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17. Eichenlaubträger Wilhelm Balthasar
Major, Jagdflieger

20.09.1939

Wilhelm Balthasar wurde am 02.02.1914 in Fulda/Hessen geboren und trat 1933 dem Artillerie-Regiment 3 bei, bis er 1935 zur Luftwaffe überwechselte. Dort erfolgte am 20.04.1935 die Beförderung zum Leutnant.
Nach seiner Ausbildung zum Jagdflieger, meldet sich Balthasar freiwillig zur "Legion Condor" und gehört dort zunächst zur Aufklärerkette der Kampfgruppe 88. So schoss er am 20.01.1937 seinen ersten Gegner ab. Am 15.03.1937 gehörte er zur Aufklärungsgruppe A/88 und flog eine He 112. Im September trat er zur Jagdgruppe 88 über und schoss so noch weitere 6 Gegner ab.
Am 18.01.1938 zum Oberleutnant befördert, kehrte er am 23.03.1938 nach Deutschland zurück und gehörte mit Kriegsausbruch gegen Polen zur I. Gruppe des Jagdgeschwaders 1, kurze Zeit später wechselte er ins Jagdgeschwader 27 und übernahm dort die 7. Staffel mit der er am Westfeldzug teilnahm. Für seine 23 Luftsiege sowie für die Zerstörung von 13 Flugzeugen am Boden, erhält er als 2. deutscher Jagdflieger, am 14.06.1940, das Ritterkreuz.
Im Juli 1940 wird er Kommodore der III. Gruppe des Jagdgeschwaders 3 und führt diese in schweren Einsätzen über den britischen Inseln. Nachdem der Kommodore des Jagdgeschwaders 2 "Richthofen", Helmut Wick gefallen war, übernahm Balthasar die Führung und später das Kommando des Geschwaders an der Kanalküste. Am 04.09.1940 wird er bei einem Luftkampf über Canterbury mit Spitfire-Jägern der 222. RAF-Squadron an beiden Beinen verwundet, steigt jedoch schon 14 Tage später wieder in seine Maschine.
Für die Erfolge der III. Gruppe und des Geschwaders unter seinem Kommando, sowie für die erreichten 40 Abschüsse, erhielt Balthasar am 02.07.1941 das Eichenlaub zum Ritterkreuz.
Am nächsten Tag, dem 03.07.1941, stieg er erneut zu einem Feindflug auf. Nach Rückkehr von diesem Einsatz führte er noch einige Manöver über dem Flugplatz aus, als plötzlich mehrere "Spitfire"-Jäger auftauchten. Da Balthasar keine Munition mehr hatte, blieb ihm nur die Flucht. Bei einem Ausweichmanöver wurden die Tragflächen seines Jägers derart stark belastet, dass deren Holme brachen und sich die Flächen anlegten. Beim Absturz der Maschine fand Kommodore Wilhelm Balthasar den Tod. An seinem Flugzeug wurden keinerlei Beschussschäden festgestellt.
Seine Kameraden begruben Balthasar an der Seite seines im 1. Weltkrieg gefallenen Vaters auf dem Friedhof Illies in Frankreich.
Wilhelm Balthasar errang während 300 Feindflügen, 47 Luftsiege und wurde zweimal (02.07.1941 und 10.07.1941) im Wehrmachtsbericht genannt. Weiterhin wurde er posthum zum Major befördert.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Leutnant 20.04.1935 Flugzeugführer-Abzeichen ???
Oberleutnant 18.01.1938 Eisernes Kreuz II. Klasse ???
Hauptmann 00.12.1939 Frontflugspange für Jagdflieger in Bronze ???
Major 00.00.1941 p.m. Eisernes Kreuz I. Klasse ???
  Frontflugspange für Jagdflieger in Silber ???
  Spanienkreuz in Gold mit Schwertern und Brillanten 20.06.1939
  Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz 14.06.1940
  Frontflugspange für Jagdflieger in Gold ???
  17. Eichenlaub zum Ritterkreuz 02.07.1941

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise:

                   

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