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Ritterkreuzträger Otto Edler von Ballasko
Hauptmann i.G., Kampfflieger

19.01.1942Eisernes Kreuz I. Klasse am 31.01.1942 Eisernes Kreuz II. Klasse am 01.09.194010.07.1941Kroatisches Flugzeugführerabzeichen

Otto Edler von Ballasko wurde am 29.04.1919 in Reichenberg in Böhmen als Sohn eines adligen Lebensmittelgroßhändlers geboren und trat am 07.11.1938 bei der Flieger-Ersatz-Abteilung 16 (See) in Schleswig als Offiziersanwärter der Luftwaffe bei. Von März 1939 bis Juli 1940 erhielt er seine Ausbildung zum Flugzeugführer und Kampfflieger.
Nach einer kurzen Einweisung bei der Ergänzungs-Kampfgruppe 2 in Quedlinburg, wurde er dann am 20.07.1940 in die 9. Staffel des mit He 111 Flugzeugen aisgerüsteten Kampfgeschwader 1 "Hindenburg" nach Frankreich versetzt. Mit dieser Staffel unternimmt er erste Einsätze über England, bis seine Gruppe im September 1940 zur Umrüstung auf die Ju 88 nach Handorf bei Münster verlegt wurde.
Am 09.10.1940 wird er bei einem Autounfall verletzt und muss am 22.12.1904 über der Eifel eine Notlandung mit seiner Ju 88 A-5 (Werksnummer: 3.222) V4-GT wegen Funkausfall durch Schlechtwetter einleiten. Dabei wurde von Ballasko und sein Bordfunker Unteroffizier Josef Achetz verletzt. Der Beobachter Unteroffizier Jakob Wevelinghofen und der Bordschütze Unteroffizier Paul Viehl fanden dabei jedoch den Tod. Wahrscheinlich kehrte die Gruppe nach der Umrüstung wieder nach Frankreich zurück. Dort verdient er sich durch erfolgreiche taktische Nachteinsätze und der Verminung der Themsemündung das Eiserne Kreuz I. Klasse im Januar 1941.
Von Ballasko nimmt dann ab Juni 1941 am Feldzug gegen die Sowjetunion teil, wobei er mit seiner Ju 88 über Leningrad, dem Wolchow, dem Ilmemsee, bei Cholm, Staraja Russa und bei Demjansk zum Einsatz kommt und schon früh hohe Tapferkeitsauszeichnungen erhält. Im Juli 1942 zum Chef der 9. Staffel des Geschwaders ernannt folgen ab Herbst 1942 Einsätze an der Wolga und im Kaukasus. Dort unternimmt er unter anderem taktische Angriffe gegen die Ölförderanlagen bei Grosny. Für diese erfolgreichen Einsätze, wobei er u.a. zwei Munitionszüge, acht Panzer, sowie mehrere Truppen- und Artillerieversammlungen zerstört, wird er am 13.08.1942 als Oberleutnant und Kapitän der 9. Staffel des Kampfgeschwaders 1 "Hindenburg" mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Von Ballasko wurde bis dato dreimal selbst abgeschossen und musste am 21.09.1941 mit seiner Ju 88 A-5 (Werksnummer: 2192) V4-CT auf sowjetischem Gebiet notlanden. Mit seiner Besatzung bestehend aus dem Beobachter Unteroffizier Heinz Wasel, dem Bordfunker Feldwebel Josef Achatz und dem Bordschützen Unteroffizier Rudolf K. schlägt sich von Ballasko zu den eigenen Linien durch. Anschließend übernimmt er die Führung der 10. Staffel, wobei er ab Frühjahr 1943 bis 12.12.1943 eine längere Kommandierung zur Fliegerhorstkommandantur Lechfeld antrat.
Im Jahre 1943 kehrte er dann mit seiner Staffel in den Norden der Ostfront zurück, wobei er später in den Mittelabschnitt wechselte. Kurze Zeit darauf verlegt er im Rahmen der II. Gruppe in den Mittelmeerraum, wo er mittlerweile im Stab der II. Gruppe, an der Erprobung der He 177 teilnahm. Dabei fliegt er weitere Einsätze gegen Schiffsziele und Ziele in Süditalien. Am 01.01.1944 wird er als Ia in den Geschwaderstab des Kampfgeschwaders 1 "Hindenburg" versetzt. Nach der Umrüstung des Geschwaders auf die He 177, verlegt es Mitte Junin1944 wieder an die Ostfront, wo  von Ballasko weitere Einsätze gegen Bahnhöfe, Truppenansammlungen und sowjetische Panzerverbände fliegt.
Nach der Auflösung des Kampfgeschwaders 1 im August 1944, kommt von Ballasko für kurze Zeit in den Stab des Luftflotten-Kommandos 6 und wird im September 1944 bei der Ergänzungs-Kampfgruppe 177 eingesetzt.
Nach 401 Einsätzen erfolgte im Oktober 1944 die Versetzung an die Luftkriegsschule nach Berlin-Gatow zum Zwecke der Generalstabsausbildung im 6. Kriegslehrgang. Mit Ende der dortigen Ausbildung kommt er als Hauptmann i.G. beim Quartiermeister  in den Stab des IX. Fliegerkorps und gerät dort in amerikanische Gefangenschaft, aus der er noch im Mai 1945 entlassen wird.
Im Nachkriegsdeutschland erlernt er den Beruf des Diplom-Kaufmanns im Exportgeschäft einer Reifenfirma und übernimmt im Jahre 1966 den Posten des Direktors von Semparit England. Mit seiner Pensionierung im Jahre 1982 kehrte er nach Wien zurück.
Otto Edler von Ballasko, Vater einer Tochter, verstarb am 05.02.2005 in Wien.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Leutnant 01.09.1940 Flugzeugführerabzeichen ???
Oberleutnant 01.06.1942 Eisernes Kreuz II. Klasse ???
Hauptmann 01.07.1943 Eisernes Kreuz I. Klasse ??.01.1941
Frontflugspange für Kampfflieger in Bronze ???
Frontflugspange für Kampfflieger in Silber ???
Demjanskschild ???
Ehrenpokal 10.07.1941
Frontflugspange für Kampfflieger in Gold ???
Deutsches Kreuz in Gold 19.01.1942
Frontflugspange für Kampfflieger in Gold mit Anhänger ???
Koratisches Fliegerabzeichen ???
Medaille Winterschlacht im Osten ???
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 13.08.1942

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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