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Ritterkreuzträger Otto Edler von Ballasko
Hauptmann i.G., Kampfflieger

        
Otto Edler von Ballasko wurde am 29.04.1919 in Reichenberg in Böhmen als Sohn
eines adligen Lebensmittelgroßhändlers geboren und
trat am 07.11.1938 bei der Flieger-Ersatz-Abteilung 16 (See) in Schleswig als
Offiziersanwärter der Luftwaffe bei. Von März 1939 bis Juli 1940 erhielt er
seine Ausbildung zum Flugzeugführer und Kampfflieger.
Nach einer kurzen Einweisung bei der Ergänzungs-Kampfgruppe 2 in Quedlinburg,
wurde er dann am 20.07.1940 in die 9. Staffel des mit He 111 Flugzeugen
aisgerüsteten Kampfgeschwader 1 "Hindenburg" nach Frankreich versetzt. Mit
dieser Staffel unternimmt er erste Einsätze über England, bis seine Gruppe im
September 1940 zur Umrüstung auf die Ju 88 nach Handorf bei Münster verlegt
wurde.
Am 09.10.1940 wird er bei einem Autounfall verletzt und muss am 22.12.1904 über
der Eifel eine Notlandung mit seiner Ju 88 A-5 (Werksnummer: 3.222) V4-GT wegen
Funkausfall durch Schlechtwetter einleiten. Dabei wurde von Ballasko und sein
Bordfunker Unteroffizier Josef Achetz verletzt. Der Beobachter Unteroffizier
Jakob Wevelinghofen und der Bordschütze
Unteroffizier Paul Viehl fanden dabei jedoch den Tod. Wahrscheinlich kehrte
die Gruppe nach der Umrüstung wieder nach Frankreich zurück. Dort
verdient er sich durch erfolgreiche taktische Nachteinsätze und der Verminung
der Themsemündung das Eiserne Kreuz I. Klasse im Januar 1941.
Von Ballasko nimmt dann ab Juni 1941 am Feldzug gegen die Sowjetunion teil,
wobei er mit seiner Ju 88 über Leningrad, dem Wolchow, dem Ilmemsee, bei Cholm,
Staraja Russa
und bei Demjansk zum Einsatz kommt und schon früh hohe Tapferkeitsauszeichnungen
erhält. Im Juli 1942 zum Chef der 9. Staffel des Geschwaders ernannt folgen ab Herbst 1942
Einsätze an der Wolga und im Kaukasus. Dort unternimmt er unter anderem
taktische Angriffe gegen die Ölförderanlagen bei Grosny. Für diese erfolgreichen
Einsätze, wobei er u.a. zwei Munitionszüge, acht Panzer, sowie mehrere Truppen-
und Artillerieversammlungen zerstört, wird er am 13.08.1942 als Oberleutnant und
Kapitän der 9. Staffel des Kampfgeschwaders 1 "Hindenburg" mit dem
Ritterkreuz ausgezeichnet. Von Ballasko wurde bis dato dreimal selbst
abgeschossen und musste am 21.09.1941 mit seiner Ju 88 A-5 (Werksnummer: 2192)
V4-CT auf sowjetischem Gebiet notlanden. Mit seiner Besatzung bestehend aus dem
Beobachter Unteroffizier Heinz Wasel, dem Bordfunker Feldwebel Josef Achatz und
dem Bordschützen Unteroffizier Rudolf K. schlägt sich von Ballasko zu den
eigenen Linien durch. Anschließend übernimmt er die Führung der 10. Staffel,
wobei er ab Frühjahr 1943 bis 12.12.1943 eine längere Kommandierung zur
Fliegerhorstkommandantur Lechfeld antrat.
Im Jahre 1943 kehrte er dann mit seiner Staffel in den Norden der Ostfront
zurück, wobei er später in den Mittelabschnitt wechselte. Kurze Zeit darauf
verlegt er im Rahmen der II. Gruppe in den Mittelmeerraum, wo er mittlerweile im
Stab der II. Gruppe, an der Erprobung der He 177 teilnahm. Dabei fliegt er
weitere Einsätze gegen Schiffsziele und Ziele in Süditalien. Am 01.01.1944 wird
er als Ia in den Geschwaderstab des Kampfgeschwaders 1 "Hindenburg"
versetzt. Nach der Umrüstung des Geschwaders auf die He 177, verlegt es Mitte
Junin1944 wieder an die Ostfront, wo von Ballasko weitere Einsätze gegen
Bahnhöfe, Truppenansammlungen und sowjetische Panzerverbände fliegt.
Nach der Auflösung des Kampfgeschwaders 1 im August 1944, kommt von Ballasko für
kurze Zeit in den Stab des Luftflotten-Kommandos 6 und wird im September 1944
bei der Ergänzungs-Kampfgruppe 177 eingesetzt.
Nach 401 Einsätzen erfolgte im Oktober 1944 die Versetzung an die Luftkriegsschule nach
Berlin-Gatow zum Zwecke der Generalstabsausbildung im 6. Kriegslehrgang. Mit Ende der dortigen
Ausbildung kommt er als Hauptmann i.G. beim Quartiermeister in den Stab des IX. Fliegerkorps und
gerät dort in amerikanische Gefangenschaft, aus der er noch im Mai 1945
entlassen wird.
Im Nachkriegsdeutschland erlernt er den Beruf des Diplom-Kaufmanns im
Exportgeschäft einer Reifenfirma und übernimmt im Jahre 1966 den Posten des
Direktors von Semparit England. Mit seiner Pensionierung im Jahre 1982 kehrte er
nach Wien zurück.
Otto Edler von Ballasko, Vater einer Tochter, verstarb am 05.02.2005 in Wien.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Leutnant |
01.09.1940 |
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Flugzeugführerabzeichen |
??? |
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Oberleutnant |
01.06.1942 |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
??? |
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Hauptmann |
01.07.1943 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
??.01.1941 |
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Frontflugspange für Kampfflieger in Bronze |
??? |
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Frontflugspange für Kampfflieger in Silber |
??? |
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Demjanskschild |
??? |
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Ehrenpokal |
10.07.1941 |
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Frontflugspange für Kampfflieger in Gold |
??? |
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Deutsches Kreuz in Gold |
19.01.1942 |
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Frontflugspange für Kampfflieger in Gold mit Anhänger |
??? |
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Koratisches Fliegerabzeichen |
??? |
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Medaille Winterschlacht im Osten |
??? |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
13.08.1942 |
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
Buchhinweise:
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