Luftflotte 4 im Süden der Ostfront unternimmt.
Als Oberleutnant und Beobachter in der 2. Staffel des Nahaufklärungsgruppe 16
erhielt er nach 345 gefahrvollen, aber höchst informativen Einsätzen am 26.03.1944 das Ritterkreuz.
Dabei wurde er bereits dreimal durch Flak oder Jägerbeschuss verwundet.
Im Sommer 1944 wird die Staffel in die Nahaufklärungsgruppe 2 eingegliedert und
auf die Me 109 umgerüstet. Während dieser Pilotenausbildung findet Edwin Bader
am 12.07.1944 den Fliegertod nahe Finkenheerd/Frankfurt/Oder.