Heinrich Bartels wurde am 13.07.1918 in Linz a.d. Donau geboren, meldete sich
1939 freiwillig zur Luftwaffe und gehörte
ab Sommer 1941 zur Ergänzungsstaffel des Jagdgeschwaders 26 "Schlageter" an der Kanalfront,
wo er am 19.08.1941 seinen ersten Luftsieg über eine Spitfire errang. Nach einem
weiteren Luftsieg, am 27.08.1941, wird Bartels am 27.01.1942 als Rottenflieger zur 11. Staffel des
Jagdgeschwaders 1 versetzt, aus der am 10.03.1942 die 8. Staffel des
Jagdgeschwaders 5 aufgestellt wurde. Dort stieg Bartels zu einem der
erfolgreichsten Piloten der Staffel auf.
Diese war an der Nordfront bzw. Polarfront stationiert und stand unter dem
Kommando von Hauptmann Hermann Segatz.
Heinrich Bartels schoss hier auf ca. 100 Feindflügen 47 sowjetische Flugzeuge
ab, allein im September 1942 21. Dafür erhielt er am 13.11.1942 als
Unteroffizier und Flugzeugführer in der 8. Staffel des Jagdgeschwaders 5 das Ritterkreuz.
Im Frühling 1943 wurde Bartels, mittlerweile Oberfeldwebel, in die 11. Staffel
des Jagdgeschwaders 27 versetzt, die am Mittelmeer eingesetzt wurde. Im Oktober
schießt er 14 Gegner ab. Gegen Ende 1943 hatte Bartels bereits 73 Luftsiege
erringen können. In die Reichsverteidigung versetzt, wo er 12 Luftsiege
erkämpft, folgt dann die Verlegung an die Invasionsfront, wo er auf 5
Feindflügen weitere 11 Flugzeuge abschießt. Bartels wird zum Eichenlaub
eingereicht, wobei sein Punktekonto bei 98 Abschüssen stand. Eine Verleihung
erfolgte allerdings nicht. Während der Kämpfe gegen amerikanische Bomber kommt
er u.a. bei Schweinfurt und während der so genannten "Big Week" zum
Einsatz. Bartels zeigte spätestens hier seine hervorragenden Eigenschaften als
Kurven-Spezialist, galt aber als einer der besten Begleitjäger-Spezialisten. In
nur zwei Monaten schoss er 22 Jäger ab, dabei zweimal vier Abschüsse an einem
Tag. Im April und Mai des Jahres 1944 schoss er in je einem Einsatz jeweils drei
US-Jäger ab
Mittlerweile zur 15. Staffel des Jagdgeschwaders gehörend, geht Bartels am
23.12.1944 auf einen weiteren Feindflug mit seinem Rottenflieger Oberfähnrich
Rolf Brand, über dem Luftraum Köln-Bonn. Auf einer Höhe von 7500 Metern sahen
sie Treibstofftanks kurz vor den Nasen der eigenen Flugzeuge herunterfallend.
Diese gehörten zu amerikanischen P-47 Jägern der 56. Fighter Group "Red Noses".
Einen Jäger schoss Bartels sofort ab und errang so einen 99. Luftsieg. Von
diesem Einsatz kehrte Bartels jedoch nicht mehr zurück. Später wurde der
Thunderbird-Pilot Colonel Davisd S. Schilling als Schütze identifiziert, der
selbst einer der hochdekoriertesten und erfolgreichstem amerikanischen Piloten
war.
Ganze 24 Jahre später wurde die Me 109 G-10 "Gelbe 13", am 26.01.1968,
bei Vilip in der Nähe von Bad Godesberg gefunden. Der Fallschirm lag noch intakt
in der Kanzel, neben den körperlichen Überresten Bartels.
Heinrich Bartels errang auf über 500 Feindflügen 99 Luftsiege. Davon 49 an der
Ostfront. Im Westen schoss er 9 P-47, 11 P-51 und 14 P-38 ab.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Gefreiter |
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Flugzeugführerabzeichen |
??? |
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Unteroffizier |
??? |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
??? |
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Feldwebel |
??? |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
??? |
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Oberfeldwebel |
??? |
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Ehrenpokal |
05.10.1942 |
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Deutsches Kreuz in Gold |
20.10.1942 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
13.11.1942 |
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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