145. Schwerterträger Wilhelm Batz
Major, Jagdflieger

![]()
![]()
Wilhelm Batz wurde am 21. mai 1916 in Bamberg geboren und trat 1935 in die neue Luftwaffe ein. Nach dem Pilotentraining und verschiedenen Lehrgängen wurde er am 01. November 1940 zum Leutnant befördert. Seine wiederholten Anfragen um Versetzung zu einer Kampfeinheit wurden immer wieder abgelehnt. Nach seiner 5000. Lehrflugstunde an der Flugschule Kaufbeuren und an der Jägerschule in Bad Aibling, wurde Batz zur 2. Staffel der Ergänzungs-Jagdgruppe Ost versetzt um dort weitere Lehrtätigkeiten aufzunehmen.
Am 01. Februar 1943 wurde er Adjutant von Johannes Steinhoff in der II. Gruppe des Jagdgeschwaders 52 an der Ostfront.
Am 11. März 1943 errang er seinen ersten Luftsieg und verzeichnete als Staffelkapitän der 5. Staffel des JG 52 im Mai 1943 bereits seinen 7. Abschuss, das sich bis zum 09. September auf 20 steigerte. Der 40. folgte am 16. November und der 50. am 30. November. Mit dem Ende des Jahres 1943 hatte Batz insgesamt 75 Luftsiege auf seinem Konto.
Im Februar 1944 wurde Batz krank und konnte 2 Wochen lang nicht starten. Nach seiner Rückkehr zur Einheit errang er bis zum 24. März 1944 seinen 100.Abschuss. Dafür erhielt Oberleutnant Batz am 26. März 1944 das Ritterkreuz für 101. Abschüsse.
Am 19. April wurde Batz Gruppenkommandeur der III. Gruppe des JG 52, welches er von Major Günther Rall übernahm. Er war nun im Kreis der legendären deutschen Jagdpiloten wie, Hartmann, Obleser oder Wolfrum.
Im Sommer 1944 schoss er im Durchschnitt 3-4 russische Flugzeuge pro Tag ab. Am 31. Mai 1944 erringt er 15 Abschüsse und damit den 141. bis 155. Batz bekommt am 2ß. Juli 1944 als 526. Soldat der Wehrmacht das Eichenlaub überreicht.
Bei einem US-Angriff im Juli 1944 auf Rumänien erringt er 3 Abschüsse und erzielt schließlich am 17. August 1944 seinen 200. Abschuss und verzeichnete bis Ende des Jahres insgesamt 224. Luftsiege.
Er blieb Kommandant der III. Gruppe bis zum 31. Januar 1945 als er die II. Gruppe in Ungarn übernahm und am 21. April 1945 die Schwerter zum Eichenlaub erhielt. Bei Kriegsende führte er seine Gruppe von Ungarn über Österreich zurück nach Deutschland. Somit konnte er verhindern das seine Gruppe wie die anderen beiden Gruppen sowie der Stab des JG 52 in russische Gefangenschaft gerieten.
In der Nachkriegszeit trat Batz in die neue Bundesluftwaffe ein und stieg dort bis zum Oberst auf.
Wilhelm Batz starb am 11. September 1988 in Mauschendorf in Unterfranken.
Wilhelm Batz flog 445 Kampfeinsätze und errang 237 Luftsiege, dabei wurden 233 an der Ostfront errungen.EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE