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618. Eichenlaubträger Herbert Bauer
Major, Schlachtflieger

     
Herbert Bauer wurde am 16.04.1919 in
Innsbruck/Österreich als Sohn eines k.u.k-Stabszahlmeisters geboren. trat noch
vor 1939 zur Luftwaffe und erhielt als Unteroffizier seine
Stuka-Flugausbildung an der Flugzeugführerschule A/B 21 in Magdeburg am 03.05.1940
und kam dann an die Sturzkampffliegerschule 2 bei Graz.
Mit Ende der Ausbildung wurde Bauer, als Leutnant, am 15.02.1941 zur
Ergänzungsstaffel des Sturzkampfgeschwaders 2 "Immelmann" versetzt und
kam dann in die I. Gruppe des Geschwaders.
Seinen 1. Fronteinsatz legte er am 07.07.1941 im Raum Witebsk ab, dem weitere
erfolgreiche Einsätze auf Landziele folgten. Nach nur wenigen Einsätzen
verdiente er sich das Eiserne Kreuz II. Klasse und muss dabei aber auch die
erste Notlandung infolge eines Rammangriffes hinnehmen. Bauer nimmt an
zahlreichen Einsätzen gegen eingekesselte sowjetische Truppen bei Minsk,
Smolensk und am Ilmensee, erhält dafür das Eiserne Kreuz I. Klasse, im
Dezember den Ehrenpokal und im April 1942 das Deutsche Kreuz in Gold.
Am 24.04.1942 griff er sowjetische Schlachtschiffe und Kreuzer im Hafen von
Kronstadt an, wobei er bei diesem Angriff durch einen Flak-Oberkieferschuss schwer am Kinn verwundet wurde
und notlanden musste.
Aufgrund der Verletzung musste er bis zum 25.02.1943 aussetzen.
Im Juni 1943 wurde Bauer als Oberleutnant Kapitän der 3. Staffel seines Geschwaders, absolviert am 13.07.1943 seinen 500. Feindflug im Raum Charkov,
wird aber über dem Kuban durch Flak abgeschossen und erneut verwundet. In dem
Zeitraum seines 500. Feindfluges wird er bei Bataisk durch Flaksplitter zum 3.
Mal verwundet.
Nach seinem 700. Frontflug erhält er als Oberleutnant und Kapitän der 3.
Staffel des Stukageschwaders "Immelmann" am 31.12.1943 das
Ritterkreuz und wird am 01.05.1944 zum Hauptmann befördert.
Seine 4. Notlandung erfolgte bei Taganrog, wonach sich in der Folge
nervenaufreibende Einsätze im Süden der Ostfront anschlossen, bei den Bauer
größtenteils mit dem so genannten "Kanonenvogel" der Ju-87 zur
Panzerbekämpfung im Einsatz stand.
Seinen 1000. Einsatz flog Bauer am 03.05.1944 im Raum Husi/Rumänien, wonach er
am 15.05.1944 zum Gruppenkommandeur der II. Gruppe des Schlachtgeschwaders 103
in Frankreich ernannt wurde.
Am 30.09.1944 erhielt er für seine 1.000 geflogenen Einsätze, als Hauptmann und
Kommandeur der II. Gruppe des Schlachtgeschwaders 103, das Eichenlaub und wird
am 07.11.1944 Gruppenkommandeur der I. Gruppe des Schlachtgeschwaders 2
ernannt.
Andere Quellen beziehen die Eichenlaubverleihung auf sein Kommando als
Gruppenkommandeur der I. Gruppe des Schlachtgeschwaders 2 "Immelmann".
Am 01.03.1945 wird Bauer zum Major befördert.
Im Raum Stuhlweissenburg wurde er von sowjetischen Jägern abgeschossen, kann
sich aber verwundet mit dem Fallschirm retten und zum fünften Mal verwundet.
Auf über 1300 Fronteinsätzen, erzielte Bauer 11 Luftsiege, davon einen mit der Ju
87 und 10 mit der Fw 190. Außerdem verbuchte er 12 unbestätigte Abschüsse,
zerstörte 51 Panzer, zwei Panzerzüge und erzielte Treffer auf dem
sowjetischen Schlachtschiff "OKTJRABRSKAJA REVOLUZIJA" und einem
Kreuzer im Hafen von Kronstadt.
Nach dem Krieg wanderte er nach Argentinien aus und avancierte zum Berater der
dortigen Luftwaffe.
Herbert Bauer verstarb am 24.03.1997 in Buenos Aires/Argentinien.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Leutnant |
??.07.1941 |
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Flugzeugführerabzeichen |
??? |
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Oberleutnant |
??? |
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Eisernes Kreuz II. Klasse |
??.??.1941 |
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Hauptmann |
01.05.1944 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse |
??.10.1941 |
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Major |
01.03.1945 |
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Ehrenpokal |
08.12.1941 |
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Frontflugspange für Schlachtflieger in Bronze |
??? |
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Frontflugspange für Schlachtflieger in Silber |
??? |
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Frontflugspange für Schlachtflieger in Gold |
??? |
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Frontflugspange für Schlachtflieger in Gold mit Anhänger |
??? |
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Deutsches Kreuz in Gold |
27.03.1942 |
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Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes |
31.12.1943 |
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618. Eichenlaub zum Ritterkreuz |
30.09.1944 |
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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