Ritterkreuzträger Gerhard Bauer
Leutnant, Schlachtflieger

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Gerhard Bauer wurde am 26.08.1916 in Jena geboren und erhielt als Oberfeldwebel und Flugzeugführer in der 8. Staffel des Schlachtgeschwaders 77, am 29.02.1944 das Ritterkreuz.
Später zum Leutnant befördert, hält er sich am 17./18. April 1945 zusammen mit dem Stab des Geschwaders und der III. Gruppe auf dem Flugfeld Kamenz auf. Kommandeur der III. Gruppe war zu jener Zeit Hauptmann Gerhard Stüdemann. Geschwaderkommodore war Oberstleutnant Mossinger. Bauer flog in jenen Tagen einen FW 190-Schlachtflieger.
Am 16.04.1945 begann die sowjetischen Großoffensive gegen Berlin und die Staffeln des Schlachtgeschwaders 77 wurden auf die vordringenden Gegner angesetzt.
Am 17.04.1945 eskortierten P-51-Jäger der 55. Fighter Group, 410 B-17-Bomber der 3. Air Division in den Raum Dresden. Mit Erfüllung ihrer Mission erhielten die Begleitjäger den Auftrag im Norden von Dresden - freie Jagd auf Erdziele. Ein teil der Flugzeuge flog in Richtung Riesa/Canitz der andere Teil gegen die Flugfelder Bautzen und Kamenz. Dort entdeckten sie Flugzeuge des StG 77 die im Begriff waren aufzusteigen und gegen sowjetische Truppen anzugehen. Einer dieser drei Piloten war Gerhard Bauer, ein anderer der Ritterkreuzträger August Lambert. Bei Auftauchen der amerikanischen Jäger klingten die Deutschen ihre Bomben aus und versuchten zu entkommen. Dennoch wurde Bauers Maschine eine Fw 190 F-9 "Schwarze 1" nördlich Kukau, ca. 8 Kilometer ostsüdöstlich von Kamenz, abgeschossen. Auch die anderen beiden Flugzeugführer wurden getroffen und stürzten ab.
Andere P-51-Flugzeuge griffen das Flugfeld im Tiefangriff an und zerstörten dort 7 deutsche Flugzeuge. Die anderen dt. Piloten versuchten aufzusteigen um den Gegner zu bekämpfen. Ergebnis des Tages waren 16 zerstörte dt. Flugzeuge, 6 gefallene Piloten, darunter auch Gerhard Bauer, bei 5 abgeschossenen gegnerischen Flugzeugen.EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE