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618. Eichenlaubträger Herbert Bauer
Major, Schlachtflieger

02.04.194230.10.194120.07.194108.12.1941

Herbert Bauer wurde am 16.04.1919 in Innsbruck/Österreich als Sohn eines k.u.k-Stabszahlmeisters geboren. trat noch vor 1939 zur Luftwaffe und erhielt als Unteroffizier seine Stuka-Flugausbildung an der Flugzeugführerschule A/B 21 in Magdeburg am 03.05.1940 und  kam dann an die Sturzkampffliegerschule 2 bei Graz.
Mit Ende der Ausbildung wurde Bauer, als Leutnant, am 15.02.1941 zur Ergänzungsstaffel des Sturzkampfgeschwaders 2 "Immelmann" versetzt und kam dann in die I. Gruppe des Geschwaders.
Seinen 1. Fronteinsatz legte er am 07.07.1941 im Raum Witebsk ab, dem weitere erfolgreiche Einsätze auf Landziele folgten. Nach nur wenigen Einsätzen verdiente er sich das Eiserne Kreuz II. Klasse und muss dabei aber auch die erste Notlandung infolge eines Rammangriffes hinnehmen. Bauer nimmt an zahlreichen Einsätzen gegen eingekesselte sowjetische Truppen bei Minsk, Smolensk und am Ilmensee, erhält dafür das Eiserne Kreuz I. Klasse, im Dezember den Ehrenpokal und im April 1942 das Deutsche Kreuz in Gold.
Am 24.04.1942 griff er sowjetische Schlachtschiffe und Kreuzer im Hafen von Kronstadt an, wobei er bei diesem Angriff durch einen Flak-Oberkieferschuss schwer am Kinn verwundet wurde und notlanden musste. Aufgrund der Verletzung musste er bis zum 25.02.1943 aussetzen.
Im Juni 1943 wurde Bauer als Oberleutnant Kapitän der 3. Staffel seines Geschwaders, absolviert am 13.07.1943 seinen 500. Feindflug im Raum Charkov, wird aber über dem Kuban durch Flak abgeschossen und erneut verwundet. In dem Zeitraum seines 500. Feindfluges wird er bei Bataisk durch Flaksplitter zum 3. Mal verwundet.
Nach seinem 700. Frontflug erhält er als Oberleutnant und Kapitän der 3. Staffel des Stukageschwaders "Immelmann" am 31.12.1943 das Ritterkreuz und wird am 01.05.1944 zum Hauptmann befördert.
Seine 4. Notlandung erfolgte bei Taganrog, wonach sich in der Folge nervenaufreibende Einsätze im Süden der Ostfront anschlossen, bei den Bauer größtenteils mit dem so genannten "Kanonenvogel" der Ju-87 zur Panzerbekämpfung im Einsatz stand.
Seinen 1000. Einsatz flog Bauer am 03.05.1944 im Raum Husi/Rumänien, wonach er am 15.05.1944 zum Gruppenkommandeur der II. Gruppe des Schlachtgeschwaders 103 in Frankreich ernannt wurde.
Am 30.09.1944 erhielt er für seine 1.000 geflogenen Einsätze, als Hauptmann und Kommandeur der II. Gruppe des Schlachtgeschwaders 103, das Eichenlaub und wird am 07.11.1944 Gruppenkommandeur der I. Gruppe des Schlachtgeschwaders 2 ernannt. Andere Quellen beziehen die Eichenlaubverleihung auf sein Kommando als Gruppenkommandeur der I. Gruppe des Schlachtgeschwaders 2 "Immelmann".
Am 01.03.1945 wird Bauer zum Major befördert.
Im Raum Stuhlweissenburg wurde er von sowjetischen Jägern abgeschossen, kann sich aber verwundet mit dem Fallschirm retten und zum fünften Mal verwundet.
Auf über 1300 Fronteinsätzen, erzielte Bauer 11 Luftsiege, davon einen mit der Ju 87 und 10 mit der Fw 190. Außerdem verbuchte er 12 unbestätigte Abschüsse, zerstörte 51 Panzer,  zwei Panzerzüge und erzielte Treffer auf dem sowjetischen Schlachtschiff "OKTJRABRSKAJA REVOLUZIJA" und einem Kreuzer im Hafen von Kronstadt.
Nach dem Krieg wanderte er nach Argentinien aus und avancierte zum Berater der dortigen Luftwaffe.
Herbert Bauer verstarb am 24.03.1997 in Buenos Aires/Argentinien.

Beförderungen

 

Auszeichnungen

Leutnant ??.07.1941 Flugzeugführerabzeichen ???
Oberleutnant ??? Eisernes Kreuz II. Klasse ??.??.1941
Hauptmann 01.05.1944 Eisernes Kreuz I. Klasse ??.10.1941
Major 01.03.1945 Ehrenpokal 08.12.1941
Frontflugspange für Schlachtflieger in Bronze ???
Frontflugspange für Schlachtflieger in Silber ???
Frontflugspange für Schlachtflieger in Gold ???
Frontflugspange für Schlachtflieger in Gold mit Anhänger ???
Deutsches Kreuz in Gold 27.03.1942
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 31.12.1943
618. Eichenlaub zum Ritterkreuz 30.09.1944

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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