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Eichenlaubträger Hansgeorg Bätcher
Oberstleutnant, Kampfflieger







Hansgeorg Bätcher wurde am 13.01.1914 in
Finsterwalde/Brandenburg geboren.
Neben dem Ablegen des Abiturs im März 1934, absolvierte und bestand Bätcher
die A-, B- und C-Prüfungen für Privatflugzeuge und wurde so am 01.04.1934 zum
Wehrdienst einberufen.
Zunächst kam er zur Kraftfahr-Abteilung 3 nach Wunstorf und im März 1935 die
Kommandierung als Unteroffizier an die Kriegsschule nach München.
Zum Oberfähnrich befördert trat er am 01.11.1935 freiwillig zur Luftwaffe über,
wo er sein Flugtraining bei der Fliegergruppe Tutow absolvierte
und wurde zunächst als Beobachter in der I. Gruppe des Kampfgeschwaders 253
eingesetzt. Nach der Beförderung zum Leutnant, am 01.04.1936 und der Erlangung
des Militärflugscheines, im September 1936, wird Bätcher am 01.10.1936
Kompanieoffizier im Flugzeugführer-Ausbildungsregiment 27 in Halberstadt.
Im Jahre 1938 wechselt er als Ordonnanzoffizier zum General der Flieger Felmy,
wonach sich die Versetzung als Beobachter zur I. Gruppe des Kampfgeschwaders
27 anschloss. Am 01.04.1939 Gruppenadjutant, wird er mit Beginn des
Polenfeldzuges Flugzeugführer.
Während des Feldzuges gegen Frankreich, wird er am 05.06.1940 abgeschossen und
gerät bei Rouen in Gefangenschaft, aus der er mit Feldzugende entlassen wird. Dem schließt
sich die Versetzung zur 3. Staffel des Kampfgeschwaders "Wiking" an,
nachdem er zunächst für kurze Zeit als Fluglehrer arbeitete. Am
15.07.1940 übernimmt er hier das Kommando über die 1. Staffel und führt diese
in den Russland-Feldzug.
Hier gelingen ihm großartige Erfolge, so vernichtet er am 23.08.1941 ein
Eisenbahngeschütz, erzielt Volltreffer auf drei Eisenbahnzüge ostwärts Konotop
im September 1941, versenkt er am 20.02.1942 einen Frachters mit 2.000 BRT,
erzielt zahlreiche Volltreffer beim Kampf um die Festung Sewastopol und legt
am 23.02.1942 ein Tankschiff mit 7.500 BRT vor der Hafeneinfahrt Kertsch auf
Grund, wodurch die Besatzung Kertsch 5 Tage ohne Benzinzufuhr auskommen
musste. Für diese Erfolge sowie seine Einsätze im Vorfeld der Kämpfe auf
Moskau und später auf Stalingrad erhielt er am 21.12.1942, als Hauptmann und Staffelkapitän der 1.
Staffel, das Ritterkreuz.
Am 30.07.1943 erreichte Bätcher als erster Kampfflieger die Zahl von 500
Kampfeinsätzen und wurde am 06.10.1943 zum Kommandeur der I. Gruppe des
Kampfgeschwaders 4 "General Wever" ernannt, wo er am 01.11.1943 zum
Major befördert wurde. Mit seiner Gruppe flog Bätcher rollende Einsätze gegen
die Siwash-Brücken auf der Krim und Einsätze gegen die Strasse von Kertsch,
wofür er am 24.03.1944 mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz ausgezeichnet wurde.
Bereits vor der Verleihung des Eichenlaubes wurde er am 13.02.1944 in den Stab
der Luftflotte 4 kommandiert und am 06.12.1944 zum Kommandeur der III. Gruppe
des Kampfgeschwaders 76 ernannt.
Am 01.03.1945 mit er mit der Wahrung der Geschäfte des Kommodore des
Kampfgeschwaders (J) 54 beauftragt und gerät so im Mai 1945 in amerikanische
Gefangenschaft.
Hansgeorg Bätcher, der Kampfflieger mit den meisten Einsätzen während des 2.
Weltkrieges, verstarb am 23.04.2003 in Uelzen.