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Ritterkreuzträger Alfred Banholzer
Hauptmann, Kampfflieger

27.10.1943

Alfred Banholzer wurde am 08.09.1912 in Wellendingen/Rottweil geboren und trat am 15.07.1934 der Luftwaffe bei, wo er zunächst zum Beobachter bei den Aufklärungsflieger ausgebildet wurde.
Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges im September 1939 gehörte er als Oberleutnant und Luftbildoffizier zum Fliegerhorst Erding und wird ab Juni 1941 als Lehrer für Luftbildwesen an die Fliegerschule nach Hildesheim versetzt. Im November kommt er an die Fliegerschule der Luftwaffe (S) 2 nach Freiburg und bildet dort Fallschirmschützen aus. Nach einer kurzen Verwendung beim Stab des XI. Fliegerkorps, kehrt er an die Schule nach Freiburg zurück. Dort bleib er auch nach deren Umbenennung in Ergänzungsgruppe für Fallschirm-Kampfbeobachter, wo er am 19.10.1942 die Führung der 4. Staffel übernahm.
Am 01.12.1942 erfolgte seine Versetzung als Beobachter in die 2. Staffel der Kampfgruppe zbV. 5. Diese Transportgruppe war mit He 111-Flugzeugen ausgerüstet und kam im Südabschnitt der Ostfront zum Einsatz. In den nächsten zwei Monaten flog Banholzer zahlreiche Verpflegungseinsätze in den Kessel von Stalingrad. Ab Februar 1943 wechselte er dann in die 3. Staffel der Gruppe, bis Teile der Gruppe am 01.05.1943 in Wiesbaden bei der Neuaufstellung der I. Gruppe des Kampfgeschwaders 55 "Greif" verwendet wurden. Am 15.06.1943 übernimmt er dabei den Posten des Kapitäns der 3. Staffel. Im August verlegt die Gruppe in den Südabschnitt der Ostfront und stand dort bis Herbst 1944 in pausenlosem Einsatz. Banholzer kam dabei u.a. bei den Kämpfen im Raum Isjum,. Kupjansk, auf der Halbinsel Kertsch, auf der Krim und in Rumänien zum Einsatz. Außerdem nahm er in der Nacht vom 21. auf den 22.06.1944 an dem Angriff auf amerikanische Bomber auf dem sowjetischen Flugplatz Poltawa teil, dem letzten großen Sieg deutscher Kampffliegerverbände.
Nach der Umwandlung des Kampfgeschwaders 55 in das mit Jagdflugzeugen ausgerüstete Kampfgeschwader (J) 55, gab Banholzer am 01.12.1944 die Führung der 3. Staffel ab und fand als Ausbildungsleiter an der Verbandsführerschule des Generals der Kampfflieger eine neuerliche Verwendung. Am 14.01.1945 wird ihm als Hauptmann für seine Erfolge und für seine bis dato 318 Feindflüge das Ritterkreuz verliehen. Von seinen 318 Feindflügen wiesen 32 eine Gesamtdauer von über vier Stunden auf und wurden daher doppelt gewertet. Damit ergibt sich eine wertungsgemäße Gesamtfrontflugzahl von 350.
Allerdings gibt es unterschiedliche Nachweise auf seine genaue Dienststellung. Zwar findet sich zumeist die Benennung als Staffelkapitän der 1. Staffel, doch konnte in seinem Werdegang bisher nicht eindeutig eine solche Verwendung nachgewiesen werden.
Alfred Banholzer verstarb am 27.12.1980 in seiner Heimatstadt Wellendingen.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Leutnant ??? Flugzeugführerabzeichen ???
Oberleutnant 00.00.1939 lt. Meldung Eisernes Kreuz II. Klasse

???

Hauptmann ???   Fallschirmschützen-Abzeichen ???
      Frontflugspange für Kampfflieger in Bronze ???
      Eisernes Kreuz I. Klasse ???
      Frontflugspange für Kampfflieger in Silber ???
      Frontflugspange für Kampfflieger in Gold ???
      Ehrenpokal 07.06.1943
      Deutsches Kreuz in Gold 27.10.1943
      Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz 14.01.1945

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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