Günther Bahr wurde am 18.07.1921 in Neu-Leegden im Samland geboren.
Ab Januar bis Dezember 1941 wurde er als Fluglehrer in der Ausbildungsgruppe II
an der Zerstörerschule 1 in Schleißheim eingesetzt und wurde am 19.12.1941 zur
6. Staffel des Schnellkampfgeschwaders 210 an die Ostfront, unter dem damaligen
Gruppenkommodore Hauptmann Rolf Kaldrack, versetzt.
Nach der Umformung des Geschwaders gehörte Bahr ab dem 04.01.1942 zur 6. Staffel
des Zerstörergeschwaders 1 und erringt hier am 04.03.1942 seinen 1. Luftsieg
über eine russische R-5-Maschine.
Gegen Ende März 1942 erhält er jedoch eine Umschulung auf die Nachtjagd und wird
zur I. Gruppe des Jachtjagdgeschwaders 1 versetzt, kommt dann aber ab dem
01.07.1943 zur 4., 8. und 12. Staffel des Nachtjagdgeschwaders 4. Am 01.08.1943
wird die 12. Staffel in 3. Staffel des Nachtjagdgeschwaders 6 umbenannt, wo Bahr
am 24.08.1943 seinen ersten Luftsieg bei Nacht, über einen englischen
Stirling-Bomber nördlich von Berlin erringt.
Bis Ende 1943 erreicht Bahr die Abschusszahl von 10 Feindmaschinen, wobei er am
20.12.1943, bei Tag, drei RAF-Viermot-Bomber abschießen konnte.
Ein weiteres Jahr später stehen bereits 20 Abschüsse auf seiner Liste. Vom
08.01. bis zum 21.02.1945 gelingt es Bahr 15 weitere Gegner abzuschießen, wobei
es sich dabei zumeist um britische Lancaster-Bomber handelt.
Für seine bis zum 16.03.1945 errungenen 37 Abschüsse erhält er als Oberfeldwebel
und Flugzeugführer in der I. Gruppe des Nachtjagdgeschwaders 6 am 28.03.1945 das
Ritterkreuz.
Am 02.04.1945 wird er zur 7. Staffel seines Geschwaders versetzt und erlebt so
das Kriegsende.
Nach dem Krieg trat er am 15.02.1962 der Bundeswehr bei und steigt dort bis in
den Rang eines Majors auf, bis er am 30.09.1975 verabschiedet wird.
Günther Bahr verstarb am 29.04.2009.