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780. Eichenlaubträger Karl-Heinz Becker
Oberst, Fallschirmjäger

Deutsches Kreuz in Gold am 29.06.1944Eisernes Kreuz I. Klasse am 31.05.1940Eisernes Kreuz II. Klasse am 15.10.1939Nahkampfspange der LuftwaffeVerwundetenabzeichen schwarz am 07.02.1943

Karl-Heinz Becker wurde am 02.01.1914 in Schwedt an der Oder geboren und trat am 10.10.1934 der Landespolizeigruppe "General Göring" bei und besucht ab dem 01.07.1935 den 2. Fähnrich-Lehrgang in Potsdam-Eiche.
Mit Ende der Ausbildung kommt Becker am 21.04.1936 in die 8. (MG) Kompanie des Regiments "General Göring", wird dort am 02.08.1936 zum Leutnant befördert und zum Zugführer ernannt.
Dem schließt sich vom 15.06.1936 bis zum 04.07.1936 ein Nachrichten-Lehrgang in Halle an, sowie am 20.10.1937 die Versetzung in die 15. (Wach) Kompanie des Regiments. Am 16.02.1937 ist er dann wieder Zugführer in der 8. Kompanie, bzw. ab dem 21.05.1937 stellvertretender Führer der 5. Kompanie.
Vom 01.06.1937 bis zum 09.07.1937 erhält er eine Kommandierung an die Luftwaffensportschule Spandau und wird am 01.10.1937 in die 2. Kompanie versetzt. Vom 21.10.1937 bis zum 30.10.1937 nimmt er an einem E-Meß-Lehrgang in Wustrow teil und erhält dann vom 13.12.1937 bis zum 18.12.1937 eine Kommandierung zu einem Einweisungs-Lehrgang für E-Meß-Offiziere für leichte und schwere Flak-Batterien in Wustrow.
Ab dem 03.03.1938 besuchte er die Luftkriegsschule 2 und wird am 19.02.1938 Sport-Offizier seines Regiments und bald darauf, am 21.04.1938, Adjutant des III. Bataillons.
Am 07.07.1938 wieder in die 8. Kompanie versetzt, wird er am 01.08.1938 zur 3. Kompanie des Luftlande-Bataillons "General Göring" kommandiert, wohin er ab dem 21.10.1938 versetzt wurde.
Mit Wirkung vom 01.01.1939 tritt er von der Flak-Artillerie zur Fliegertruppe über und wird zum Kompanieoffizier im III. Bataillon des nunmehrigen Fallschirm-Jäger-Regiments 1 ernannt. Am 30.05.1939 erhält er eine Kommandierung zur I. Abteilung des Flak-Regiments 49, wobei diese Kommandierung jedoch nicht wirksam und er stattdessen am 01.06.1939 zum Oberleutnant befördert wurde.
Mit seinem Bataillon kurz in Polen eingesetzt, wird er am 01.04.1940 zum Führer der 11. Kompanie ernannt, mit der er in Holland zum Einsatz kam. Kurze Zeit später wird er am 01.08.1940 zum Chef der 11. Kompanie ernannt.
Mit seiner Kompanie springt er über Kreta ab und erhielt am 20.05.1941 zusammen mit Oberleutnant von der Schulenburg, als Strandgruppe, den Auftrag  die Stadt Heraklion zu umgehen und von der Seeseite her zu nehmen. Vom Hafen vorstoßend traf sich die Kampfgruppe in der Mitte der Stadt mit der anderen angreifenden Gruppe Schulz/Kerfin. Die Folge war die Kapitulation des griechischen Stadtkommandanten. Jedoch gab die 14. britische Infanterie-Brigade, verstärkt durch Australier, nicht auf und zwang so das Bataillon zur Aufgabe der Stadt.
Der Bürgermeister wurde daraufhin darüber informiert, das ein Angriff deutscher Stukas auf die Stadt und auf die britischen Befestigungen bevorstand, damit dieser Gelegenheit hatte die Zivilisten zu warnen. Nach dem Angriff, lehnte man eine britische Kapitulationsaufforderung vom 22.05.1941 ab und griff unter Umgehung der Stadt die Höhe 491 an. Das Bataillon arbeitete sich, der Erschöpfung nahe, von drei Seiten an die britischen Stellungen heran und überraschte die Artilleristen. Als Folge des Angriffs konnte die Stadt Heraklion am 29.05.1941 erneut eingenommen werden. Für diesen Einsatz wurde Becker am 09.07.1941 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.
In den folgenden Monaten zeichnete er sich  bei Tschernaja, Alexejewka, Nagorny und Welikije-Luki, in der Sowjetunion weiter aus, wurde am 01.07.1942 Adjutant des Regiments. Als solcher übernimmt er am 28.12.1942 das Kommando über das III. Bataillon und wird am 16.01.1943 an der Ostfront verwundet. Während der Genesung am 24.05.1943 zum Major befördert, übernimmt er am 10.09.1943 erneut das Kommando über das III. Bataillon.
Am 15.06.1944 mit dem Kommando über das Fallschirm-Jäger-Regiment 5 beauftragt, nimmt er an den Kämpfen an der Invasionsfront teil. Dafür wird er am 29.07.1944 im Wehrmachtsbericht genannt. Als Regimentskommandeur kämpft er bei St. Lo, Argentan und Trun. Weiterhin bewährte er sich im September 1944 während der alliierten Luftlandeaktion über Arnheim und gewann am 30.11.1944 verlorenes Gelände bei Merode zurück. Außerdem erfolgte am 01.10.1944 die Beförderung zum Oberstleutnant.
Während der Ardennenoffensive geht die 3. Fallschirm-Jäger-Division bis an die Strasse Malmedy-St. Vith vor und kämpft dort, trotz erheblicher Unterlegenheit, gegen die 1. US-Infantry-Division. Becker gelang es nach Einbruch amerikanischer Panzer, seine Truppen über Bullange, Honsfeld, Bucholz nach Berk zurückzuführen. Für die Kämpfe in den Ardennen wurde Becker am 12.03.1945 mit dem Eichenlaub ausgezeichnet.
Am 04.04.1945 mit der Führung der 3. Fallschirm-Jäger-Division beauftragt, wird er am 20.04.1945 zum Obersten befördert und gerät so in Gefangenschaft.
Karl-Heinz Becker verstarb am 03.10.2002 in Bargum.

EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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